Ein Licht der Erinnerung und gegen das Vergessen! – Lichtzeichen am ehemaligen Standort der Wiener Neustädter Synagoge

Am 12. Juli wurde das Lichtzeichen am Ort der entweihten jüdischen Synagoge in Wiener Neustadt erleuchtet

Vor 150 Jahren, im Mai 1871 ist die Israelitische Kultusgemeinde in Wiener Neustadt gegründet wurde. Anlässlich des  Jahrestages wurde am Standort der 1902 errichteten Synagoge ein Lichtzeichen des österreichischen Künstlers Lukas Maria Kaufmann in Form eines erleuchteten Magen Davids installiert. Die nach den Plänen von Wilhelm Stiassny im maurischen Stil erbaute Synagoge wurde 1938 durch die Nationalsozialisten entweiht und schwer beschädigt und bei den späteren Bombenangriffen auf die Stadt so schwer zerstört, dass es abgerissen werden musste.

„Das Lichtzeichen weist auf die unwiederbringliche Zerstörung hin, welche sich 1938 hier zugetragen hat. Vielmehr wird aber auch die Bedeutung des Ortes in das kollektive Bewusstsein der Menschen der Stadt gerückt. Gedenken entwickelt sich dadurch zu einer aktiven Handlung“, sagte Sobotka.

Das Lichtzeichen von Kaufmann im Beisein von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, der Vize-Präsidentin der IKG Wien Claudia Prutscher, Bürgermeister Klaus Schneeberger und der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera-Engelberg feierlich illuminiert.

Vizepräsidentin und Kulturkommissionsvorsitzende der IKG Wien Claudia Prutscher betonte in ihrer Festrede die Wichtigkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Sichtbarmachung von Orten ehemaliger und zerstörter Synagogen.