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G‘ttes weibliche Seite – Podiumsdiskussion

7. Dezember um 19:30

„G‘tt schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild G‘ttes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27).

Alles Weibliche und alles Männliche hat seinen Ursprung in G‘tt – Dass G‘tt also eine weibliche Seite hat, ist somit ein Fakt! Von der Schöpfungsgeschichte, über die „Schechina“, der Präsenz G´ttes auf Erden, bis hin zur jüdischen Mystik sind essentielle weibliche Elemente enthalten. Belege dafür finden wir in der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Auch im historischen Kontext sind es immer wieder Frauen, welche im Judentum aktive und führende Rollen einnahmen. Die Ausstellungen in den Jüdischen Museen Hohenems und Frankfurt widmeten sich diesem Thema. Die Co-Kuratorin der Ausstellung Dr. Felicitas Heimann – Jelinek wird in einer Einführung zu Beginn der Veranstaltung einen Einblick in die Materie geben und anschließend auch am Podium sitzen.  Wie jüdische Frauen heute die weibliche Seite G‘ttes entdecken, ausleben und interpretieren wird im Rahmen der Podiumsdiskussion erörtert. In Vertretung vieler jüdischer Frauen, die sich für die Sichtbarkeit und Individualität von Frauen im Judentum einsetzen, für ihre Werte einstehen und die weibliche Seite G‘ttes heutzutage vertreten, haben wir fünf jüdische Frauen aus unterschiedlichen Bereichen eingeladen, um mit uns am Podium zu sprechen.

Wieviel Feminismus passt ins Judentum und wieviel Judentum passt in den Feminismus?

Moderation

Dr. Anita Pollak absolvierte das Studium Germanistik und Kunstgeschichte und war jahrelang tätig als Journalistin beim ORF Radio, Standard und Kulturredaktion des Kuriers in den Bereichen Literatur und Buch. Nach ihrer Pensionierung widmet sie sich vor allem jüdischen Themen und schreibt seit Beginn an für das jüdische Stadtmagazin „WINA“ über jüdische Kultur und Literatur.  Als Mutter von zwei Töchtern ist ihr auch der feministische Aspekt ideologisch und praktisch seit jeher ein Anliegen, als praktizierende Jüdin ist und bleibt sie eher konservativ geprägt. (Foto: Konrad Holzer)

 

Podium

Dr. Felicitas Heimann – Jelinek

Judaistin und Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Beraterin für mehrere europäische jüdische Museen. Von 1993 bis 2011 war sie Chef-Kuratorin des Jüdischen Museums der Stadt Wien. In öffentlichen Vorträgen und in ihrer wissenschaftlichen Arbeit setzt Heimann-Jelinek sich mit Fragen der Darstellung jüdischer Kunst, Geschichte und Identität auseinander. Heimann-Jelinek kuratierte zu den Themen Judentum, jüdische Kunst und Kultur Ausstellungen in verschiedenen internationalen jüdischen Museen. Sie gestaltete gemeinsam mit Co- Kuratorin Michaela Feurstein-Prasser in den Jüdischen Museen Frankfurt und Hohenems die Ausstellung „Die weibliche Seite Gottes.“ (Foto: Ingrid Sontacchi)

 

Laura Cazés ist Leiterin der Abteilung für Kommunikation und Digitalisierung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Sie studierte Psychologie in Göttingen und war von 2017 bis 2019 gewählte Vizepräsidentin der European Union of Jewish Students. Als Speakerin und Autorin beziehen sich die Kernthemen ihrer Expertise auf die Diversität und Wahrnehmung jüdischer Lebenswelten in Deutschland, der Einbezug jüdischer Perspektiven in gesellschaftliche Diskursräume und die Schaffung innovativer Konzepte für und mit jüdischen Communities. Cazés ist Mitinitiatorin des seit 2019 jährlich in Frankfurt am Main stattfindenden „Jewish Women Empowerment Summit“. (Foto: Robert Potchia)

 

Dalia Grinfeld

Dalia Grinfeld ist Stellvertretende Direktorin für Europäische Angelegenheiten bei der Anti-Defamation League (ADL). Sie studierte Politische Wissenschaft und Jüdischen Studien an den Universitäten Heidelberg, Buenos Aires und Herzliya. Darüber hinaus amtierte Dalia Grinfeld zwei Jahre lang als erste gewählte Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), dessen Gründungsmitglied sie ist. Außerdem ist sie im Vorstand und aktiv in diversen NGO’s in den Bereichen Frauen Empowerment, LGBTIQ*-Rechte (Keshet Deutschland e.V.) und innovative Demokratie. Zudem ist sie ständiges Mitglied im Expert*innenkreis Antisemitismus des Berliner Senates.

 

Rabbiner Bea Wyler absolvierte das Studium der Landwirtschaft an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ) und war später als Ing. Agronom in verschiedenen Settings beschäftigt. Ab 1980 leitete sie in der Basler Zeitung das Wissenschaftsressort. Nach ihrem Sprachaufenthalt in Israel studierte sie am Leo Baeck College in London, an der Hebrew University in Jerusalem, der Freien und der Humboldt Uni in Berlin sowie am Jewish Theological Seminary of America in New York. Im Mai 1995 wurde sie zum Rabbiner ordiniert, wie der akademische Titel lautet. Anschließend war sie als Gemeinderabbiner in Oldenburg und Braunschweig (D) einberufen und lehrte als Dozentin an der Uni Oldenburg. 2004 kehrte Bea Wyler in die Schweiz zurück, wo sie nach wie vor publizistisch und didaktisch in Zürich und Basel tätig ist. (Foto: Emily Silverman)

Details

Datum:
7. Dezember
Zeit:
19:30
Veranstaltungskategorien:
,
Webseite:
www.ikg-wien.at/festival

Veranstaltungsort

VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1
1010 Wien Google Karte anzeigen

Details

Datum:
7. Dezember
Zeit:
19:30
Veranstaltungskategorien:
,
Webseite:
www.ikg-wien.at/festival

Veranstaltungsort

VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1
1010 Wien Google Karte anzeigen