Friedhöfe Burgenland

BAD SAUERBRUNN

Der Friedhof wurde 1908 von der Mattersdorfer Chewra Kadischa angelegt und diente vorwiegend der Bestattung von Kurgästen des Heilbades.
Er wird von der Marktgemeinde Bad Sauerbrunn gepflegt.

Anfahrt: A 2 bis Wiener Neustadt Süd, abbiegen auf die S53 bis Ausfahrt Sauerbrunn. Auf der Eisenstädterstraße bis zum Ortsfriedhof.

BRUCKNEUDORF

Auf einem abgelegenen nichtbenützten Teil des Gemeinde- bzw. Soldatenfriedhofes wurden im Jänner 2012 mehrere relativ gut erhaltene jüdische Grabsteine in einem abgegrenzten Bereich entdeckt. Ihre Existenz war der IKG bis dato nicht bekannt, historische Forschungen sind im Gang.

DEUTSCHKREUTZ

Der 22.000 m² große Friedhof diente seit 1842 der jüdischen Gemeinde von Deutschkreutz als Begräbnisstätte. In einem Massengrab wurden 400 vor Ort gefangen gehaltene und 1944/45 ums Leben gekommene ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter beerdigt.
1991 wurde der Friedhof unter Verwendung von Mitteln des Landes und des Verbandes ehemaliger burgenländischer Juden renoviert.
Die Stadtgemeinde Deutschkreutz pflegt den Friedhof nach Maßgabe ihrer Mittel aufgrund des vorbildlichen Einsatzes von Bürgermeister Kölly. Das im Ort befindliche Carl Goldmark Museum in der Hauptstrasse 54 wurde von der Gemeinde mit viel Engagement errichtet. Deutschkreutz war neben Stockerau eine der beiden Gemeinden die spontan nach Gesetzesbeschluss hinsichtlich der Friedhofssanierung spontan die erforderliche Pflegevereinbarung unterschrieb ohne eine diesbezügliche Empfehlung des Städte/Gemeindebundes die erst 2012 erfolgen dürfte. Der Friedhof konnte daher als Erster im Burgenland saniert werden.

Anfahrt: A 2 – A 3 – S 31 – B 62 im Ort rechts abbiegen, über Hauptplatz, 102 oder A 2 – A 3- Klingenbach (Grenze-Paß) – Sopron- Deutschkreutz.

EISENSTADT

Von 1679-1874 wurden auf dem neben dem Spital der Barmherzigen Brüder gelegenen alten Friedhof 1125 Tote bestattet. 278 Tote fanden auf dem jüngeren Friedhof ihre letzte Ruhe. Hielt Bernhard Wachstein in seinem 1922 erschienenen Buch die Grabinschriften des alten Friedhofs fest, ist es der Kurator des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt, Mag. Johannes Reiss, der 1995 sein Werk über die Inschriften des jüngeren Friedhofs veröffentlichte.
Gepflegt werden beide Friedhöfe von der Stadtgemeinde Eisenstadt.

Anfahrt: A 2 – A 3

FRAUENKIRCHEN

Auf dem 2.900 m² großen Areal befinden sich 1.320 Gräber. 1994 setzte der Verein „Schalom“ mit einer großen Zahl freiwilliger Mitarbeiter den Friedhof wieder instand, sorgte für die Anbringung eines neuen Tores und übergab den solcherart renovierten Friedhof in die Obhut der Gemeinde Frauenkirchen.

Anfahrt: A 4 bis Abfahrt Mönchhof – B 51 bis Frauenkirchen.

GATTENDORF

Der 2.733 m² große Friedhof liegt auch heute noch weit abseits des verbauten Ortsgebiets. Er diente seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch der Bevölkerung der umliegenden Dörfer Nickelsdorf und Neudörfl als Begräbnisstätte.
Der Zustand des Friedhofes ist schlecht, Urgenzen bei der Gemeinde zeigten keinen Erfolg. Wegen „Gefahr im Verzug“ erfolgten 2009 Sanierungsmassnahmen seitens der IKG.

Anfahrt: A 4 bis Parndorf – B 10 bis Gattendorf. Nach der Bahnunterführung (Ortsende) links abbiegen (wegweiser).

GÜSSING

Der Friedhof wurde in der NS-Zeit seiner Grabsteine beraubt. Um dem Areal seinen Friedhofscharakter zurückzugeben, veranlaßte der Verein „Schalom“ die Aufstellung symbolischer Grabsteine und eines Mahnmals.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Güssing.

