Friedhöfe Niederösterreich

BADEN

Ältester Teil des Friedhofs in BadenAuf mit rund 14.000 m² großen und damit größten jüdischen Friedhof Niederösterreichs wurden von 1873 bis heute rd. 2.200 Personen, vor allem Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Baden, aber auch Gäste aus allen Teilen der Donaumonarchie, die während eines Kuraufenthaltes in Baden verstarben, bestattet.
Gepflegt wird der Friedhof von der Chewra Kadischa Baden in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Baden bei Wien.
Mehr Informationen zu Baden: www.juedischegemeinde.at
Baden, Halsriegelstrasse 2
A 2 bis Abfahrt Baden – B 210 Richtung Helenental bis zur Abzweigung Friedhof. Über den Parkplatz bei der katholischen Einsegnungshalle in die Halsriegelstrasse links einbiegen.
Schlüssel sind im Sekretariat der Jüdischen Gemeinde Baden, +43 2252/252530-0, erhältlich.
Bürozeiten: Mo-Fr. jeweils von 09.00 bis 13.00 Uhr (office@juedischegemeinde.at)

BAD PIRAWARTH

Die 85 m² große israelitische Abteilung des Ortsfriedhofs (ummauerter Teil rechts vom Haupteingang) wurde spätestens 1879 angelegt. 1938 fand die letzte Beerdigung statt. Die Verstorbenen waren Angehörige der in Bad Pirawath ansässigen jüdischen Familien.
Gepflegt wird der Friedhof von der Gemeinde Bad Pirawath.
B 7 (Brünnerstraße) bis Abzweigung in Kollnbrunn nach Pirawarth – auf dem Berg zum Parkplatz der Ortskirche zum Friedhofseingang
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

BRUCK / LEITHA

2003 wurden im Stadtarchiv lange Jahre ignorierte Totenscheine von 155 ungarischen jüdischen Zwangsarbeitern wiederentdeckt die durch unmenschliche Arbeitsbedingungen und Misshandlungen umgekommen waren. Am 29.3.2009 wurde eine neugestaltete Grab- und Gedenkstätte von der Stadtgemeinde mit einem Namensliste enthüllt.

DEUTSCH WAGRAM

Der 1.838 m2 große Friedhof wurde von den Nationalsozialisten enteignet und der Deutschen Reichsbahn als Betriebsgelände überlassen. Es sind keine Grabsteine erhalten. Nur ein Gedenkstein auf einem kleinen Hügel beim Eingang (Gittertor) erinnert an die hier bestatteten Toten.
Das Gelände ist trotz Urgenzen bei der Gemeinde Deutsch-Wagram seit Jahren ungepflegt.
A 23 bis Ende – B 8 bis Deutsch-Wagram, abzweigen (Ampel) nach Bockfließ, über Bahnüberquerung, dann links 2. Straße (Viktor-Kaplan Str.) bis Ende, dann links in die Fabrikstraße.
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

DÜRNKRUT

Der 1.661 m² große Friedhof, wurde 1904 von der Chewra Dadischa Dürnkrut angekauft und grenzt an den Ortsfriedhof an. Zugang über den Weg zum Waldbad (Eingangstüre an der nördlichen Mauerseite).
Der Friedhof sollte von der Gemeinde Dürnkrut gepflegt werden (angebliche mündliche Pflegevereinbarung). Der Friedhof macht aber trotz Urgenzen einen verwahrlosten Eindruck.
Das Mähen des Grases wurde in der Vergangenheit durch Eigeninitiative eines Dorfbewohners veranlasst und finanziert.
A 23 bis Ende – B 8 bis Angern – B 49 bis Ortsanfang Dürnkrut, links abbiegen zum Ortsfriedhof und Waldbad.

