JMF: Zerrbilder der Hetze in der palästinensichen Bildung ersichtlich in den Schulbüchern zu Beginn des Schuljahres

Zerrbilder der Hetze in der palästinensischen Bildung

Yaakov Ahimeir, Israel Hayom, 7. Okt. 2018

Vergangenen Monat hat in der Palästinensischen Autonomiebehörde das neue Schuljahr begonnen, und zwar wie üblich. Die Autoren der diesjährigen Schulbücher waren darauf bedacht, ihre langjährige Tradition an Hass auf Israel beizubehalten – ohne natürlich den Namen „Israel“ in den Schulbüchern zu erwähnen.

Dr. Arnon Gross, ehemaliger leitender Nachrichtensprecher für Israel Radio in arabischer Sprache, war der Frage nachgegangen, was sich in den jüngsten palästinensischen Schulbüchern gegenüber den früheren Ausgaben geändert hat. Er führte seine Untersuchung unter der Schirmherrschaft des von David Bedein geleiteten Zentrums für Nahostpolitikforschung durch.

Nach der Überprüfung dutzender palästinensischer Schulbücher für Schüler der 11. und 12. Klasse im PA-Bildungssystem sagt Gross, dass es in den neuen Büchern eine „deprimierende“ Verschlechterung gegeben habe.

Obwohl einige Experten in Israel der Meinung sind, dass PA-Präsident Mahmud Abbas eines Tages seine Funktion aufgeben wird und damit auch sein Lebenswerk – das unter anderem auch die Perfektionierung der Hetzrhetorik umfasst – wird er doch ein schriftliches, dunkles Vermächtnis hinterlassen, fest verankert in den Köpfen der palästinensischen Erwachsenen. Gross bemerkte, dass in all den Fällen, wo in einem früheren Schulbuch auch nur die geringste Spur einer Abweichung vom Hasswortschatz gegen Israel und Juden zu finden war, sich der Autor des Buches später bemühte, den „Fehler“ zu korrigieren und wieder auf den gewünschten Pfad des Hasses zurückzukehren.

Dies gilt sogar für die Schulbücher zu den exakten Wissenschaften. Man könnte sich fragen, ob es wirklich eine Verbindung zwischen Mathematik und den Grenzen von 1967 gibt? Nun, hier ist ein Beispiel für eine Frage, die in einem der Mathematikbücher aufscheint: Wenn ein Siedler auf eine gewisse Anzahl von Fahrzeugen schießt, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahren, und ein Fahrzeug trifft, das sich in einer bestimmten Entfernung befindet, wie viele Fahrzeuge wird der Siedler treffen, wenn er auf zehn Fahrzeuge zielt? Der Versuch einer Antwort auf diese Frage ist für das Verständnis der historischen Hetze und des Hasses von entscheidender Bedeutung.

Zum Vergleich analysierte Gross auch Schulbücher des israelischen Bildungssystems. In diesen Büchern, so teilt er mit, schreiben die Autoren über Frieden als einzige Lösung des Konflikts, und im politisch-diplomatischen Diskurs Israels sind endlose Diskussionen über die Unterzeichnung der Oslo-Abkommen miteingeschlossen. Demgegenüber werden in den palästinensischen Schulbüchern die Oslo-Abkommen nur beiläufig erwähnt, und in ihrer Version der Geschichte war Oslo nicht der Beginn eines Friedensprozesses, sondern sorgte für die Aufrechterhaltung des Konflikts.

Wichtig ist zu verstehen, dass es sich hierbei nicht um „raubkopierte“ Schulbücher handelt, die in den palästinensischen Gebieten verbreitet werden, sondern um Schulbücher, die vom Bildungsministerium der PA in Ramallah herausgegeben werden. Diese Schulbücher werden auch in den palästinensischen Schulen in Ost-Jerusalem verwendet.

Quelle: http://www.israelhayom.com/opinions/travesty-of-palestinian-education/