Anfahrt: A 2 bis Abfahrt Oberwart – B 57 bis Güssing Ortseinfahrt (Feuerwehr) links abbiegen in Stremtalstraße, nach 300 m links

KITTSEE

Der in das 18. Jahrhundert zurückreichende 11.633 m² große Friedhof wird von der Stadtgemeinde Kittsee gepflegt.
Er ist der einzige jüdische Friedhof, der unter dem Schutz der Haager Konvention steht. Er ist sanierungsbedürftig und das Betreten nicht ungefährlich. Wegen „Gefahr im Verzug“ erfolgten 2009 Sanierungsmassnahmen seitens der IKG.

Anfahrt: A 4 bis Abfahrt Parndorf – B 10 bis Gattendorf – B 50 bis Kittsee Am Schanzl.

KOBERSDORF

Eingang Jüdischer Friedhof KobersdorfDie jüdische Gemeinde von Kobersdorf hat diesen 5.690 m² großen Friedhof um die Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt. Wir zählen heute 1.200 Gräber.
Der Zustand dieses malerischen Waldfriedhofes ist besorgniserregend.
Ehemalige Kobersdorfer in den USA sind wegen einer Sanierung im Gespräch mit der Ortsgemeinde.

Anfahrt: A 2 – A 3 – S 33 bis Abfahrt Kobersdorf, nach Hauptplatz links abbiegen in Waldgasse

LACKENBACH

Der älteste Grabstein auf dem 9.765 m² großen Friedhof stammt aus dem Jahre 1729. Es wurden hier bis 1938 1747 Tote beerdigt. 1994/95 wurde der Friedhof vom Verein „Schalom“ generalsaniert, wobei u.a. am nördlichen Ende des Areals eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz gebaut wurde.
Gepflegt wird der Friedhof mit finanzieller Unterstützung des Landes durch die Kultusgemeinde.

Anfahrt: A 2 – A 3 – S 31 – B 62- Ortseinfahrt bei AGIP-Rasthaus – am Hauptplatz links abbiegen nach Ritzing.

MATTERSBURG

Der über 20.000 m² große Friedhof wurde in der NS-Zeit des größten Teils seiner Grabsteine beraubt. Aus den zerstreut herumliegenden Trümmern wurde in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts in der Mitte des Friedhofs ein Mahnmal geschaffen. Auf der brach liegenden Fläche wurden symbolische Grabsteine aufgestellt, um den Friedhofscharakter zu erhalten.
Die beim Friedhofseingang von der Stadtgemeinde dargestellte Geschichte der Juden blendet die NS-Zeit aus. Gepflegt wird der Friedhof durch die Stadtgemeinde, diese plant eine Sanierung beginnend Sommer 2009.

Anfahrt: A2 – S4 – B50 – Eisenstädter- / Michael Koch-Strasse – Wedekindgasse.

OBERWART

Dieser Friedhof ist ein Teil des örtlichen Kommunalfriedhofes. Er wurde erst in der Zwischenkriegszeit angelegt.
Die Stadtgemeinde übernahm seine Pflege.

Anfahrt: A 2 bis Abfahrt Oberwart, Zufahrt über Ortsfriedhof

RECHNITZ

Der Friedhof wurde 1833 angelegt. Er wird von der Stadtgemeinde gepflegt. – Bei der Ruine des sogenannten „Kreuzstadels“ befindet sich das Mahnmal für die rund 200 im Herbst 1945 vor Ort ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter.

A 2 bis Abfahrt Oberwart- Groß Petersdorf – B 63 bis Schachendorf vor Landesgrenze links nach Rechnitz, am Hauptplatz links nach Markt Neuhodis, oder A 2 bis Abfahrt Kirchschlag- B 55 bis Lockenhaus – 56 über Gschriebenstein bis Rechnitz.

STADTSCHLAINING

Er ist der letzte der ursprünglich drei Friedhöfe von Stadtschlaining. Nur wenige Grabsteine zeugen vom Charakter des Ortes. – 1997/98 wurde vom Verein „Schalom“ aus Landesmitteln ein Mahnmal errichtet und der Friedhof eingezäunt.

A 2 bis Abfahrt Oberwart, im Ortszentrum abbiegen nach Stadtschlaining, 200 m nach der Ortseinfahrt Gegenüber der Autobushaltestelle in die Baumschulgasse