Ausstellungseröffnung: „Nicht mehr verschüttet. Jüdisch-österr. Geschichte in der Wiener Malzgasse“

Anfang 2018 entdeckte der Schulverein Machsike Hadass an seinem Standort in der Malzgasse 16 bislang unbekannte Kellerräume, die vollständig mit Abbruchmaterial gefüllt waren. Der Aushub brachte erstaunliche Fundstücke zu Tage, die Zeugnisse der wechselvollen Geschichte des Hauses sind. Seit den 1870er Jahren befand sich hier eine Talmud-Thora-Schule, später eine Synagoge und das weltweit erste jüdische Museum. Synagoge und Schule wurden im Zuge des Novemberpogroms der Nationalsozialisten verwüstet und in Brand gesteckt. Das Museum war schon zuvor geschlossen worden. Nicht zuletzt durch seine Nutzung als „Sammellager“ für die Deportation der österreichischen Jüdinnen und Juden 1941/42 ist die Malzgasse 16 eine Adresse von österreichweiter Bedeutung. Das Haus der Geschichte Österreich präsentiert in Kooperation mit dem Schulverein Machsike Hadass die einzigartigen Funde jüdisch-österreichischer Geschichte erstmals öffentlich.
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Ausstellungseröffnung:  Freitag, 8. November 2019 – 19. April 2020 
Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg – Heldenplatz, 1010 Wien