IKG trauert um Kämpfer für Gerechtigkeit, Moshe Jahoda

Moshe Jahoda, 1926 als Sohn jüdischer Eltern in Wien geboren, wurde als Kind Zeuge der Gewaltmaßnahmen gegen Juden beim Novemberpogrom im März 1938. Es gelang ihm mit der Kinder-Alija nach Palästina zu flüchten. Seine Eltern und seine Schwester, die 1939 in Österreich zurückblieben, sah Jahoda nicht mehr wieder. Sie wurden nach Theresienstadt verschleppt und in Auschwitz ermordet. Ein Trauma, das ihn sein Leben lang begleitete, ihn aber auch in seinem jahrzehntelangen Kampf für Gerechtigkeit bestärkte.

Als führender Vertreter der jüdischen Opferorganisation Claims Conference war Moshe Jahoda maßgeblich an den Verhandlungen zu Entschädigungszahlungen der Österreichischen Republik beteiligt. Die Gerechtigkeit, die er einforderte, bedeutete für viele Überlebende in Israel endlich dringend benötigte Unterstützung und Hilfe zu erhalten. Moshe Jahoda engagierte sich vor allem auch persönlich für die Opfer des Nationalsozialismus und war eine unverzichtbare Ansprechperson in Israel für den Nationalfonds.

Moshe Jahoda war während der Entschädigungsverhandlungen und all die Jahre danach ein verlässlicher Partner in der Durchsetzung von Anliegen der Überlebenden des Holocaust. Als solchen, als eine große Persönlichkeit und als Freund, wird ihn die Jüdische Gemeinde vermissen. Die Israelitische Kultusgemeinde wird Moshe Jahoda stets ein ehrendes Andenken wahren.