GÄNSERNDORF

Der 1.485 m² große Friedhof, der 120 Gräbern umfaßt, wurde 1884 angelegt . Die letzte Beerdigung fand im Juni 1938 statt. die hier beigesetzen Toten lebten im Kultusbezirk der Israelitischen Kultusgemeinde Gänserndorf.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Gänserndorf und dem Verein „Helikon“. Der Zustand ist vorbildlich.
Führung mit Besichtigung: Mai bis Oktober, an jedem ersten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr.
A 23 bis Ende – B 8 über Straßhof/ Silberwald bis km 29, Ortsrand von Gänserndorf, rechts an der Bundesstraße (Hinweistafel)
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

GÖTTSBACH

Der 2.791 m² große Friedhof wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Auf ihm wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Ybbs, sowie Verstorbene aus dem südlichen und westlichen Waldviertel beerdigt. Die 1945 aufgefundenen Grabsteine wurden mangels genauer Kenntnis ihres früheren Aufstellungsortes in einer Doppelreihe im Zentrum des Friedhofes wieder aufgestellt.
Der Friedhof wird von einem Friedhofswärter, der am Gelände wohnt, gepflegt.
A 1 bis Abfahrt Ybbs, in Ybbs abzweigen nach Göttsbach

GROSS-ENZERSDORF

Der 1.180 m² große Friedhof wurde 1889 angelegt. Die letzte Beisetzung fand 1938 statt. Das von Vandalen bis zuletzt heimgesuchte Gräberfeld weist 86 Grabstellen auf.
Der Friedhof macht einen ungepflegten Eindruck.
A 23 bis Abfahrt Stadlau- Aspern-Eßling – Groß Enzersdorf, Donau-Oderkanal abzweigen nach Neuoberhausen, 500 m links.
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HOHENAU

Bis zur Errichtung des Friedhofs 1879 wurden die Toten der kleinen jüdischen Gemeinde in ihrer Heimatgemeinde bestattet bzw. überführt nach St. Johann an der March (Slowakei). Auf dem 1.811 m² großen ummauerten Areal befinden sich ca. 110 Grabsteine. Die letzte Beerdigung fand im Dezember 1937 statt. Gepflegt wird der Friedhof von der Marktgemeinde Hohenau.
A 23 bis Ende- B 8 bis Angern – B 49 bis Hohenau, ab Rathausplatz (Hinweistafel) über Bahnübergang, dann links (Wachtelgasse, Sackgasse)
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HOLLABRUNN

Der Friedhof liegt weit außerhalb der Stadt. Das letzte Begräbnis fand 1978 statt.
Mit der Stadtgemeinde besteht eine Pflegevereinbarung, der allgemeine Zustand des Friedhofes ist gut.
A 22 bis Stockerau – B 303 bis Hollabrunn
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HORN

Die jüdische Gemeinde von Horn errichtete den 1.219 m² großen Friedhof im Jahre 1873. In 107 Gräbern wurden bis 1938 177 Verstorbene beerdigt.
Es besteht Sanierungsbedarf, der Zustand hat sich zuletzt verschlechtert.
A 2 bis Stockerau – B 4 bis Horn.

KLOSTERNEUBURG

Der Friedhof wurde 1873 von der Klosterneuburger Chewra Kadischa angelegt. Er wurde zuletzt von der Wiener Chewra Kadischa der IKG übertragen. Auf dem 3.294 m² großen Areal, befinden sich 652 Grabstellen.
Der Verein „Komitee zur Erhaltung des jüdischen Friedhofs Klosterneuburg“ bemüht sich um Pflege und Sanierung.
B 14 Richtung Kritzendorf bis Holzgasse
Kontakt:
Frau Stadtrat Martina Enzmann
Tel. 0664/3400 017
Frau Mag. Barbara Eckstein, Rathaus
Tel. 02243/444 307

KORNEUBURG

Seit 1915 besteht eine israelitische Abteilung auf dem Stadtfriedhof, gärtnerisch abgegrenzt, rechts vom Haupteingang (in der Ecke) an der Stockerauer Straße. Auf dem Friedhof, der von der örtlichen Friedhofsverwaltung gepflegt wird, befinden sich 9 Grabsteine sowie 12 von der Chewra Kadischa gestiftete Grabtafeln.
Der Pflegezustand ist ausgezeichnet. Am neuen Teil des Friedhofs konnten vom Verein bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden.
A 22 bis Korneuburg Ost, links abbiegen, durch Korneuburg in Richtung Stockereau, links an der Stockerauer Straße
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

