Israelis gedachten ihrer getöteten Soldaten und Terroropfer

Tel Aviv (APA/dpa) – In Israel ist am Mittwoch der getöteten Soldaten und Terroropfer des Landes gedacht worden. Am Vormittag heulten landesweit zwei Minuten lang die Sirenen. Menschen verharrten in stillem Gedenken.

23.741 Soldaten, Untergrundkämpfer und Zivilisten wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums seit 1860 getötet. Die Zählung beginnt lange vor der Staatsgründung 1948, mit der Einwanderung der Juden ins Gebiet des heutigen Israel.

Am Mittwochabend sollten die Feiern zum 71. Unabhängigkeitstag Israels beginnen. Seit 1948 hat sich die Bevölkerung Israels mehr als verzehnfacht: Sie beläuft sich heute nach Angaben des Zentralen Statistikbüros auf mehr als neun Millionen, damals waren es 806 000.

Am Dienstagabend gedachten in Tel Aviv rund 9.000 Israelis und Palästinenser gemeinsam ihrer Angehörigen, die im Konflikt beider Völker ums Leben gekommen sind. Die israelisch-arabische Schauspielerin Samira Saraya rief zu einer Friedenslösung in der Region auf. „Alle von uns, Israelis und Palästinenser, sind Opfer des Konflikts, des Schmerzes und Verlusts“, sagte sie nach Angaben der „Times of Israel“. Gleichzeitig seien beide Seiten Täter in dem Konflikt. „Deshalb ist es in unserer Macht und unsere Pflicht, ihn zu beenden, und uns und unseren Kindern Hoffnung und eine Zukunft zu geben.“