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ORF-Programmschwerpunkt zum Holocaust-Gedenktag

22. Januar - 31. Januar

U. a. mit „dokFilm“-, „Universum History“- und 3sat-Premieren & ORF-III-Themenabend

Im Zeichen des Holocaust-Gedenktags stehen in ORF 2 Steven Spielbergs Oscar-gekröntes Meisterwerk  „Schindlers Liste“ (22. Jänner, 22.35 Uhr) und die beiden „kreuz und quer“-Dokus „Ihr Kampf – Irene Harand gegen Hitler“ bzw. „Vergiss nicht deinen Namen“ (26. Jänner, ab 22.35 Uhr), in der der in Wien geborene Robert Perels seine dramatische Geschichte schildert: Als fünfjähriger Bub wird er mit seiner Mutter in einem Eisenbahntransport Richtung KZ Auschwitz gebracht. Bei einem kurzen Halt entschließt sich die Mutter spontan, ihren Sohn im letzten Augenblick aus dem Zug zu werfen – und rettet ihm damit das Leben. Sie selbst wird in der Gaskammer von Auschwitz ermordet.
"kreuz und quer: Ihr Kampf – Irene Harand gegen Hitler": Portrait von Irene Harand

ORF/Provinzfilm

„kreuz und quer: Ihr Kampf – Irene Harand gegen Hitler“: Portrait von Irene Harand

Die „dokFilm“-Premiere von Maya Sarfatys vom ORF-kofinanzierten Dokumentarfilm „Liebe war es nie“ (24. Jänner, 23.05 Uhr) handelt von der unglaublichen und tragischen Liebesgeschichte zwischen der jungen Jüdin Helena Citron, Häftling in Auschwitz, und dem österreichischen SS-Offizier Franz Wunsch. Es war eine verbotene Beziehung, die das Leben beider täglich in Gefahr brachte. Rund 30 Jahre nachdem sich der Lebensweg der beiden am Tor in Auschwitz trennte, sehen sie sich im Wiener Gerichtssaal wieder – Helena als Zeugin, Franz als Angeklagter.
"dokFilm: Liebe war es nie": Franz Wunsch und Helena Citron

ORF/Langbein & Partner

„dokFilm: Liebe war es nie“: Franz Wunsch und Helena Citron

Ein neues „Universum History“ dokumentiert Entstehung und Ende des außergewöhnlichen Projekts „Gaudiopolis“ (29. Jänner, 22.35 Uhr): Gegründet vom lutherischen Pastor Gábor Sztehlo wurde die selbst verwaltete Kinder- und Jugendrepublik in Budapest von 1945 bis 1950 für viele Kriegswaisen zu einem Hort für Hoffnung, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Sztehlo hatte schon während des Krieges 32 Kinderheime gegründet und Tausenden jüdischen Kindern das Leben gerettet. Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten von der Kraft, die sie ihr Leben lang aus Gaudiopolis geschöpft hatten.
"Universum History: Gaudiopolis - Republik der Kinder": Éva Bán wird von ihrer Mutter in eines von Gábor Sztehlos Kinderheimen gebracht.

ORF/Pitch TV/Gennadiy Glavitskiy

„Universum History: Gaudiopolis – Republik der Kinder“: Éva Bán wird von ihrer Mutter in eines von Gábor Sztehlos Kinderheimen gebracht.

In „Reise ohne Rückkehr“ (31. Jänner, 9.05 Uhr, ORF 2) macht sich ORF-Redakteur Klaus Ther auf Spurensuche: Das Schicksal seiner Urgroßmutter war in der Familie lange ein Tabu. Sie war eine von rund 30.000 Menschen, die in der NS-Zeit in Schloss Hartheim bei Linz ermordet wurde – Maria Kowatsch. Menschen wie sie, die körperlich, geistig und seelisch beeinträchtigt waren, galten für die Nazis als unwertes Leben. Sie wurden nach Hartheim deportiert und in der Gaskammer erstickt.

Das Programm zum Holocaust-Gedenktag in ORF III

ORF III Kultur und Information widmet dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust einen Programmabend und zeigt am Samstag, dem 30. Jänner, einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Schwerpunkt. Den Auftakt macht die TV-Premiere von „Flucht vor Hitler – Die Wiener in China“ (20.15 Uhr). Filmemacherin Uli Jürgens zeichnet mit rarem Archivmaterial und den Erinnerungstücken Überlebender das Schicksal jener rund 4.000 vertriebenen Wienerinnen und Wiener nach, die vor den Nazis aus ihrer Heimat flüchten mussten und in der chinesischen Metropole Shanghai einen Zufluchtsort fanden. Doch der Krieg erreichte auch Shanghai und drängte die jüdischen Emigrantinnen und Emigranten in einer Art Ghetto zusammen. Es folgen die Dokumentationen „Anne Franks Wiener Stiefschwester“ (21.05 Uhr), „Die Wahrheit über den Holocaust“ (22.00 Uhr) und „Die Befreiung Buchenwalds“ (22.50 Uhr).
"Flucht vor Hitler - Die Wiener in China": Kinder mit Essstäbchen

ORF/ORF III/Trilight Entertainment/Sammlung Basch

„Flucht vor Hitler – Die Wiener in China“: Kinder mit Essstäbchen

Programmschwerpunkt in 3sat

3sat zeigt mit „Shattered – Reise in eine stille Vergangenheit“ (26. Jänner, 23.00 Uhr) die Erstausstrahlung von Walter Wehmeyers Dokumentarfilm über zwei von Hunderttausenden aus Deutschland und Österreich geflohenen Jüdinnen und Juden, die ihre Heimat und viele Angehörige für immer verloren haben: Britta und Marianne wuchsen wie Wehmeyer in Aachen auf – 1937 mussten sie mit ihren Eltern vor den Nazis fliehen und wanderten nach Amerika aus. Ihr Vater Curt hatte in Aachen kurz vor der Flucht Wehmeyers Großvater sein Bekleidungsgeschäft „Appelrath-Cüpper“ übertragen. Hat die geflohene Familie jemals eine Entschädigung erhalten? Konnten die beiden Geschäftsleute die alles kontrollierenden Nazi-Behörden, die „Arisierung“ und „Reichsfluchtsteuer“ umgehen? Heute sind Britta und Marianne 90 bzw. 92 Jahre alt. Gemeinsam recherchierten sie in Briefen, Fotoalben und Archiven, besuchten das bis heute bestehende Geschäft und begaben sich auf die Spur der jüdischen Miteigentümer, denen die Flucht vor den Nationalsozialisten nicht mehr gelungen war.
"Shattered - Reise in eine stille Vergangenheit": Geschwister Marianne und Britta Lion mit katholischem Kindermädchen Therese Kautz, in Aachen, 30er Jahre

ORF/Walter Wehmeyer Filmproduktion/Britta Lion Privatarchiv

„Shattered – Reise in eine stille Vergangenheit“: Geschwister Marianne und Britta Lion mit katholischem Kindermädchen Therese Kautz, in Aachen, 30er Jahre

Details

Beginn:
22. Januar
Ende:
31. Januar
Veranstaltungskategorien:
, ,

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22. Januar
Ende:
31. Januar
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