Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 bleiben alle Museumsstandorte von 1. April 2021 bis voraussichtlich 2. Mai 2021 geschlossen.

Ausstellungen

Zeit der Befreiung. Das Kriegsende in Westtirol 1944-45

Ausstellungszeiten:
09. Februar 2021 bis 16. Mai 2021

Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 14 – 18 Uhr, Sa 9 – 12 Uhr (nicht an Feiertagen) sowie nach Vereinbarung

Ausstellungsort:
Museum im Ballhaus Imst, Ballgasse 1

Anhand zahlreicher Fotografien, vorwiegend aus US-Bestand, Filmen, Dokumenten, Objekten und Erinnerungen von ZeitzeugInnen wird versucht, ein Bild der Auswirkungen des totalen Krieges auf Westtirol zu zeigen, gleichzeitig aber die Befreiung als Neubeginn zu veranschaulichen.

Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien sind Teil der Dokumentation der 44. US-Infanteriedivision, die das Tiroler Oberland befreite. Eine eigene Abteilung, die Signal Corps Photographic Units, war für Foto- und Filmaufnahmen zuständig. Die Aufnahmen aus dem Tiroler Oberland stammen vorwiegend von Louis Weintraub, die in der Ausstellung durch Aufnahmen aus dem Archiv der Stadt Imst sowie aus Privatbesitz ergänzt wurden.

Teils noch nie öffentlich gezeigtes Filmmaterial aus den Beständen der NARA (The National Archives and Record Administration), mit Szenen aus Imst, Landeck, dem Tiroler Oberland sowie der Kapitulation in Innsbruck, ergänzen die Schau.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Historiker Prof. Mag. Rainer Hofmann, Stadtchronist Franz Treffner und Museumsleiterin Mag.a Sabine Schuchter.

Herzls Töchter – 100 Jahre WIZO. Wiener Frauen für Israel

Ausstellungszeiten:
Ab 8. Februar bis 2. Mai 2021,
So-Do 10-18Uhr, Fr 10-14Uhr

Ausstellungsort:
Jüdisches Museum Wien,
Judenplatz 8, 1010 Wien,
www.jmw.at

Die WIZO, die Women’s International Zionist Organization, wurde 1920 in London als überparteiliche Dachorganisation für zionistische Frauenorganisationen gegründet. In Wien wurde der erste zionistische Frauenverein bereits 1898 ins Leben gerufen und 1921 in die WIZO eingegliedert.

Nach dem „Anschluss“ 1938 organisierte die WIZO Ausreisebewilligungen für Mädchen und junge Frauen, um diesen die Auswanderung nach Palästina zu ermöglichen. Die WIZO diente nicht nur als Anlaufstelle für viele verzweifelte Frauen, sie kümmerte sich auch um Familienmitglieder von WIZO-Frauen, die bereits aus Wien geflüchtet waren. Während der Schoah wurden die von der WIZO gegründeten Mädchenschulen in Palästina Teil umfassender Hilfsaktionen.

Nach 1945 konnte die WIZO Österreich wieder aufgebaut werden. Heute ist die WIZO mit 250.000 Mitgliedern in mehr als 50 Ländern eine der größten internationalen zionistischen Frauenorganisationen. Sie betreut 800 Einrichtungen, ungeachtet der konfessionellen Zugehörigkeit oder Herkunft der bedürftigen Personen.

„Herzls Töchter“ erzählt die hundertjährige Geschichte, das Wirken der WIZO Österreich und porträtiert die Vernetzung von Jüdinnen auf nationaler und internationaler Ebene.

Digitale Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Lotte Brainin

Die Ausstellung ist auf www.brainin.at zu besuchen.

Am 12. November 2020 wurde Lotte Brainin, jüdische Widerstandskämpferin und Überlebende von Auschwitz und Ravensbrück, 100 Jahre alt.

Aus diesem Anlass gestaltete die Multimediakünstlerin Marika Schmiedt eine digitale Ausstellung, die sich anhand zahlreicher Text-, Bild- und Tondokumente mit dem Leben von Lotte Brainin auseinandersetzt.

Das Jubiläumsprojekt entstand auf Initiative und in Zusammenarbeit mit der Familie Brainin, der Stabstelle Bezirksmuseen im Wien Museum, dem Bezirksmuseum Alsergrund sowie ESRA.

