Pessach sicher feiern

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Alle feiern den Sederabend im Kreis ihrer Liebsten und erinnern sich an den Auszug aus Ägypten. Die Haggada ist die Geschichte der Erlangung von Freiheit und Sicherheit. Unser Oberrabbiner Jaron Engelmayer hat ein paar Gedanken zu diesem Anlass für uns

Hier finden Sie den Psalm 114, gesungen von unserem Oberkantor Shmuel Barzilai!

Pessach ist ein Fest, das wir gemeinsam mit unseren Familien und Freunden feiern. Wir wünschen uns, dass Sie das kommende Pessach-Fest mit Ihren Liebsten auch sicher verbringen. Weiterhin sind wir mit über 10.000 Infektionen täglich konfrontiert und auch wenn die Impfung schützt, sehen wir, dass Risikogruppen weiterhin einer besonderen Gefahr durch das Virus ausgesetzt sind.  

Daher möchten wir Sie daran erinnern, dass Sie den Kreis der Liebsten noch einmal enger halten und sich vor allem vor dem Fest testen lassen, um ein sicheres Pessach miteinander zu feiern. 

Falls Sie einen Gast haben, die oder der sich noch nicht geimpft haben sollte, könnten Sie die Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, dass eine Impfung ein sichereres Zusammensein ermöglicht.  

Folgend finden Sie das Corona-Update von Univ. Prof. Dr. Arnold Pollak 

Wie lange hält der Schutz nach einer Infektion? Soll man sich trotzdem impfen lassen? 

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Corona Welt Pixabay

Zwei Dosen des Pfizer/Biontech-Impfstoffs sind mit einem hohen Kurzzeitschutz gegen eine SARS-CoV-2-Infektion verbunden. Dieser Schutz lässt aber nach sechs Monaten erheblich nach. Die durch die Impfung verstärkte infektionsbedingte Immunität bleibt länger als ein Jahr nach der Infektion hoch. 

Eine diesbezüglich sehr wichtige Studie wurde vor etwa drei Wochen in einem der renommiertesten Journalen NEJM veröffentlicht. Untersucht wurden rund 36.000 Personen. Zum Studienzeitpunkt war die Omikron-Variante noch nicht vorherrschend. 

Die 4. Impfung  

Pfizer und BioNTech haben in den USA die 4. Impfung (also die 2. Auffrischimpfung) ihres Corona-Impfstoffs für Erwachsene ab 65 Jahren basierend auf Daten aus Israel beantragt. 

Die Anfrage kommt inmitten einer Debatte unter Wissenschaftlern darüber, wann und wie oft der Schutz der Impfstoffe verstärkt werden sollte und für wen. Einige Experten des öffentlichen Gesundheitswesens lehnten Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung insgesamt ab und änderten ihre Meinung nur wegen der Omikron-Variante.  

Beamte des Gesundheitswesens in den USA argumentieren, dass ein vierter Stich bereits jetzt für alle älteren Personen sehr sinnvoll sein dürfte, aber dass die allgemeine Bevölkerung wahrscheinlich bis zum Herbst warten sollte. Es wird erwartet, dass die FDA nächsten Monat eine Sitzung ihres Expertenbeirats einberufen wird, um die Frage des 4. Stiches zu erörtern.  

Die Begründung: Jüngste Studien aus Israel haben ergeben, dass diejenigen, die eine vierte Dosis des Impfstoffs von Pfizer erhalten haben, sich weniger häufig mit dem Virus infizieren oder schwere Krankheiten entwickeln als diejenigen, die nur drei Dosen erhalten haben. Aber es ist noch zu früh, um zu sagen, wie lange dieser Schutz anhalten wird.  

Achtung Diabetiker

Nach älteren Menschen und Pflegeheimbewohnern scheint keine andere Gruppe stärker von Covid getroffen worden zu sein als Menschen mit Diabetes . Mehreren Studien zufolge machen sie erstaunliche 30 bis 40 Prozent aller Covid-Todesfälle in den USA aus.

Diabetespatienten, die mit Covid ins Krankenhaus eingeliefert werden, verbringen mehr Zeit auf der Intensivstation und überleben weniger wahrscheinlich. Eine Studie aus den USA ergab, dass 20 Prozent dieser Patienten innerhalb eines Monats nach der Aufnahme verstarben. Dabei ist die Einstellung des Blutzuckers entscheidend. Je besser die Diabeteseinstellung, umso besser die Prognose!

Wirksamkeit des Pfizer/BioNTech bei Kindern 

Die Ergebnisse bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren sowie zwischen fünf und elf Jahren sind ernüchternd. Die Impfung schützt wie auch bei Erwachsenen vor schweren Erkrankungen und Spitalsaufenthalten aber nicht ausreichend gegen Infektionen. 

Die etwas enttäuschenden Ergebnisse bei Kindern bis zum zwölften Lebensjahr dürften sehr wahrscheinlich ein Dosis-Problem gewesen sein. Ab dem zwölften Lebensjahr wurde nämlich die Erwachsenendosierung verwendet und da zeigten die Daten die gleiche Wirksamkeit wie bei Erwachsenen. 

Untersucht wurden insgesamt 852.384 geimpfte Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren und 365.502 Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren. Beachten muss man allerdings, dass diese Impfung primär gegen die früheren Corona-Varianten entwickelt wurde, nicht aber gegen die in der Studienzeit vorherrschende Omikron-Variante. 

Kinder werden zwar seltener schwerkrank als Erwachsene, können aber das Virus zurzeit trotz Impfung weitergeben, sodass der gewünschte Effekt des Schutzes der älteren Personen derzeit nicht gegeben ist. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Weglassen der Masken bei Kindern ein Fehler. 

Das Rennen um einen Covid-Impfstoff für Kinder  

Seit fast einem Jahr ist der Impfstoff von Moderna auf Erwachsene beschränkt, während Millionen Kinder und Jugendliche „Pfizer-Impfungen“ erhielten.  

Aber Moderna meint, diese Woche Daten über die Wirksamkeit ihres Impfstoffes bei Kindern vorlegen zu können, die einen dauerhaften Schutz ohne besorgniserregende Nebenwirkungen wie hohes Fieber etc. dokumentieren.  

Anders als bei Pfizer schlägt Moderna eine wesentlich höhere Dosierung in drei pädiatrischen Altersgruppen vor: 100 Mikrogramm – die volle Erwachsenendosis – für die 12- bis 17-Jährigen; 50 Mikrogramm bei Kindern von 6 bis 11 Jahren; und 25 Mikrogramm bei den unter 6-Jährigen. Es wird davon ausgegangen, dass die Regulierungsbehörden die Daten des Unternehmens für alle drei Altersgruppen gleichzeitig überprüfen werden.  

Man darf gespannt sein. 

Laut CDC sind in den USA seit Beginn der Pandemie 336 Kinder unter 5 Jahren an Covid gestorben.