Erstes Nationales Forum gegen Antisemitismus tagte in Wien

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Bildquelle: Wenzel/BKA

Mit der Abhaltung des ersten Nationalen Forums gegen Antisemitismus, am 13. Juni ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Kampf gegen Antisemitismus in Österreich gesetzt. 80 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschaft bündeln in dem von Ministerin Edtstadler eingerichteten Forum ihr Wissen, um Antisemitismus zu bekämpfen und jüdisches Leben in Österreich zu fördern.

„Im Kampf gegen Antisemitismus ist jede und jeder gefragt. Der Anstieg von antisemitischen Vorfällen im vergangenen Jahr zeigt uns leider, dass Antisemitismus noch immer in der Mitte unserer Gesellschaft ist. Es braucht daher einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz im Kampf gegen Antisemitismus“, so die Initiatorin des Nationalen Forums gegen Antisemitismus, Bundesministerin Karoline Edtstadler.

Das von nun an jährlich tagende Forum setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder, der Gemeinden, der Sozialpartner, der Wissenschaft, der Glaubensgemeinschaften, der jüdischen Museen und der Zivilgesellschaft zusammen.

„Das nationale Forum gegen Antisemitismus ist vor allem durch die breite Einbindung unterschiedlicher Akteure, ein Katalysator dafür, um auf allen Ebenen, im Sport, in der Kultur, in den Betrieben und Bildungseinrichtungen aller Bundesländer, als offene und demokratische Gesellschaft entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen, um Vielfalt und Toleranz ihren Raum zu geben“, so der Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft und der Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch.

Mit dem Nationalen Forum gegen Antisemitismus ist ein weiteres Projekt der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus umgesetzt. So wurden beispielsweise die Förderungen für jüdisches Leben in Österreich verdreifacht und neue Kurse bei der Polizei, der Justiz und dem Bundesheer etabliert.