Bürgermeister Michael Ludwig lud am Dienstag, dem 6. Oktober, zu einer Sitzung des 2023 gegründeten Wiener Religionsrates ins Rathaus. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften war die IKG mit Präsident Oskar Deutsch und Oberrabbiner Jaron Engelmayer anwesend. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Frage, wie das friedliche Zusammenleben in Wien angesichts internationaler Konflikte und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung gestärkt werden kann.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die religiöse Vielfalt in den Wiener Pensionisten- und Pflegewohnhäusern. Dabei wurde erörtert, wie Bewohnerinnen und Bewohner ihre religiösen Traditionen und Bedürfnisse auch im höheren Lebensalter leben können. Dazu zählen unter anderem religiöse Feste und Rituale, seelsorgerische Begleitung sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Speisevorschriften.
Oberrabbiner Jaron Engelmayer unterstrich die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders der Religionsgemeinschaften: „Dort, wo Menschen verschiedener Glaubensbekenntnisse zusammenfinden, entsteht Verständnis füreinander. Wir sind dankbar, dass die Stadt Wien sich nun seit fast drei Jahren im Rahmen des Religionsrates damit auseinandersetzt.“
Die Bedeutung des Wiener Religionsrates für den interreligiösen Dialog betonte auch Bürgermeister Michael Ludwig. "Wien ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen seit vielen Jahren zusammenleben. Dieses Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss jeden Tag gepflegt werden. Die Religionsgemeinschaften sind dabei wichtige Partner der Stadt."
Bildquelle: Stadt Wien / Christian Jobst