Sanierung des jüdischen Friedhofs in Krems geplant

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Bildquelle: Stadt Krems

Am 22. April besuchte eine Delegation der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) auf Einladung der Stadt Krems den jüdischen Friedhof in Krems. Teil der Delegation waren IKG-Vizepräsidentin Claudia Prutscher, Generalsekretär Benjamin Nägele sowie Thomas Zäuner, Leiter der Immobilienabteilung. Im Mittelpunkt des Lokalaugenscheins stand die geplante Sanierung des bedeutenden kulturhistorischen Erinnerungsortes, der künftig wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden soll.

Der Friedhof gilt als wichtiger Ort der Erinnerung an die jüdische Geschichte der Region. Er dokumentiert sowohl das Leben der jüdischen Gemeinde als auch deren Verfolgung während der NS-Zeit. Insgesamt sind dort rund 177 Personen bestattet, die letzte Beisetzung fand 1972 statt. Historische Besonderheiten wie Grabstätten mit Fotografien sowie Zeugnisse aus dem 19. Jahrhundert unterstreichen die kulturhistorische Bedeutung der Anlage.

Im Zuge der geplanten Maßnahmen sollen insbesondere die Friedhofsmauer sowie einzelne Grabsteine gesichert werden. Ziel ist eine langfristige Erhaltung des Areals und eine geregelte Öffnung für die Öffentlichkeit. Erste Vorarbeiten sind noch für dieses Jahr vorgesehen, die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollen 2027 erfolgen.

Finanziell unterstützt wird das Projekt durch Bund und Land Niederösterreich, unter anderem aus einem Fonds zur Instandsetzung jüdischer Friedhöfe. Das Bundesdenkmalamt begleitet die Maßnahmen fachlich. Die laufende Pflege des Friedhofs wird weiterhin von der Stadt Krems übernommen.