Ausverkaufte Wien-Premiere für „Shlomo Carlebach – Der singende Rabbi“ im Hamakom
Mit langanhaltendem Applaus feierte „Shlomo Carlebach – Der singende Rabbi“ am 23. Februar seine ausverkaufte Wien-Premiere im Theater Nestroyhof Hamakom. Nach der erfolgreichen und ebenfalls bis auf den letzten Platz besetzten Uraufführung im Zentrum für interkulturelle Begegnung (ZiB) in Baden fand der Musikabend nun seinen Weg in die Bundeshauptstadt – und überzeugte auch hier auf ganzer Linie. Beide Wiener Termine waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.
Die Uraufführung in Baden war bewusst gewählt: Shlomo Carlebach wuchs dort auf, sein Vater war von 1931 bis 1938 Rabbiner der Badener Synagoge, wo Carlebach 1937 seine Bar Mitzwah feierte, bevor die Familie 1938 emigrieren musste.
Roman Grinberg als Shlomo Carlebach und Giora Seeliger als Erzähler führten das Publikum durch das bewegte Leben Carlebachs – von Wien und Baden über New York bis San Francisco, von chassidischen Melodien bis zur Folkbewegung der 1960er-Jahre. Auch Begegnungen mit Nina Simone, Joan Baez und Bob Dylan standen für seine Offenheit und seinen interkulturellen Dialog. Die musikalische Begleitung lag in den Händen von Hannah Tamar, Roxane Lindlacher, Maria Salamon, Alexander Shevchenko und Wolfgang Dorer.
Dabei blieb der Abend nicht bei der Würdigung stehen. Auch die Brüche in seinem Erbe wurden thematisiert – inklusive der posthumen Vorwürfe und der Einordnung durch seine Tochter Neshama Carlebach. So entstand eine Hommage, die zugleich zur kritischen Auseinandersetzung einlud – und die Musik in einem reflektierten Licht erscheinen ließ.
Wir danken der NÖ Landesregierung Kunst und Kultur, der Kulturabteilung der Stadt Baden, Stadt Wien Kultur, Nationalfonds der Republik Österreich und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich.
Fotos: Krassimir Kolev
