Oskar Deutsch: „Ministerrat setzt historischen Schritt zur Absicherung jüdischen Lebens“

Mit dem Gesetz zur Absicherung des österreichisch-jüdischen Kulturerbes (ÖJKG) wird die Republik zum Aufrechterhalten jüdischen Gemeindelebens in Österreich maßgeblich beitragen, kommentiert Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich (IRG) und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) den heutigen Beschluss des Ministerrats.

„Das Gesetz bringt zum Ausdruck, dass Judentum mehr als eine Religion ist. Es ist Kultur, Bildung, Menschlichkeit – Werte, für die das moderne Österreich steht. Dass Wien nach der Shoah wieder ein Zentrum jüdischen Lebens in Europa wurde, ist ein kleines Wunder.“ Die jüngsten Vorfälle in Wien und Graz hätten leider gezeigt, dass das Erreichte keine Selbstverständlichkeit sei. „Mit diesem Gesetz nimmt die Republik ihre Verantwortung wahr, die jüdische Gemeinde noch besser zu schützen und ihre vielfältigen Leistungen im Bereich der Kultur oder der Jugendarbeit für die nächsten Generationen abzusichern. Ich bedanke mich bei der Bundesregierung für diesen historischen Schritt“, so Oskar Deutsch.

Mit dem ÖJKG werde die bisherige Sicherheitsförderung in Höhe von jährlich rund 1,3 Millionen Euro auf 4 Millionen Euro angehoben und um die Förderung von Aktivitäten der Kultusgemeinde in Bereichen wie der Kultur- und Jugendarbeit erweitert.