Nach der Tora hat Gott die Welt innerhalb von sechs Tagen erschaffen und den siebten Tag zum Ruhetag erklärt. „Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig. Denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte“. (1. Buch Moses 2, 2-3)
Nach der anstrengenden Woche soll man sich ausruhen, zu sich finden und neue Kraft schöpfen. Es ist der Tag, an dem keine Arbeit verrichtet werden darf. Er erinnert an den siebten Tag der Schöpfung und wird als Tag des Innehaltens, der Einkehr und der Freude gefeiert. Wir feiern ihn durch Arbeitsruhe, durch ein festliches Abendmahl, durch Gebet, durch Gottesdienst, durch das Anzünden der Schabbat-Kerzen und durch die Rituale von Kiddusch (Heiligung) zu Beginn des Schabbat und Hawdala (Hawdala=Unterscheidung, Trennung vom Feiertag hin zur profanen Arbeitswoche) zum Schabbat-Ausgang. Der Schabbat ist als Festtag zu betrachten, der mit Gebet beginnt und endet, und bei dem die Familie und Freunde zu einem festlichen Mahl zusammenkommen.
Den Schabbat genau in diesem Sinn zu feiern, dieses Erlebnis bietet seit einiger Zeit der Schabbestisch unter der Schirmherrschaft von Oberrabbiner Jaron Engelmayer, der auf Anregung von Martin und Danielle Engelberg initiiert wurde. Nach dem gemeinsam besuchten G"ttesdienst findet im koscheren Restaurant Alef Alef unter der liebevollen Vorbereitung von Mali Bernholtz und ihrem großartigen Team das Schabbat-Abendessen statt. Hier möchten wir auch an das langjährige Engagement von Shalom Bernholtz z“l erinnern, den wir alle schmerzlich vermissen. Umrahmt von Schabbat-Liedern und Gedanken, wie sich der Wochenabschnitt in unser aktuelles Leben umsetzen lässt, nimmt man gemeinsam das Abendessen ein. Hier wird man opulent verwöhnt, begonnen von einer großen Variation an Vorspeisen, einer Auswahl an Hauptspeisen und mehreren Desserts, niemand verlässt den Schabbestisch hungrig. Und schon gar nicht ohne kluge und interessante Gedanken gehört und ausgetauscht zu haben. Nun haben Caroline Landau und Hélène Gilkarov, Mitglieder des Organisationskomitees, die Idee eingebracht, den Schabbestisch manchmal auch unter ein Motto zu stellen. Begonnen wurde mit einem Chabbat à la française und einem Schabbat zu Tu Bishwat, bei dem die Aktivitäten von Keren Kayemet vorgestellt wurden, geplant sind ein American Schabbat oder auch ein Schtetl-Schabbat.
Die Anmeldung ist einfach im Internet direkt unter https://tinyurl.com/schabbestisch und über die IKG möglich unter https://www.ikg-wien.at/Schabbestisch oder telefonisch: +43153104111. In diesem Sinn freuen wir uns auf Ihre/Eure Teilnahme und viele schöne Begegnungen. Schabbat Shalom
Danielle Engelberg-Spera für das Organisationskomitee
