Presseaussendung

IKG-Präsident Deutsch nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen: „Schon jetzt sind zu viele Menschen gestorben. Die Verantwortung dafür tragen die Hamas und ihre Partner.“

Wien (OTS) – Mit großer Sorge verfolgt die Weltöffentlichkeit die jüngste Eskalation in Israel und dem Gazastreifen. In nur einundeinhalb Tagen wurden rund 1.000 Raketen auf dicht besiedeltes Wohngebiet im Süden und Zentralraum Israels abgefeuert. Mindestens fünf Menschen sind gestorben, sowohl Juden als auch Muslime und Andersgläubige.

„Solidarität mit Israel bedeutet, sich auf die Seite der Menschlichkeit zu stellen“

„Ein Angriff auf Israel ist ein Angriff auf alle Religionen“, verweist Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich (IRG) und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) auf die Tatsache, dass es sich um eine pluralistische Demokratie handelt. Deutsch: „Solidarität mit Israel bedeutet, sich auf die Seite der Menschlichkeit zu stellen.“ Das gelte auch für Todesopfer im Gazastreifen, für die die Hamas verantwortlich sei. Deutsch: „Israel hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht, sich zu verteidigen!“

Beschuss aus dem Gazastreifen, wiederum aus Wohngebieten, sei Ausdruck der Vernichtungsideologie der islamistischen Hamas. Diese müsse als Aggressor benannt, verurteilt und zum Einstellen der Kampfhandlungen aufgerufen werden. Damit könne Österreich und die Europäische Union zu einer Deeskalation beitragen.

Besorgniserregend seien auch die Ausschreitungen in Jaffa, Akko und Lod – Städte, in denen Juden, Muslime und Christen Seite an Seite leben. In Lod wurden Autos in Brand gesteckt und Synagogen verwüstet.

Auch für jüdische Gemeinden in Europa stellt die Situation eine Bedrohung dar. In Münster und Bonn wurden vor Synagogen Israel-Flaggen verbrannt und die Synagogen mit Steinen beworfen. Daher müsse besondere journalistische Sorgfalt in der Berichterstattung in klassischen Medien und bei Postings in Sozialen Netzwerken an den Tag gelegt werden, so Deutsch.