Sozialdemokratische Freiheitskämpfer/innen verliehen Helene Maimann und Doron Rabinovici die Rosa Jochmann-Plakette

Die Historikerin, Autorin, Ausstellungsmacherin und Filmemacherin Prof.in Helene Maimann und der Historiker und Schriftsteller Dr. Doron Rabinovici erhielten in Wien für ihren Einsatz im Kampf gegen Neofaschismus und Antisemitismus die Rosa Jochmann-Plakette des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en.

Helene Maimann betonte, dass Rosa Jochmann das Postulat des „Niemals vergessens!“ auch in einem anderen Kontext erwähnte: Es gab nach der Befreiung viele Überlebende der Lager, die jede Nacht aus Alpträumen aufwachten und das Erlebte niemals vergessen könnten. Beide Großmütter Helene Maimanns wurden von den Nationalsozialisten und ihren Helfern umgebracht. In ihrer Arbeit legte sie immer ein starkes Gewicht auf das Überleben. Sie freue sich, diese hohe Auszeichnung gemeinsam mit ihrem Freund Doron Rabinovici zu erhalten.

Doron Rabinovici dankte für die große Ehre und bedauerte, dass sein Freund Prof. Rudolf Gelbard krankheitsbedingt nicht an der Feier teilnehmen konnte. Der KZ-Überlebende und Zeitzeuge Gelbard wirkte in seiner Theaterarbeit „Die letzten Zeugen“ mit. Rabinovici erinnerte in seiner Rede an die starke Frau Rosa Jochmann, die 1986 Kurt Waldheims NS-Vergangenheit zur Sprache brachte. Jochmanns Worte seien ein wichtiges Vermächtnis für die Jugend.

Mehr zum Leben und Wirken der großen Antifaschistin unter www.rosajochmann.at