Gestern bei M. E. Mayer eingetroffen – Fragmente einer vergessenen Erfolgsgeschichte

Ausstellungszeiten:
8. Februar bis 3. Oktober 2021

Ausstellungsort:
Jüdisches Museum Wien,
Dorotheergasse 12, 1010 Wien

„Gestern bei M. E. Mayer eingetroffen, heute schon eine Mundzier“, schrieb Anton Kuh 1925 im Feuilleton über einen damals beliebten französischen Duft. Die beiden eleganten Parfümerien von M. E. Mayer waren seinen Leserinnen und Lesern ein Begriff. Sie befanden sich am Lobkowitzplatz 1 und am Graben 17 in der Wiener Innenstadt. Das Unternehmen produzierte viele der angebotenen Seifen, Cremes, Parfüms, Puder, Rasierwasser, -apparate und -klingen selbst. Die Fabrik dafür lag in der Pernerstorfergasse 57 im 10. Wiener Gemeindebezirk und nahm einen ganzen Häuserblock ein.

Ab September 1932 wurde in der Parfümerie am Lobkowitzplatz ein Gästebuch geführt, in dem sich die Prominenz dieser Zeit verewigte, darunter Carl Zuckmayer, Hugo Thimig, Ida Roland, Fritz Grünbaum, Louise Rainer, Alexander Lernet-Holenia, Franz Werfel, Nora Gregor und Hedy Mandl (später Lamarr). Sie alle besuchten diesen Tempel der Düfte und der Cremes. Franz Lehár ließ sich das Badesalz sogar nach Bad Ischl nachschicken. Wie die Parfümerien innen aussahen und wie in der Fabrik produziert wurde, überliefert ein Album mit 31 Fotos.

Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das wertvolle Duft- und Schönheitsimperium „arisiert“. Die vormaligen Inhaber Theodor und Paul Mayer, zwei Söhne der einstigen Firmengründer Emilie und Max Mayer, flüchteten mit ihren Familien vor der rassistischen Verfolgung. Theodor ging nach Argentinien, Paul in die USA, wo er die Parfüm- und Seifenproduktion unter dem Firmennamen MEM Company fortsetzte. 1950 kauften die Söhne der inzwischen verstorbenen Brüder die Wiener Firma zurück und führten die Geschäfte weiter. Als die MEM Seifen- und Parfümerie-Vertriebsgesellschaft m. b. H. 1978 aufgelöst wurde, waren die Zeiten des Glanzes aber lang vorüber. Das Jüdische Museum Wien würdigt nun das einstmals so beliebte, heute leider gänzlich vergessene Wiener Unternehmen mit einer Präsentation im Schaudepot.

Kuratorin: Andrea Winklbauer
Ausstellungsgestaltung: Stefan Fuhrer

Foto © Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-228889

Mein Lied für Dich – Marta Eggerth und Jan Kiepura zwischen zwei Welten

Ausstellungszeiten:

Vom 12. Jänner bis 26. Juni 2021
(jeweils von Dienstag bis Samstag, 15:00 bis 19:00 (außer Feiertage))

Ausstellungsort:
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
exil.arte Zentrum
Lothringerstraße 18, 1. Stock, Zimmer A0102, 1030 Wien

Wer kennt sie nicht: Marta Eggerth und Jan Kiepura, das Traumpaar in Film, Oper und Operette – die Superstars der Mitte des 20. Jahrhunderts? Ihre Stimmen haben die Massen begeistert, haben die Genres miteinander verwoben und Menschen in einer Zeit zur Oper und Operette bekehrt, als man diese schon längst an ihrem Ende wähnte. Ihre Auftritte waren für die Medien wie für die Politik stets ein Ereignis. Man konnte sich dem Charisma und der Ausstrahlung der beiden nicht entziehen. Marta Eggerth und Jan Kiepura haben Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks verzaubert und verführt. Ihr einzigartiges Timbre bewegt noch heute.

Gleichwohl waren sie 1938 nach dem „Anschluss“ an Nazideutschland gezwungen, Österreich, das die ungarische Sopranistin und der polnisch-jüdische Tenor zu ihrer neuen Bleibe erkoren hatten, den Rücken zu kehren: Jan Kiepura war im Februar 1938 für ein Engagement an der Metropolitan Opera nach New York gegangen; bei einem Auftritt in Paris im September 1939 (in den Tagen des Überfalls auf Polen und des Beginns des Zweiten Weltkriegs) mussten die beiden aber erkennen, dass eine Rückkehr nach Wien nicht mehr in Frage kam. Das verschwundene Österreich und das wienerische Flair nahmen sie aber mit sich nach New York. Mehr Info.

Wienerisches Flair in New York

Man konnte sich dem Charisma und der Ausstrahlung der beiden nicht entziehen. Marta Eggerth und Jan Kiepura haben Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks verzaubert und verführt.

