JMF (Mena Watch): Ein Wahlkämpfer und ein Nicht-Wahlkämpfer treffen sich in Jerusalem

Von Lisa Vavra

Am Dienstag, den 9. Juli traf Österreichs Altkanzler Sebastian Kurz in Israel ein, um dort Premierminister Benjamin Netanjahu zu treffen. Kurz betonte, dass die Reise nicht Teil seines Wahlkampfes sei, da sie bereits seit langer Zeit fixiert sei. Sowohl Israel als auch Österreich stehen im September vor Neuwahlen und Netanjahu befindet sich erneut im Wahlkampf. Nach seiner vierten Wiederwahl scheiterte er unlängst an einer Regierungsbildung. Außerdem droht ihm eine Anklage in drei Korruptionsfällen. Netanjahu werden Bestechlichkeit, Untreue, Betrug und die Beeinflussung von Medien vorgeworfen. Auch in Österreich finden aufgrund einer Korruptionsaffäre Neuwahlen statt.

Als Sebastian Kurz und Benjamin Netanjahu am Mittwoch, den 10. Juli in Jerusalem zusammentrafen, wurde über den Iran, den US-Friedensplan und „illegale“ Migration gesprochen. In der „Flüchtlingsfrage“ sind sich die beiden Politiker einig: Sie fordern einen Stopp bereits südlich der Sahelzone. Während Sebastian Kurz als Außenminister noch die Atomgespräche in Wien eingeleitet hatte, begreift er nun die Auswirkungen des iranischen Vertragsbruchs und veruteilt dessen Überschreitung der Grenze der Urananreicherung: „Klar ist, dass iranische Drohungen gegen Israel absolut inakzeptabel sind und sich der Iran weiterhin an alle Verpflichtungen des Atomabkommens zu halten hat“, sagte Kurz gegenüber der Kleinen Zeitung.

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