Likrat mit Leon-Zelman Preis ausgezeichnet

Likrat, das Dialog-Projekt der Jugendkommission der IKG, wurde für ein proaktives Vorgehen gegen Antisemitismus mit dem Leon Zelman-Preis für Dialog und Verständigung am  am 13. September im Wiener Rathaus geehrt. 
Seit 2015 besuchen im Rahmen von »Likrat Jugendliche aus der jüdischen Gemeinde unter dem Motto „Lass uns Reden“ nichtjüdische Jugendliche vor allem in Schulen. Die Likratinos zwischen 14 und 18 Jahren sprechen dabei mit Gleichaltrigen, um über das Judentum und über die Vielfalt jüdischen Lebens in Wien zu erzählen und so antisemitischen Tendenzen und Vorurteilen proaktiv entgegenzuwirken. 
Die vielen Fragen zum Judentum, die Unwissenheit, aber auch die Vorurteile mit denen die Likratinas und Likratinos konfrontiert werden, prägen sie sehr stark. Durch viele intensive Begegnungen, bei denen sie vor allem aus ihrem persönlichen Alltag erzählen, wird uns jedes Mal aufs Neue bewusst, dass ein Dialog auf Augenhöhe der Schlüssel zum Erfolg ist. Diese jungen Likratinas und Likratinos, welche auf dem Dialog und dem Miteinander in unserer Gesellschaft aufbauen und aktiv gegen Antisemitismus und Rassismus eintreten, sind unsere Zukunft.
Betty Kricheli, Vorsitzende der Jugendkommission der IKG Wien
Mit dem Leon-Zelman-Preis werden seit 2013 jährlich Personen, Projekte und Organisationen, die sich im Sinne Zelmans aktiv für die Erinnerung an die Shoah, deren Erforschung sowie den „Kampf gegen das Vergessen und für den Dialog zwischen dem heutigen Österreich und den Überlebenden der NS-Verfolgung einsetzen.“ Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des »Jewish Welcome Service wurden heuer zwei Preise vergeben. Der mit jeweils Euro 5.000,- dotierte und von der Stadt Wien gestiftete Preis wurde heuer neben Likrat auch an die Initiative »Republikanischer Club – Neues Österreich vergeben.

Berichterstattung in den Medien: »ORF und »KURIER.at