Die Wiener in China. Fluchtpunkt Shanghai

Ausstellungszeiten:
21. Oktober 2020 bis 27. Juni 2021

Ausstellungsort:
Jüdisches Museum Wien
Dorotheergasse 12, 1010 Wien

Bereits unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 wurden Jüdinnen und Juden ausgegrenzt, gedemütigt und verfolgt. Die Möglichkeiten, das Land zu verlassen, waren gering. Schikanen, Zurücklassung jeglichen Besitzes und die Tatsache, dass viele Länder ihre Grenzen abschotteten, erschwerten jegliche Aussichten zur Flucht. China war das einzige Land, für das kein schwer zu erlangendes Visum nötig war, dennoch verlangten die deutschen Behörden ein Ausreisepapier. Dr. Feng Shan Ho, der Generalkonsul Chinas in Wien, stellte gegen den Willen der chinesischen Regierung tausende dieser rettenden Visa aus.

Damit stellte Shanghai, die „Stadt über dem Meer“ für viele österreichische Jüdinnen und Juden die letzte Hoffnung auf Zuflucht dar. Die Reise dorthin bedeutete eine wochenlange Überfahrt auf dem Seeweg oder eine beschwerliche Reise auf dem Landweg über Sibirien.

Die fremde neue Heimat stellte die meisten Flüchtlinge vor große Herausforderungen. Doch schnell organisierten sich die Wiener in China ein „Little Vienna“, in dem es neben Restaurants wie dem „Weißen Rössl“ Kaffeehäuser mit Wiener Mehlspeis- und Kaffeespezialitäten, Würstelstände und Heurigen gab. Sportvereine und Zeitungen wurden gegründet, und die vielen geflüchteten Künstler sorgten für ein vielfältiges Angebot an Musikabenden, Operetten, Kabarett- und Theateraufführungen.

Mit der Einnahme Shanghais durch die mit dem Deutschen Reich verbündeten Japaner 1941 begannen sich die Lebensbedingungen kontinuierlich zu verschlechtern. 1943 wurde die Einrichtung eines Ghettos im heruntergekommenen Stadtviertel Hongkew beschlossen. Die hygienischen Verhältnisse und schlechte Versorgungslage führten zu Hunger und Krankheit. Ursprünglich aus dem Mittleren Osten stammende, und seit dem 19. Jahrhundert in Shanghai ansässige jüdische Familien, wie die Kadoories und Sassoons, sorgten gemeinsam mit anderen Hilfsvereinen, wie dem Amerikanischen JOINT, für die Versorgung mit Lebensmitteln und den Erhalt von Schulen.

Nach dem Sieg der Alliierten und dem Einmarsch der US-Armee 1945 begann für viele die Planung einer Rückkehr. Mit der bevorstehenden Einnahme Shanghais durch Mao-Tse-Tung, verließen auch die letzten Jüdinnen und Juden die Stadt in Richtung USA, Kanada, Australien oder Israel. Einige kehrten wieder in ihre Heimatstadt Wien zurück. Durch die  Ermordung und Zerstörung des europäischen Judentums  bedeutete ihre Rückkehr nach Wien einen völligen Neuanfang in einer veränderten Welt.

Kuratorinnen: Danielle Spera und Daniela Pscheiden, Ausstellungsgestaltung: Stefan Fuhrer

Hans Kelsen und die Eleganz der österreichischen Bundesverfassung

Ausstellungszeiten:

1. Oktober 2020 bis 12. September 2021

Ausstellungsort:
Jüdisches Museum Wien
Dorotheergasse 12, 1010 Wien

2020 wird die österreichische Bundesverfassung 100 Jahre alt. Von Bundespräsident Alexander Van der Bellen für ihre „Eleganz und Schönheit“ gelobt, sind ihre Inhalte aber kaum bekannt und Verfassungspatriotismus, wie ihn etwa die USA kennen, ist in Österreich allenfalls ein Randphänomen.

Noch weniger geläufig ist, dass an der Entstehung dieser Verfassung maßgeblich der Jurist Hans Kelsen beteiligt war. 1881 in Prag geboren, wuchs Kelsen in Wien in einer deutschsprachigen jüdischen Familie auf; sein Vater, ein Lusterfabrikant, gestaltete u. a. die Beleuchtung in Wiener Synagogen. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie wurde Kelsen von Staatskanzler Karl Renner mit der Arbeit an einer Bundesstaatsverfassung für die junge Republik beauftragt. Er entwickelte das – später so bezeichnete – österreichische Modell der Verfassungsgerichtsbarkeit, das weltweit Nachahmung fand.

