Gedenkstätte Mauthausen

Jüdisches Mahnmal in Mauthausen (c) IKG / Harry WeberDie Gedenkstätte umfasst einen großen Teil des Areals, auf dem im Sommer 1938 – wenige Monate nach dem “Anschluss” Österreichs an Nazi-Deutschland – mit der Errichtung des Konzentrationslagers Mauthausen begonnen wurde. So befinden sich auf dem Gelände zahlreiche noch vorhandene Originalgebäude, vor allem aber auch der für die Auswahl des Ortes ausschlaggebende und wegen seiner Funktion als Instrument der Ausbeutung und Vernichtung das KZ Mauthausen definierende Steinbruch. Zugleich beherbergt die Gedenkstätte mehrere Friedhöfe und die “Aschenhalde”, letzte Ruhestätte der Opfer aus beinahe allen Staaten Europas und Kern des “Gedächtnisortes” Mauthausen. Schließlich ist die Gedenkstätte vor allem mittels der großen Dauerausstellung über das Konzentrationslager Mauthausen und seine Nebenlager auch einer der wichtigsten zeitgeschichtlichen “Lernorte” des Landes.
Das Ausstellungsprojekt für das neue Besucherzentrum in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ist zur Zeit in seiner konzeptionellen Entstehung. Es ist eng mit dem Lagerbesuch und den persönlichen Schicksalen der KZ-Häftlinge verschränkt; ein Audio-Guide-System unterstützt die BesucherInnen dabei, die oftmals spärlichen Überreste in ihrer Bedeutung zu erkennen.