Kultusgemeinde und Erzdiözese Wien stärken Zusammenarbeit

Wien (APA) – Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) und die Erzdiözese Wien wollen ihre Zusammenarbeit weiter verbessern. Das haben Oberrabbiner Arie Folger, Kardinal Christoph Schönborn und IKG-Präsident Oskar Deutsch bei einem Festakt in Wien bekräftigt, berichtete die Kathpress am Freitag. Folger überreichte dem Kardinal dabei das Dokument „Zwischen Jerusalem und Rom“.

Die Zusammenarbeit von Kultusgemeinde und Erzdiözese habe bereits bisher „sehr gut funktioniert“, man wolle aber noch mehr erreichen, erklärte der Oberrabbiner. Das Dokument „Zwischen Jerusalem und Rom“ sei ein Arbeitsauftrag, der beide Seiten verpflichte, über Worte hinauszugehen und Taten folgen zu lassen, so Schönborn. Er plädierte dafür, von- und übereinander zu lernen, denn durch Unwissenheit habe das Christentum über Jahrhunderte hinweg viel Leid über das Judentum gebracht.

Hinter dem Dokument „Zwischen Jerusalem und Rom“ stehen Vertreter der europäischen Rabbinerkonferenz, des Oberrabbinats in Israel und der orthodoxen Rabbiner in den USA. Den Vorsitz der Autorenkommission hatte Folger inne. Das Dokument, das Anfang September in Rom Papst Franziskus überreicht wurde, gilt als erste offizielle Antwort von rabbinischen Organisationen zum Konzilsdokument „Nostra aetate“.

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