Events der IKG Wien

Gegen die Akzeptanz des iranischen Atomprogramms!
Mittwoch, 1. Juli 2015, Kundgebung 12:00 Uhr, Infotisch 9-15 Uhr
Theodor-Herzl-Platz (Gartenbaupromenade/Parkring), 1010 Wien

Wer mit den Teheraner Machthabern ein Abkommen schließt, das die Infrastruktur des iranischen Atom- und Raketenprogramms intakt lässt, würde die Gefahren dauerhaft institutionalisieren, die von diesem Programm ausgehen.
Wer mit den Ajatollahs verhandelt, aber ignoriert, dass der Oberste Führer Ali Khamenei den Holocaust infrage stellt, geht der Charmeoffensive von Hassan Rohani und Mohammad Zarif bereits auf den Leim.
Wer die permanent wiederholten Vernichtungsdrohungen gegen Israel ausblendet, stellt die Existenz des jüdischen Staates zur Disposition.
Wer eine Appeasement-Politik gegenüber dem iranischen Regime betreibt, ermöglicht seine regionale Expansion im Nahen Osten.
Wer mit dem iranischen Regime Geschäfte treibt, ermöglicht ihm die Fortsetzung seiner antisemitischen, homophoben und brutalen Politik.
Wer die Vertreter dieses Regimes, das unter Rohani deutlich mehr Menschen hinrichten lässt als unter Ahmadinejad, als legitime Gesprächspartner betrachtet, fällt der demokratischen und säkularen Opposition im Iran und im Exil in den Rücken.
Gegen die Akzeptanz des iranischen Atomprogramms!
Keine faulen Kompromisse mit Holocaustleugnern!
Für die Unterstützung der iranischen Opposition!
www.stopthebomb.net

Eröffnung Young Austria Wanderausstellung, Buchpräsentation, Musik und Film
Sonntag, 05. Juli, um 16 Uhr
Festsaal Maimonides Zentrum, Simon-Wiesenthal-Gasse 5, 1020 Wien

Anlässlich 70 Jahre nach der Befreiung Österreichs
Buchpräsentation, Musik und Film
Konstantin Kaiser – Sonja Frank – Albert Hirl
Musik: Trio Kabane 13
Amanda Rotter – Gesang
Stefan Angerer – Gitarre und Gesang
Walther Soyka – Wiener Knopfharmonika
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ESRA Sommerkino: Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt
Dienstag, 7. Juli 2015, 21:00, Einlass 20:15
ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien

Dokudrama, D 2014
Mit Edgar Selge, Henriette Confurius, Julia Goldberg u.a
Der Film erzählt die bewegende Geschichte eines jener Menschen, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus für Verfolgte einsetzten. Otto Weidt leitete in Berlin eine Blindenwerkstatt, die Bürsten und Besen herstellte. Er, der selbst fast blind war, stellate bevorzugt blinde und taube Juden und Jüdinnen ein und versuchte mit immer verzweifelteren Maßnahmen, seine Angestellten vor dem Zugriff der Gestapo zu schützen.
Der Film basiert auf den Erinnerungen der einzigen heute noch lebenden ehemaligen Mitarbeiterin, der Journalistin und Schriftstellerin Inge Deutschkron. Ihre Erinnerungen, die sie im Film lebendig und mitreißend erzählt, werden mit den Spielszenen kunstvoll verwoben.
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Vorträge: Operation Protective Edge, Aufmärsche gegen Israel & die österreichische Medienberichterstattung
Donnerstag, 9. Juli 2015, 18:30 Uhr
IKG Gemeindezentrum, Seitenstettengasse, 1010 Wien

