Pressekonferenz zum Simon-Wiesenthal-Preis 2021

Am 16. August stellten Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, die Generalsekretärin des Österreichischen Nationalfonds, Hannah Lessing, und IKG-Präsident Oskar Deutsch im Rahmen einer Pressekonferenz den Simon-Wiesenthal-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement vor.

Weitere Informationen zur Bewerbung bis 30. September finden Sie unter: https://www.wiesenthalpreis.at/

IKG-Präsident Oskar Deutsch: „Dieser Preis ist für die gesamte Republik, aber sicherlich auch über die Grenzen hinaus – und ganz besonders für die jüdische Gemeinde – bedeutsam. Der Preis ist eine Würdigung Simon Wiesenthals und eine Motivation zum Engagement der Zivilgesellschaft.”

Der Präsident weiter: „Heute braucht es gerade aufgrund des steigenden Antisemitismus und des generell aggressiven Tons in der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung eine starke Zivilgesellschaft, die sich diesen Tendenzen entgegenstellt. Das erfordert Mut und Kraft, so wie dies auch Simon Wiesenthal mit seiner Arbeit bewiesen hat.”

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka verwies auf die Bedeutung Simon Wiesenthals und die späte Anerkennung seines Werks, das gerade heute für die Republik von entscheidender Bedeutung ist: „Nicht Rache, sondern Recht, aber vor allem, dass eine Demokratie gegen Unrecht und gegen das Verdrängen der historischen Wahrheit kämpfen muss: Dem fühlt sich auch das österreichische Parlament umfassend verpflichtet.“

Die Generalsekretärin des Österreichischen Nationalfonds, Hannah Lessing, verwies einmal mehr auf die Bedeutung der Zivilgesellschaft im Kampf gegen Antisemitismus: „Der Simon-Wiesenthal-Preis richtet sich an die Zivilgesellschaft. Der Nationalfonds hat viele Projekte in der Zivilgesellschaft unterstützt. Wir hätten vieles nicht erreicht ohne diese Zivilgesellschaft – sie ist unabdingbar für die Entwicklung und sie soll wirklich gezeigt werden.”