Hier sehen Sie ab 13:30 die Live-Übertragung der Gedenkzeremonie aus Yad Vashem

Staatsoberhäupter aus Europa, Nordamerika und Australien treffen einander in Yad Vashem, dem World Holocaust Remembrance Center, zum 5. Weltholocaust-Forum am 23. Januar 2020 unter dem Titel „Im Gedenken an die Schoa: Der Kampf gegen Antisemitismus“ stattfindet. Organisiert wird es von der Stiftung des Weltholocaustforum unter der Leitung von Dr. Moshe Kantor in Zusammenarbeit mit Yad Vashem und unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Staates Israel, S.E. Reuven „Ruvi“ Rivlin, organisiert.

Am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, ist die Botschaft klar: Antisemitismus hat in unserer globalen Gesellschaft keinen Platz.
Dieses historische Ereignis findet vor dem Hintergrund der Zunahme hasserfüllter und gewalttätiger Äußerungen von Antisemitismus, insbesondere in Europa, statt. Angesichts dieser alarmierenden Situation haben die Bemühungen, über die Gefahren von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufzuklären und das Gedenken an den Holocaust, die Bildung und die Forschung zu fördern, dieses Ereignis entscheidender und relevanter denn je gemacht.
Der Holocaust, der auf die totale Vernichtung aller Juden überall und die Auslöschung ihrer Kultur und Geschichte abzielte, wurde durch extremen rassistischen Antisemitismus angeheizt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erließ die internationale Gemeinschaft universelle Prinzipien und richtete internationale Organisationen ein, mit dem ausdrücklichen Ziel, zukünftige Verbrechen gegen die Menschheit abzuwenden. Die Art und Weise, in der der Antisemitismus seit dem Krieg fortbesteht und sich in den letzten Jahren verbreitet hat, muss identifiziert, untersucht und verstanden werden. Die führenden Politiker der Welt müssen auf die aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus aufmerksam sein und ihn dort, wo er auftritt, entschlossen bekämpfen. Es ist die Verantwortung der gesamten Menschheit und insbesondere der Führer, die sich in Yad Vashem versammeln, sich für die Bekämpfung von Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen.
Yad Vashem arbeitet unermüdlich daran, das Wissen und das Bewusstsein für die Geschichte des Holocaust zu erweitern, nicht nur, um sicherzustellen, dass seine Bedeutung auch 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch aktuell ist, sondern auch als Leuchtturm, der vor dem alarmierenden Rassismus warnt, der heute in der ganzen Welt zunimmt.

An der Zeremonie nehmen zahlreiche Politiker und Staatsoberhäupter aus 45 Ländern teil. Österreich wird durch Bundespräsident Alexander van der Bellen und seiner Begleitung vertreten. An seiner Seite auch IKG-Präsident Oskar Deutsch.