Die Veranstaltungsreihe Film
trifft Dialog im Zentrum für interkulturelle Begegnung (ZiB) lud am
14. Juli zu einem unterhaltsamen Filmabend ein. Die Vorführung von „An American Pickle“ stieß
auf großes Interesse und war sehr gut besucht.
Die Reihe hat sich mittlerweile als beliebtes Sommerprogramm im ZiB etabliert und verbindet Filmvorführungen mit anschließender Diskussion und Austausch. Die Komödie bot mit ihrem ungewöhnlichen Ausgangspunkt – einem jüdischen Einwanderer, der nach 100 Jahren wieder erwacht – Anlass, über Migration, Familiengeschichte und den Wandel von Lebenswelten nachzudenken.
Der Film erzählt mit viel Humor von der Begegnung zweier Generationen: Herschel Greenbaum, geprägt vom Leben als jüdischer Einwanderer im frühen 20. Jahrhundert, trifft auf seinen Urenkel Ben, der im modernen Brooklyn zuhause ist. Die daraus entstehenden Missverständnisse und Gegensätze wurden zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Umgang mit Veränderungen.
Vor Beginn der Vorführung gab Klaus Davidowicz, Kulturwissenschaftler und Professor für Judaistik an der Universität Wien, wie gewohnt eine Einführung in den Film und stand dem Publikum im anschließenden Gespräch für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Der Abend zeigte einmal mehr, wie Filme unterschiedliche Perspektiven eröffnen und als Ausgangspunkt für einen lebendigen Dialog dienen können.