Veranstaltung im Rahmen des „Bündnisses gegen den Al-Quds-Tag in Wien“
Vorträge mit Alex Feuerherdt (Publizist) & Florian Markl (MENA)
Moderation: Fanny Rasul
Als die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) am 8. Juli des vergangenen Jahres mit der »Operation Protective Edge« im Gazastreifen begannen, war dies die Reaktion auf einen wochenlangen Beschuss israelischer Orte durch die Hamas. Diesem vorausgegangen war wiederum die Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland – ebenfalls durch die Hamas –, auf die Israel eine intensive Fahndung folgen lassen hatte. Die IDF begann ihre Militäroperation mit Luftschlägen, ließ nach einigen Tagen jedoch auch eine Bodenoffensive folgen, die primär das Ziel verfolgte, das Tunnelsystem der Hamas zu zerstören. Dieses war von der islamistischen Terrororganisation vor allem geschaffen worden, um zu Geiselnahmen und tödlichen Anschlägen auf israelisches Territorium vorzudringen.
Die während des Gazakrieges vereinbarten temporären Waffenruhen wurden jedes Mal von der Hamas gebrochen, die ihre Raketen zudem einmal mehr aus Wohngebieten und von öffentlichen Gebäuden aus abfeuerte und zur Lagerung ihrer Waffen auch Schulen der Vereinten Nationen, Moscheen sowie Krankenhäuser missbrauchte. Dennoch war für große Teile der Weltöffentlichkeit wieder einmal der jüdische Staat der Schuldige in diesem Konflikt. In Deutschland und Österreich kam es zu zahllosen Kundgebungen, auf denen »Kindermörder Israel«, »Tod den Juden« und andere antisemitische Parolen gerufen und Gegendemonstranten tätlich angegriffen wurden.
In seinem Vortrag wird Alex Feuerherdt, freier Publizist (u.a. Konkret, Jungle World, Jüdische Allgemeine, Lizas Welt) aus Köln, die Hintergründe und den Verlauf des Krieges beleuchten und dabei auch auf die erneut höchst dubiose Rolle der Uno und ihrer Einrichtungen zu sprechen kommen. Zudem wird er einen Blick auf die antiisraelischen Aufmärsche werfen, die im Vergleich zu den Kundgebungen während anderer Kriege, zu denen Israel in den vergangenen Jahren gezwungen wurde, noch einmal an Aggressivität zunahmen.
Florian Markl (Medienbeobachtungsstelle Naher Osten, Wien) analysiert die mediale Berichterstattung über den Krieg, die von groben Mängel gekennzeichnet war. Indem der Raketenterror der Hamas oftmals als Reaktion auf israelische Militäroperationen dargestellt wurde, fand eine Umkehrung von Ursache und Wirkung statt. Während die Hamas als Akteur in der Berichterstattung vielfach ausgeblendet blieb und die von ihr ausgehende Bedrohung verharmlost wurde, wurde Israel in die Rolle einer rücksichtslos kriegführenden Macht gerückt. Damit spielten die Medien der Kriegsstrategie der Hamas in die Hände.
Weitere Informationen über das Bündnis gegen den Al-Quds-Tag in Wien:
http://gegendenalqudstagwien.wordpress.com

Kundgebung: Kein Al-Quds-Tag! Gemeinsam gegen Antisemitismus!
Samstag, 11. Juli 2015, 16:00 Uhr, Infotisch 15:00 – 18:00 Uhr
Stock-im-Eisen-Platz, 1010 Wien

Am 11. Juli 2015 wird der so genannte “Al-Quds-Tag” von IslamistInnen und AntisemitInnen zum wiederholten Mal auch in Wien stattfinden. Eingeführt wurde er 1979 nach der islamischen Revolution im Iran von Ayatollah Khomeini. Der “Tag zur Befreiung Jerusalems von der zionistischen Besatzung”, also die Propaganda zur Vernichtung Israels, soll jährlich am Ende des Ramadans abgehalten werden. Eine von Mullahs angeführte, nach Geschlechtern getrennte Demonstration folgt diesem Ruf in Wien – eine der größten antisemitischen Demonstrationen in der Stadt. Im Jargon des Friedens wird die Auslöschung Israels gefordert. An diesem zentralen Ziel des iranischen Regimes hat sich seit 1979 nichts geändert.
Wir fordern daher alle antifaschistischen Wiener PolitikerInnen und die Zivilgesellschaft auf, sich unserem Bündnis anzuschließen und sich klar und unmissverständlich gegen den Al-Quds-Marsch zu positionieren!
Solidarität mit der Freiheitsbewegung im Iran und der säkularen Opposition im Iran und im Exil!
Solidarität mit Israel! Gegen jeden Antisemitismus!
Keine Staatsbesuche bei antisemitischen Regimes!
Keine Geschäfte mit Holocaustleugnern!
Für ein Totalverbot der Terrororganisation Hisbollah in Europa!
Bündnis Gegen den Al-Quds-Tag in Wien
https://gegendenalqudstagwien.wordpress.com/
https://www.facebook.com/GegenDenAlQudsTagInWien?fref=ts