KREMS

Auf dem 1860 errichteten, 20.980 m² großen Friedhof befinden sich 500 Gräber, darunter die Gräber jener Verstorbenen, die ursprünglich in einem, noch vor dem Jahr 1938 aufgelassenen Friedhof beerdigt waren. 1995 wurde auf Initiative des „Vereins zur Erhaltung des jüdischen Friedhofs in Krems“ ein Mahnmal für jene Kremser Juden errichtet, die der Schoah zum Opfer gefallen waren.
Gepflegt wird der Friedhof von Strafgefangenen der Justizvollzugsanstalt Stein mit Unterstützung der Kultusgemeinde Wien. Eine Initiative von Dr.Robert Streibel bemüht sich um eine Sanierung des Friedhofes (siehe auch www.streibel.at und www.judeninkrems.at)
A 1 bis S 33 bis Abfahrt Krems, oder A 22-B 3 bis Krems. Friedhof befindet sich im Kleeblatt der Abfahrt

MARCHEGG

Seit spätestens 1887 bestand eine israelitische Abteilung auf dem Stadtfriedhof. 1938 wurde das 203 m² große Beerdingungsfeld planiert, die Steine gestohlen, der letzte Grabstein 1958 entfernt. Seit 2004 erinnert an dieser Stelle ein Gedenkstein (außerhalb der Mauer beim unteren Ausgang).
A 23 bis Ende – B8 über Gänserdorf, Weikendorf nach Marchegg, von der Hauptstraße links abbiegen (Tafel Friedhof) in die Rohrwassergasse bis Ende.
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

MICHELNDORF

Der nur 344 m² große Friedhof wurde 1888 angelegt und liegt, schwer auffindbar, abseits der Bundesstraße mitten im Wald. Erhalten sind nur mehr 5 Grabsteine aus Sandstein. Die übrigen Grabmäler wurden von einem Steinmetz aus Tulln 1938 gestohlen und zweckentfremdet weiterverwendet. Dieser hatte auch das kleine Totenhaus durch Brandlegung zerstört.
Das Gelände des Waldfriedhofes wurde nach vielen Jahren der Vernachlässigung durch die Ortsgemeinde erstmals 2009 gesäubert. Eine Bürgerinitiative bemüht sich um eine Verbesserung. Für 2009/10 ist die Komplettrestaurierung der verbliebenen Grabsteine vorgesehen.
B 1 bis 2 km nach Mitterndorf (1km vor Michelndorf), links abbiegen zum Bauernhof Burchhart, Waldkloster, etwa 200m zu Fuß durch den Wald.
Kontakt:
Mag. Ingrid Oberndorfer
0660/5577804

MISTELBACH

Auf dem 1898 angelegten Friedhof befinden sich 112 Gräber. Die erste Beerdigung fand 1900, die letzte im Jahre 1938 statt.
Gepflegt wird der Friedhof durch die Stadtgemeinde Mistelbach.
B 7 (Brünnerstraße) bis Abzweigung Schrick- L 46 bis und durch Mistelbach (Oberhofer Straße), rechts über die Brücke und links in die Waldstraße 104.
Kontakt:
Christa Jakob
02572-4554 oder 0676-7414985,
Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

MÖDLING

Das erste Begräbnis auf dem 3.203 m² großen Friedhof fand 1876 statt. 373 Juden aus Mödling und den umliegenden Gemeinden wurden bis 1938 hier bestattet.
Leider war die Gemeinde Mödling bis dato nicht bereit eine Pflegevereinbarung zu unterzeichnen, welche eine Voraussetzung für einen Sanierungsbeginn darstellt.

A 2 bis Wiener Neudorf – B 17 bis Abzweigung rechts nach Mödling.

NEULENGBACH

Der 683 m² große Friedhof wurde 1871 vom örtlichen Minjan-Verein angelegt. Er weist heute 71 Gräber auf. 15 Grabsteine wurden während des Kriegs von der Stadtgemeinde beschlagnahmt und verkauft.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Neulengbach. Sein Zustand ist unbefriedigend.
A 1 bis Altlengbach, L 19 bis Neulengbach, Almersbergstraße.

NEUNKIRCHEN

Bis zur Errichtung dieses Friedhofs Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Toten der Gemeinde im damaligen Westungarn, also in Kobersdorf oder Lackenbach, bestattet. Der Friedhof ist 2.830 m² groß und mit 150 Gräbern belegt.
A 2 bis bis Wiener Neustadt Süd – B 17 bis Neunkirchen.

OBERSTOCKSTALL

Dieser Friedhof besteht seit 1887 und diente der jüdischen Gemeinde von Kirchberg am Wagram und den umliegenden Dörfern als Begräbnisstätte. Er ist mit 43 Gräbern belegt.
Gepflegt wird er von der Gemeinde Kirchberg. Sein Zustand ist unbefriedigend.
A 22 bis Stockerau – B 3 bis Kirchberg/Wagram, Landes-straße bis Oberstockstall, 1.5 km in Richtung Ruppersthal oder B 1 bis Ried/Riederberg – Tulln-B 3 w.o.

