Gideon Eckhaus ist mit 96 Jahren in Israel verstorben

„Mit Gideon Eckhaus ist ein großer Österreicher gestorben. Er war einer der vielen jüdischen Österreicherinnen und Österreicher, die vertrieben wurden, denen die Heimat, Hab und Gut, vor allem aber Verwandte und Freunde von den Nazis und Mitläufern geraubt wurden“, Bundespräsident Alexander Van der Bellen 

 

Gideon Eckhaus, langjähriger Präsident des Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel, ist wenige Tage vor seinem 97. Geburtstag, in Tel Aviv gestorben.

Gideon Eckhaus wurde 1923 in eine Wiener Kaufmannsfamilie geboren. 1938 floh er nach Israel. Seine Mutter starb noch vor der Schoah, sein Vater wurde in Auschwitz ermordet, sein Bruder überlebte in den USA.

Eckhaus, der sich noch in Wien der zionistischen Bewegung anschloss, arbeitete am Aufbau des Staates mit und betreute lange Zeit jugendliche Einwanderer in Israel.

Vor allem aber widmete sich Gideon Eckhaus als Präsident des Zentralkomitees der Juden aus Österreich, jenen Israelis, die aus Österreich stammten und war auch maßgeblich an den Restitutionsverhandlungen mit der österreichischen Regierung beteiligt.

 

Er war ein wichtiger Partner für die Republik Österreich insgesamt und für die jüdische Gemeinde, schrieb Oskar Deutsch auf Twitter

Eckhaus, der für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet wurde, wurde von zahlreichen Politikern gewürdigt.

Über sein Leben und Wirken können Sie unter anderem hier weiterlesen: https://www.nationalfonds.org/meldung/abschied-von-gideon-eckhaus

 

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