Friedhöfe Wien

ZENTRALFRIEDHOF I. TOR

Grabmal am alten jüdischen Friedhof1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße

Im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jahrhundert wurde im Jahre 1877 der jüdischen Gemeinde 260.000 m² als Begräbnisstätte überlassen. Bis 1916 wurden hier rd. 80.000 Verstorbene beerdigt. Von den 60.000 Gräbern wurden 1945 fast 3.000 durch fehlgeleitete Fliegerbomben zerstört.
Der Friedhof wird von Mitarbeitern der IKG – soweit es die beschränkten finanziellen Mittel ermöglichen – betreut.
Die Sanierung der 39 Ehrengräber seitens der Gemeinde Wien mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes 2011 abgeschlossen. Darunter befindet sich jene von Adolf Fischhof, Alfred Gerngross, Karl Goldmark, Moritz Königwarter, Ignaz Kuranda, Kantor Solomon Sulzer und Otto Zuckerkandl.

Tel: +43-1/ 767 62 52

Orientierungsplan Israelitischer Friedhof, 1950

ZENTRALFRIEDHOF IV. TOR

1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 244

Dieser 250.000 m² große Friedhof wird ab 1916 belegt, nachdem die jüdische Abteilung am 1. Tor zu klein geworden war. Bis heute fanden hier 60.000 Gemeindemitglieder ihre letzte Ruhestätte, weiters die im Zuge der Umbettung vom Döblinger Friedhof in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts Enterdigten, sowie in den Jahren 1938-1945 die sg. „nichtarischen“ Christen.
Der Friedhof wird von Mitarbeitern der IKG betreut und ist Sitz der Friedhofsverwaltung.
Von der MA 7 wurden 21 Ehrengräber 2008/09 saniert.

Tel: +43-1/ 767 62 52
Fax: +43-1/ 768 15 22
e-mail: friedhof-tor-IV@ikg-wien.at

1. April – 30. September:
So, Mo, Mi: 7 – 17 Uhr (Einlass bis 16:30)
Do: 7 – 19 Uhr (Einlass bis 18:30)
Fr und Erew Jom Tov: 7 – 15 Uhr (Einlass bis 14:30)

1. Oktober – 31. März:
So – Do: 8 – 16 Uhr (Einlass bis 15:30)
Fr : 8- 14 Uhr (Einlass bis 13:30)
An Schabbatot und jüdischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen.

Orientierungsplan Neuer Israelitischer Friedhof

FRIEDHOF IN DER “ROSSAU”

Grabstein Friedhof Seegasse 1090 Wien, Seegasse 9/Eingang Pensionistenheim

Dieser Friedhof reicht auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück und ist damit der älteste erhaltene jüdische Friedhof Wiens, ja der älteste Friedhofs Wiens überhaupt. Er stand bis 1783 in Verwendung. Erwähnung verdient der Umstand, daß die Grabsteine immer wieder von der Hochwasser führenden Donau weggeschwemmt wurden und nach Zurückweichen der Flut nur annähernd auf ihren ursprünglichen Platz wieder aufgestellt werden konnten. Erst die Donauregulierung schuf Abhilfe. Um die nach Schändung des Areals noch verbliebenen Grabsteine vor der Zerstörung zu bewahren, wurden diese im Jahre 1943 auf den Zentralfriedhof, 4. Tor, gebracht und dort vergraben. Erst 1984 wurden sie zurückgebracht und aufgestellt.
Der Friedhof wird heute vom Pensionistenheim des Kuratoriums umschlossen und vom Stadtgartenamt gepflegt.
Der ersten Sanierungsschritt mit etwa 20 Grabsteinen wurde Ende 2011 mit Hilfe der Gemeinde Wien und des Bundesdenkmalamtes abgeschlossen. Sie wurden nach einer genauen Vermessung des Geländes Dank israelischer rabbinischer Fachleute wurden sie an ihren historischen Orten wieder aufgestellt.
In weiteren Sanierungsabschnitten wurden über 100 Grabsteine restauriert und an ihren ursprünglichen Plätzen neu aufgestellt.
Im Zuge der Arbeiten wurden bei Fundamentgrabungen neue Steine entdeckt, die beim Abtransport 1943 am Friedhof verblieben sind und dort gesichert wurden.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr
Momentan ist der Friedhof wegen laufender Bau- bzw. Restauriertätigkeiten gesperrt,
Besichtigung vom Terrassenbereich des Seniorenheimes möglich.

WÄHRINGER FRIEDHOF

Friedhöf Währing
1180 Wien, Semperstraße 64A/ Schrottenberggasse

1784 von der stark gewachsenen jüdischen Gemeinde angekauft und ständig erweitert, diente der Friedhof bis 1879 als zentrale Begräbnisstätte der Gemeinde. Insgesamt konnten auf den 21.209 m² großen Friedhof 8.593 Gräber nachgewiesen werden, die Zahl der Bestatteten ist um ein Vielfaches höher.
Zur Zeit sind Bemühungen im Gange, das Friedhofswärterhaus und den Friedhof einer Renovierung zuzuführen. Der Friedhof ist derzeit ohne regelmässige Pflege und eine Restaurierung historisch wertvoller Grabsteine ausständig. Auf Initiative von Nationalratspräsidentin Mag. Prammer wurde die Erstellung einer Vorstudie zur Erhebung der Sanierungskosten beschlossen.

Derzeit aus Sicherheitsgründen leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

FRIEDHOF FLORIDSDORF

1210 Wien, Ruthnergasse 28

Der ursprünglich von der IKG Floridsdorf errichtete 5.566 m² große Friedhof fiel nach der Eingemeindung des Vororts durch Wien an die Wiener Kultusgemeinde. Von 1873 bis heute fanden 1.391 Beerdigungen statt. Gepflegt wird der Friedhof mit Unterstützung der Bezirksvorstehung, der Chewra Kadischa und der Kultusgemeinde von privater Seite.

Für BesucherInnen:
Anmeldung in der IKG
Tel. +43/1/ 53 104