Italienisches Flair beim Festival der jüdischen Kultur in Wien

Bis 25. Juni stehen Konzerte, Theater- und Filmabende am Programm – Morgen Monolog zu Primo Levi im Theater in der Walfischgasse – Straßenfest am 16. Juni am Judenplatz

Wien (APA) – Italien steht heuer im Fokus des Festivals der jüdischen Kultur in Wien. Der bis 25. Juni laufende Veranstaltungsreigen, der am gestrigen Dienstag mit einem Konzert des Gabriele Coen Quintet begonnen hat, spürt dem jüdischen Leben im Mittelmeerstaat nach und bietet in gewohnter Manier eine Mischung aus Konzerten, Theater- und Filmabenden.

Am morgigen Donnerstag begegnet man dabei Primo Levi: Der 1987 verstorbene italienische Schriftsteller und Chemiker hat das KZ Auschwitz überlebt und seine Erfahrungen in „Ist das ein Mensch“ niedergeschrieben. Basierend auf diesem Buch nähern sich Regisseur Enrico Carretta und Schauspieler Jacob Olesen mit „Primo“ im Theater in der Walfischgasse seinem Schicksal an, behandeln aber auch grundsätzliche Fragen zu Holocaust, Widerstand und der Verfolgung jüdischer Bevölkerung in Italien.

Das traditionelle Straßenfest des Festivals steigt am 16. Juni am Judenplatz in der Inneren Stadt. Mehr als 40 Vereine und Institutionen präsentieren sich dabei, und neben kulinarischen Schmankerln sorgen u.a. Enrico Fink sowie das Ensemble Mishmash für die musikalische Umrahmung. Ein Wiedersehen mit einem großen Oscar-Erfolg gibt es am 17. und 18. Juni im Votivkino: Dort steht an diesen beiden Abenden Roberto Benignis nicht nur in Hollywood gefeiertes Drama „Das Leben ist schön“ am Spielplan. Und Vorträge im Rahmen des Festivals gibt es u.a. von Gheula Canarutto Nemni („The Kabbalah of Love“ am 24. Juni) und Marino Sinibaldi („Im Ghetto und ohne Ghetto. Das Shoah-Gedenken in Italien“ am 25. Juni).

(Festival der jüdischen Kultur, noch bis 25. Juni an verschiedenen Orten in Wien;
Infos und Tickets unter www.ikg-kultur.at)