Konzert „Musik zwischen den Kulturen“
Sonntag, 12. Juli um 16 Uhr
Festsaal Maimonides Zentrum, Simon-Wiesenthal-Gasse 5, 1020 Wien

Barbara Zamek – Gesang
Lech Napierala – Klavier

Tag der Offenen Tür der IKG Wien
Sonntag, 6. September 2015
Gemeindezentrum der IKG Wien, Seitenstettengasse 2, 1010 Wien

Besuchen Sie uns und lernen Sie das Judentum in seinen verschiedenen Facetten näher kennen.
Detailliertes Programm folgt.

Verleihung der öge-Ehrenmitgliedschaft an Greta Klingsberg
Donnerstag, 1.10.2015, 18:30 Uhr
Israelitische Kultusgemeinde Wien, Seitenstettengasse 2, 1010 Wien

Greta Klingsberg, 1929 in Wien geboren, überschritt 1938 mit ihrer Mutter und ihrer kleiner Schwester Trude zu Fuß illegal die Grenze zur Tschechoslowakei, wohin ihr Vater bereits zuvor geflohen war. Als die Eltern mit einem illegalen Schiffstransport nach Palästina weiter flüchteten, wurden die Kinder in einem jüdischen Waisenhaus in Brünn zurückgelassen, in der Hoffnung, sie mit einem „offiziellen“ Immigrationszertifikat nachkommen lassen zu können. 1942 wurde Greta mit allen Kindern des Waisenhauses nach Theresienstadt verschleppt, wo sie über fünfzig Mal die weibliche Hauptrolle in der Kinderoper Brundibár von Hans Krása spielte. Am 23. Oktober 1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert, ihre Schwester ermordet. Nach Einsatz als Zwangsarbeiterin kam sie erneut nach Theresienstadt. 1946 zog sie nach Palästina und traf ihre Eltern wieder. Sie begann ein Musikstudium, arbeitete beim israelischen Rundfunk und wirkte als Sängerin in Chören. Heute lebt sie in Jerusalem und ist eine weltweit gefragte Zeitzeugin, vor allem im Bereich der Holocaust education für Kinder und Jugendliche.
Greta Klingsberg wirkte in den letzten Jahren an zwei Dokumentarfilmen mit: Mut zum Leben. Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz begleitet vier Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz und stellt dabei ihren ungebrochenen Lebenswillen in den Vordergrund. In Wiedersehen mit Brundibár trifft Greta Klingsberg auf die Jugendtheatergruppe „Die Zwiefachen“ der Berliner Schaubühne, die an einer Aufführung von Brundibár arbeitet. Der Film zeichnet die engen Beziehungen nach, die zwischen der Überlebenden und den jungen SchauspielerInnen, zumeist mit Migrationserfahrung, entstehen.
Die Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge) will nun Greta Klingsbergs unermüdliches Engagement für die Aufklärung über die Shoa, ihren Einsatz für Verständigung und gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form des Vorurteils, mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft würdigen.
Mehr Information: www.exilforschung.ac.at
Beschränkte TeilnehmerInnenzahl – Bitte melden Sie sich unter s.usaty@exilforschung.ac.at an!
Bitte haben Sie Verständnis für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und bringen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis mit
Idee & Konzept: Primavera Driessen Gruber
öge in Kooperation mit: orpheus.news, Filmarchiv Austria, erinnern.at, Israelitische Kultusgemeinde Wien und Wiener Jugend-Friedenspreis Wir danken unseren Kooperationspartnern und Fördergebern für die Unterstützung der Veranstaltungen

Save the Date: Shabbos Projekt
23. -24.10.2015

Mehr unter: www.tspv.at