JMF: FPÖ- Landesrat Waldhäusl will Schächten unterbinden

Wien/St. Pölten (APA) – Der für Tierschutz zuständige niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) hat am Dienstag den Plan, Schächten einzudämmen, bestätigt: „Wir prüfen, ob der Bedarf des Fleisches an den Wohnsitz gekoppelt werden kann“, denn es sei „nicht einzusehen, warum Wiener nach Niederösterreich fahren und hier tausende Tiere schächten lassen“, hieß es in einer Stellungnahme zur „Wiener Zeitung“.

Bekannt wurde das Vorhaben, da sich die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) besorgt über ein mögliches Verbot koscheren Fleisches in Niederösterreich gezeigt hatte. Gegenüber der „Wiener Zeitung“ wurde der Entwurf eines Erlasses bestätigt, dieser sei aber noch nicht rechtskräftig, hieß es außerdem. Waldhäusl betonte in der Stellungnahme: „Aus der Sicht des Tierschutzes wäre Schächten für mich generell abzulehnen.“ Man prüfe daher alle gesetzlichen Möglichkeiten, um das Schächten einzudämmen. Geprüft werde auch, ob der Fleischbedarf an den Wohnsitz gekoppelt werden kann. „Wir sind in Niederösterreich nicht dazu da, um den Wienern das geschächtete Fleisch zur Verfügung zu stellen“, so der freiheitliche Landesrat.

Siehe auch:

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/977552_IKG-befuerchtet-Verbot-koscheren-Fleischs.html

https://www.ikg-wien.at/ikg-befuerchtet-verbot-koscheren-fleischs-in-niederoesterreich/

https://derstandard.at/2000083649732/IKG-befuerchtet-Verbot-koscheren-Fleischs-in-Niederoesterreich

 

Bild: Wikipedia