Golem-Abend mit Klaus Davidowicz - Buchpräsentation und Film

Datum & Uhrzeit: 12.05.2026, 18:30

Page background image

Veranstaltungsinfos

Zeit: 12.05.2026, 18:30


Zum Kalender hinzufügen

Golem abend 9 beitragsbild website

Golem-Abend mit Klaus Davidowicz - Buchpräsentation und Film

Klaus Davidovicz präsentiert sein aktuelles Buch: "Körper aus Staub, Blick aus Licht: Der Golem im Kino". Im Anschluss wird die Theorie gleich anhand des Stummfilmklassikers "Der Golem, wie er in die Welt kam" erprobt.

Zum Buch: Der Golem geht ins Kino – und bleibt dort. Klaus S. Davidowicz spürt dem uralten Mythos des Golem auf der Leinwand nach: vom stummen Wächter Prags bis zur plastinierten Barbie – als Monster, Retter, Erinnerung, Rebellion. Ein faszinierendes Filmbuch, das tief blickt: in jüdische Mystik, kabbalistische Buchstabentänze und moderne Filmikonen wie Blade Runner oder Inglourious Basterds. In der Filmgeschichte wurde ein Wesen aus Lehm und Legende zum Spiegel jüdischer Erfahrung, kultureller Ängste und künstlerischer Visionen. Neben Klassikern analysiert Klaus S. Davidowicz auch viele fast vergessene, überraschende oder bislang übersehene Filme – kenntnisreich, fesselnd und mit einem Gespür für das Magische im Medium Film.

Zum Film: "Der Golem, wie er in die Welt kam" (1920), Paul Wegener

Prag im 16. Jahrhundert: An der Stellung der Sterne erkennt Rabbi Löw, dass dem jüdischen Getto große Gefahr droht. Deshalb beschließt er, den Golem, einen künstlichen Menschen aus Lehm, zum Leben zu erwecken, der laut einer alten jüdischen Legende in der Lage sein soll, Unheil abzuwenden. Und tatsächlich verkündet der Kaiser ein Dekret gegen die Juden, infolge dessen diese die Stadt verlassen sollen. Die Urkunde wird der jüdischen Gemeinde und Rabbi Löw von Junker Florian übergeben. Bei dieser Gelegenheit verlieben sich der christliche Junker und die Tochter des Rabbi mit Namen Miriam. Rabbi Löw möchten den Kaiser umstimmen und schreibt ihm eine Nachricht, in der er auf seine Verdienste verweist und ihn um eine Audienz bittet. Diese wird ihm im Rahmen eines Festes gewährt. Der Rabbi nimmt den Golem mit, und als die Kaiserburg durch magische Kräfte einzustürzen droht, kann der Rabbi dies mithilfe des Golems verhindern. Zum Dank nimmt der Kaiser das Dekret gegen die Juden zurück...

Der Stummfilmklassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ aus dem Jahr 1920, inszeniert von Paul Wegener, der zugleich die Hauptfigur verkörperte, zählt zu den bedeutendsten künstlerischen und kommerziellen Erfolgen des Kinos der Weimarer Republik.



Prof. Dr. Klaus S. Davidowicz lehrt Judaistik an der Universität Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle des Spielfilms als moderner Midrasch – als visuelle Form jüdischer Auslegung, Erinnerung und Traditionsbildung. Er untersucht die Darstellung, Deutung und Transformation jüdischer Narrative im Medium Film.

In Kooperation mit dem Filmarchiv Austria.


Tickets in Kürze hier erhältlich: 

Metrokino Kulturhaus
reservierung@filmarchiv.at
+43 1 512 18 03  

Ermäßigtes Ticket 7 Euro | Reguläres Tickets 9 Euro
Johannesgasse 4 | 1010 Wien

Öffnungszeiten täglich 14:00–21:00