ST. PÖLTEN

Der Friedhof in der heutigen Landeshauptstadt wurde 1895 von der St. Pöltener Chewra Kadischa angelegt. Er grenzt an den städtischen Friedhof, ist 6.205 m² groß und mit 181 Gräbern belegt.
1996 wurde er mit finanzieller Unterstützung des Landes generalsaniert und wird seither von der Stadt St. Pölten gepflegt.
A 1 bis St. Pölten Süd, durch die Stadt Richtung Krems, nach Bahnunterführung 1. Ampel links (Parkplatz Kommunal-friedhof). Zu Fuß zum Friedhof oder – mit Friedhofsschlüssel – in die Karlstettenerstraße abbiegen bis zum Friedhofstor.

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ST. PÖLTEN ALT

Es sind keine Grabsteine mehr erhalten. In Mitten einer Grünfläche befindet sich ein Gedenkstein. Es sind Bemühungen im Gang auf einem Gedenkstein eine Namensliste der Begrabenen zu veröffentlichen.
Das Gelände wird von der Stadtgemeinde gepflegt.
Kontakt:
Dr. Christoph Lind
Institut für Erinnerungskultur und historische Intervention
+43 (0) 676 729 12 72
mail: c.lind@utanet.at

STOCKERAU

Das 1.823 m² große, mit 136 Gräbern belegte Areal wurde 1874 vom örtlichen Minjan-Verein zum Zweck der Errichtung eines Friedhofs angekauft.
Der Friedhof wird heute von der Stadt Stockerau gepflegt. Stockerau war (neben in der Folge Deutschkreuz) die erste und in NÖ einzige Gemeinde, die spontan nach Gesetzesbeschluss hinsichtlich der Friedhofssanierung die erforderliche Pflegevereinbarung unterschrieb (Bürgermeister Laab: “Wir waren uns ohne zu zögern der gesellschaftlichen Verantwortung bewußt“), ohne eine diesbezügliche Empfehlung des Städte-/Gemeindebundes abzuwarten, die erst 2012 erfolgen dürfte. Der Friedhof Stockerau konnte daher als Erster in NÖ saniert werden.
A 22 bis Stockerau West.
Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

TULLN

Auf dem kleinen Friedhof befinden sich nur mehr wenige Grabsteine. Um den Friedhofscharakter zu wahren, wurden symbolische Grabsteine aufgestellt. Ein Mahnmal kündet vom Schicksal der jüdischen Bewohner der Stadt und des Friedhofs.
B 1 bis Ried/Riederberg- L 213, 34 km oder A 22 bis Stockerau – B 4 – B 19, Frauentorstraße-Paracelsusstraße.

WAIDHOFEN/THAYA

Der 1.203 m² große Friedhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Er weist 171 Gräber auf.
Die Pflege liegt in den Händen der Stadtgemeinde Waidhofen.
A 22 bis Stockerau – B 4 bis Horn – B 303 – B 5 bis Waidhofen

WIENER NEUSTADT

Das erste Begräbnis fand im Jahre 1889 statt, das letzte 1938. Insgesamt befinden sich 250 Gräber auf dem Friedhof, der von der Stadt Wiener Neustadt gepflegt wird. Fünf mittelalterliche restaurierte Grabsteine wurden im Sommer 2009 aufgestellt.
Eine umfangreiche Sanierung wurde von der Initiative „Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt“ 2009 in Angriff genommen.
A 2 bis Abfahrt Wöllersdorf – B 21 bis Friedhof
Kontakt: werner_sulzgruber@hotmail.com
www.juedische-gemeinde-wn.at

ZWETTL

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof am Hang des Galgenberges als Teil des späteren Syrnauer Friedhofes angelegt. Erhalten geblieben sind bloß 14 Grabsteine.
Der Friedhof wird von der Stadtgemeinde Zwettl gepflegt.
A 22 bis Stockerau – B 4 bis Horn – B 38 bis Zwettl, 125 km, oder A 1 bis St. Pölten -S 33 bis Krems – B 37 über Gföhl bis Zwettl, Zufahrt über Schillerstraße nach Syrnau