Ein Zeichen der Menschlichkeit, der Solidarität, der Freiheit

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Die Zahl jener, die dem Aufruf zum Lichtermeer gefolgt waren, war überwältigend. Laut Medienberichten waren mehr als 20.000 Menschen anwesend, um gemeinsam ein Zeichen für die Menschlichkeit und Solidarität zu setzen.

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IKG/Schmidl

Besonders berührend waren die Worte, die Angehörige der Geiseln an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer richteten. Sie teilten ihre Gedanken, Ängste und Erinnerungen an jene Menschen, die unschuldig nach Gaza verschleppt oder getötet wurden.

Im Anschluss an die Reden wurde ein Lichtermeer entzündet, um Solidarität und Mitgefühl auszudrücken. Es wurde ein starkes Zeichen für Freiheit und Demokratie gesetzt. Treffend betonte IKG-Präsident Deutsch in seiner Rede: Alle, die hier sind, stehen auf der Seite der Menschlichkeit. 

In Gedenken an Nedzip, Vanessa, Gudrun und Qiang

Die britische Innenministerin, Suella Braverman sowie Innenminister Gerhard Karner wohnen auf Einladung der IKG einer Gedenkzeremonie am Desider-Friedmanplatz bei. In Gedenken an die Opfer des islamistischen Terroranschlages vom 2. November 2020 entzündete das Präsidium der IKG Wien gemeinsam Kerzen am Desider-Friedman-Platz. Im Anschluss war noch Zeit, um den Stadttempel zu besichtigen.

Angehörige von verschleppten Geiseln besuchen Wien

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IKG/Schmidl

Eine Delegation mit Angehörigen verschleppter Personen war aus Israel angereist, um dem Lichtermeer am Heldenplatz beizuwohnen und ihre persönlichen Geschichten mit den Menschen zu teilen. Am Nachmittag war die Gruppe in Begleitung der israelischen Botschaft zu Gast bei der israelitischen Kultusgemeinde in Wien.  

Antisemitismus hat keinen Platz in Österreich

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IKG/Schmidl

Als starkes Zeichen dafür, dass die Jüdische Gemeinde sich nicht einschüchtern lässt, wurden die Verwüstungen am jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofes, der in der Nacht auf den 2. November geschändet wurde, sofort nach Abschluss der Ermittlungen entfernt.

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IKG/Schmidl

Oberrabbiner Jaron Engelmayer war am Tag nach dem Anschlag auf den größten jüdischen Friedhof in Österreich selbst mit vor Ort und halft, die Beschmierungen zu übermalen. Bei dem Anschlag wurde ein Brand gelegt, der einen Teil des Gebäudes, sowie wertvolle Bücher und Schriften zerstörte, sowie die Mauer mit einem Hakenkreuz verunstaltet.  

CNN berichtet ebenfalls über die besorgniserregenden Vorfälle in Österreich und über die große Solidarität der Bevölkerung.