UN-Generalsekretär bestätigt Anti-Israel-Vorurteile der Organisation

„Aus jahrzehntelangen politischen Manövern ist eine unverhältnismäßige Menge an Resolutionen, Berichten und Konferenzen hervorgegangen, in denen Israel kritisiert wird“, sagte Ban. „Diese Tatsache hat in vielen Fällen – statt der palästinensischen Sache zu dienen – die Fähigkeit der UN beeinträchtigt, ihre Rolle effizient zu erfüllen.“ Der israelische UN-Botschafter Danny Danon reagierte mit einer Stellungnahme, in der es heißt: „Der Generalsekretär gesteht die reine Wahrheit ein: Die Heuchelei der UN gegenüber Israel hat im vergangenen Jahrzehnt Rekorde gebrochen. In dieser Zeit wurden von der UN 223 Resolutionen verabschiedet, die Israel verurteilen, während das syrische Regime, das in den letzten sechs Jahren seine Bürger massakriert hat, nur in acht Resolutionen verurteilt wird. Das ist absurd.“

Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete im vergangenen Juni, dass, während weltweit Menschenrechte verletzt werden und in Syrien, Irak und Jemen tausende Menschen getötet worden sind, es nur Israel ist, das „bei jeder einzelnen Sitzung des UN-Menschenrechtsrats (UNHRC) geprüft wird“. Aus allen Nationen der Welt ist nur Israel ein ständiger Tagesordnungspunkt – Punkt 7 –, sodass der UNHRC bei jeder Sitzung „die Menschenrechtsaspekte von Israels Besatzung palästinensischer Gebiete“ zu besprechen hat. „Dieser ständige Tagesordnungspunkt des zehn Jahre alten Rats zeigt beispielhaft, wie bei einer ganze Reihe an UN-Organisationen der Blickpunkt auf Israel gerichtet ist“, hielt die AP fest.

Ban kritisierte den außerordentlichen Fokus des UNHRC auf Israel kurz nachdem er 2007 seine Position angenommen hatte, und sagte, dass er „angesichts der Reichweite und des Ausmaßes an Berichten über Menschenrechtsverletzungen in der ganzen Welt enttäuscht darüber ist, dass der Rat nur ein spezifisches regionales Thema herausgreift“.

Im vergangenen Oktober wurden von der UNESCO, der kulturellen Organisation der UN, zwei Resolutionen verabschiedet, in denen die jüdischen und christlichen historischen Verbindungen zum Tempelberg übergangen werden.

http://www.theisraelproject.org/un-secretary-general-acknowledges-organizations-anti-israel-bias/