Musik-Festival „Fremde Erde“ - Gelungener Auftakt mit Festrede von Michel Friedman
Am 12. April wurde das Festival „Fremde Erde“ im Volkstheater feierlich eröffnet. Das Festival widmet sich bis 29. April der Musik von Künstlerinnen und Künstlern, die während der NS-Zeit verfolgt und verdrängt wurden, und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Erinnerung und kulturelle Wiederentdeckung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese einzigartige Musik heute wieder eine Bühne erhält.
Ein Höhepunkt des Eröffnungsabends war die eindringliche Rede des deutsch-französischen Autors und Publizisten Michel Friedman mit dem Titel „Demokratie braucht Widerspruch“. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten Günter Haumer, Francisco Haumer, David Hausknecht und Benjamin Herzl mit Werken von Hans Winterberg, Vítězslava Kaprálová, und Mieczysław Weinberg. Durch das Programm führte Gerald Buchas, der das Festival gemeinsam mit Julitta Dominika Walder bereits zum dritten Mal ins Leben gerufen hat.
Noch bis zum 29. April erwartet das Publikum ein vielfältiges Programm mit Werken unter anderem von Vally Weigl, Joseph Horovitz, Hanns Eisler, Władysław Szpilman u.v.m. Am Schwerpunkt-Abend „Komponistinnen“ am 23. April 2026 werden Werke von Ruth Poritzky, Felicitas Kukuck und Maria Hofer mit Texten der tschechischen Schriftstellerin Ilse Weber verwoben.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz mit dem Kabarettabend „Geh’n ma halt a bisserl unter…“ in der Roten Bar des Volkstheaters am 24. April 2026. Mit Bela Koreny am Klavier werden Werke von Friedrich Hollaender, Kurt Tucholsky, Jura Soyfer, Kurt Weill, Peter Hammerschlag, Hermann Leopoldi und Fritz Grünbaum präsentiert.
Infos und Tickets: www.vivalaclassica.com
In Kooperation mit Viva la Classica!, Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI), Neubau erinnert, Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG.Kultur), PEN Austria und Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Fotos: Moritz Schell / Festival FREMDE ERDE
