Ein großer Dank gebührt allen fast 1.200 Teilnehmenden, die mit ihrer Stimme einen Beitrag für die Evaluierung des Angebots der Kultusgemeinden leisten und damit helfen, das Serviceangebot noch näher an den Bedürfnissen der Gemeinde zu orientieren. Die Kultusgemeinden führen die Befragung in regelmäßigen Abständen durch, um ihre Services fortlaufend zu verbessern. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Teilnehmenden im Vergleich zum Jahr 2023 erhöht werden konnte und noch mehr Stimmen aus den Bundesländern in die Jahresumfrage einflossen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Sitzung des Kultusvorstands vom 13. Jänner präsentiert. Hier finden Sie einen Überblick über die Ergebnisse.
Als wichtigste Aufgaben der jüdischen Gemeinden nennen die Befragten Sicherheit, die religiöse Grundversorgung, die Interessensvertretung der Jüdinnen und Juden sowie die Solidarität mit dem Staat Israel. Die Vertretung der Mitgliederinteressen in religiösen Belangen und bei politischen Themen wird überwiegend positiv beurteilt. Besonders gut bewertet werden das Auftreten der Gemeinden gegen Antisemitismus, die Solidarität mit Israel sowie die Förderung jüdischen Lebens.
Sicherheitsgefühl gesunken
Eine Mehrheit der Befragten fühlt sich im öffentlichen Raum sicher: 53 Prozent geben an, sich sehr oder eher sicher zu fühlen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass das Sicherheitsgefühl im Vergleich zu Befragungsergebnissen aus dem Frühjahr 2023 insgesamt und besonders bei als Juden im öffentlichen Raum erkennbaren Umfrageteilnehmern gesunken ist. Insbesondere Personen, die im öffentlichen Raum für Fremde als jüdisch erkennbar sind, fühlen sich weniger sicher.

Hohe Zufriedenheit mit dem Angebot der Gemeinde
Die Zufriedenheit mit den Serviceangeboten der jüdischen Gemeinden bleibt auf einem guten Niveau. Rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) sind sehr oder eher zufrieden.

Kulturelle Angebote werden von einem großen Teil der Community genutzt: 18 Prozent besuchen häufig Kulturveranstaltungen, weitere 39 Prozent tun dies immer wieder. Diese Angebote werden insgesamt sehr positiv bewertet, 70 Prozent vergeben die Noten 1 oder 2.
Auch Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden von den Nutzerinnen und Nutzern überwiegend positiv beurteilt, 39 Prozent vergeben hier die Noten 1 oder 2.
Informationen über Angebote der jüdischen Gemeinden beziehen die Befragten vor allem über Newsletter der IKG, persönliche Gespräche und Empfehlungen, private Chatgruppen (etwa über WhatsApp) sowie über die Website und den „Gemeinde Insider“.