Kelsen, der von 1918 bis 1930 Professor an der Universität Wien war, erlangte vor allem für seine Beiträge zur Rechtstheorie und zur Politischen Theorie internationale Bekanntheit. Für seine innovativen Ansätze wurde er – im zunehmend antisemitischen Klima der Zeit – angefeindet. Bereits 1930 verließ Kelsen Wien, über mehrere Stationen in Europa emigrierte er 1940 schließlich in die USA, wo er bis zu seinem Tod 1973 lebte. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Rechtsgelehrten des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung würdigt, aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der österreichischen Bundesverfassung, deren Architekten und stellt sein Leben und Werk in den Mittelpunkt. Darüber hinaus lädt sie dazu ein, einen genaueren Blick auf die Bundesverfassung zu werfen – mit überraschenden Erkenntnissen und Einsichten.

Kuratorin: Adina Seeger, Ausstellungsgestaltung: Capitale Wien

Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse

Ausstellungsort:
Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt,
Karmelitergasse 9, 1. Stock, 1020 Wien

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Mi, Fr: 7.30-15.30, Do: 7.30-17.30 Uhr
(ausgenommen Feiertage)

Der Eintritt ist frei. Anmeldung und Information: letzteorte@erinnern.at

Kleine Sperlgasse 2a, Castellezgasse 35, Malzgasse 7 und 16 – diese Adressen im 2. Bezirk Leopoldstadt sind im kollektiven Gedächtnis Wiens bzw. Österreichs praktisch nicht präsent. In der  Topographie der Shoah von Wien und Österreich sind das jedoch zentrale Orte. Hier haben sich in den Jahren 1941/42 vier Sammellager befunden, in denen Jüdinnen und Juden vor der Deportation interniert wurden. Von hier wurden Gruppen von je 1000 Menschen in Lastwägen zum Aspangbahnhof gebracht, von Februar 1941 bis Oktober 1942 gingen insgesamt 45 Deportationszüge in Ghettos und Vernichtungslager. Der Großteil der österreichischen Shoah-Opfer wurde von den vier Sammellagern aus in die Vernichtung verschickt.

Der Weg in die Vernichtung begann mitten in der Stadt. Die Ausstellung Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse rekonstruiert und vermittelt die Bedeutung dieser heute nahezu vergessenen letzten Orte vor der Deportation.

FÜHRUNGEN mit den KuratorInnen Dieter Hecht, Michaela Raggam-Blesch und Heidemarie Uhl
An jedem ersten Donnerstag im Monat, 16:00-17:00, Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt
Nächster Termin: 5.11.2020

Die letzten Europäer. Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee | Die Familie Brunner. Ein Nachlass

Ausstellungsdauer:

Ausstellungsort:
Jüdische Museum Hohenems,
Salomon-Sulzer-Saal, Schweizer Str. 21,
6845 Hohenems

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Europa von einem Rückfall in nationalistische und fremdenfeindliche Ideologien bedroht.

Der europäische Imperativ „Nie wieder!“ wird von Vielen in Frage gestellt, auch hier in Österreich. Zugleich entdecken Europas Nationalisten ihre eigene Fantasie vom „christlich-jüdischen Abendland“ – als Kampfbegriff gegen Zuwanderung und Integration. Die Werte der Aufklärung, die die Grundlage europäischer Verständigung nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts bildeten, werden in ihr Gegenteil verkehrt und zum Mittel der Abschottung und der Ausgrenzung.

Ausgangspunkt für die Ausstellung „Die letzten Europäer. Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee“ ist eine Schenkung an das Jüdische Museum Hohenems, bestehend aus Briefen und Dokumenten, Memorabilia und Alltagsgegenständen der Hohenemser Familie Brunner, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Triest aufmachte, um zu der rasanten Entwicklung der habsburgischen Mittelmeermetropole beizutragen. Ihr steiler sozialer und kultureller Aufstieg endete in der Entwicklung Europas zu einem Kontinent des gegenseitigen Hasses und zwei Weltkriegen.

Vor diesem Hintergrund blickt das Jüdische Museum Hohenems auf jüdische Individuen, die angesichts der Zerstörung Europas und der versuchten Vernichtung der europäischen Juden nationale und kulturelle Grenzen überschritten und die universelle Geltung von Menschenrechten erneut vehement einforderten. Anhand ihres Engagements für ein geeintes und friedliches Europa erkundet die Ausstellung gleichzeitig dessen neuerliche Bedrohung. Parallel dazu wird sie Ort einer offenen Debatte über die Zukunft Europas sein, die 2020 und 2021 im Jüdischen Museum Hohenems – in Zusammenarbeit mit der Central European University in Wien – geführt werden soll. Ein Jahr lang wird Hohenems so zu einer „Very Central European University“.