Ausstellungen

Die Stadt ohne Juden Muslime Flüchtlinge Ausländer

Ausstellungseröffnung:

2 März 2018

Ausstellungsdauer:

2.3. – 30.12.2018

täglich 15:00–21:00

Ort:

METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien

„Die Stadt ohne Juden“ nannte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Verfilmung durch Regisseur Hans Karl Breslauer war 1924 bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten erschossen. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten »Anschluss« 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Die Ausstellung DIE STADT OHNE begleitet die Veröffentlichung der neu restaurierten Version des Stummfilms, der heute weltweit als erstes filmkünstlerisches Statement gegen den Antisemitismus gilt. Dabei wird dieses einzigartige Zeitdokument nicht nur in der Geschichte der Ersten Republik verortet, sondern auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart. Ausgehend von einzelnen  Filmszenen interveniert die Ausstellung zwischen dem Damals und Heute: sie zeigt, wie Ausschlussmechanismen in der Gesellschaft funktionieren und zeichnet dabei die einzelnen Stufen des Ausgrenzungsprozesses von der Polarisierung der Gesellschaft bis zum endgültigen Ausschluss der geschaffenen »Sündenböcke« nach.

In den 1920er- und 1930er-Jahren haben die Antisemiten nach dem Ausschluss »der Juden« gerufen, heute wird wieder agitiert: gegen »die Ausländer«, Musliminnen und Muslime oder Flüchtlinge. DIE STADT OHNE stellt die Frage, ob und inwiefern die gesellschaftliche Spaltung während der Jahre des Aufstiegs des Nationalsozialismus mit jener unserer Gegenwart verglichen werden kann, soll oder sogar muss.

Im Film kehrten die Jüdinnen und Juden wieder nach Wien zurück, die historische Realität sollte aber anders aussehen. Von der Utopie Bettauers und des Films wendet sich die Ausstellung den tatsächlichen historischen Folgen des Ausschlusses der jüdischen Bevölkerung, der Schoa, zu. Mit ihrer Anbindung an die Gegenwart versteht sich DIE STADT OHNE nicht nur als historische Ausstellung, sondern als eine Intervention zum Republikjubiläum, die Fragen der kulturellen Identität Österreichs mit all ihren Brüchen und Verwerfungen kritisch beleuchtet. Als Projektionsfolie dazu dienen die nun wiederentdeckten Filmbilder von DIE STADT OHNE JUDEN.

70 JAHRE ISRAEL – von der Pioniergesellschaft zur Startup Nation

Ausstellungseröffnung:

28. Mai, 18:30 Uhr

Ausstellungsdauer:

29.05 – 18.06.2018
Werktags von 10–18 Uhr

Eintritt frei!

Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, einen Lichtbildausweis mitzunehmen.

Ort: Rabensteig 3, 1010 Wien

Aus der Sammlung des Bernhard H. and Miriam Oster Visual Documentation Center am Beit Hatfusot, The Museum of the Jewish People in Tel Aviv.

Die Ausstellung „70 Jahre Israel: Von der Pioniergesellschaft zur Startup Nation“ zeichnet das epochale Unterfangen der israelischen Staatsgründung aus Sicht seiner Bürger nach. Die Erfahrungen von Juden aus aller Welt, die vor Hass und Angst flohen, um in Freiheit in einem jüdischen Staat zu leben, stehen dabei im Mittelpunkt. Die zahlreichen Fotografien, Abbildungen und individuellen Erzählungen ermöglichen es dem Betrachter, die wichtigsten geschichtlichen Wegmarken des Staates Israel kennenzulernen und sich zugleich ein Bild vom Leben der ersten Einwanderer zu machen – welche Mühen sie auf sich nahmen, um nach Israel zu gelangen und wie sie sich in der neuen Heimat zurechtfanden. 70 Jahre Israel erlaubt dem Betrachter einen Blick auf die Entstehung des Landes. Das Beit Hatfutsot, das Museum of the Jewish People in Tel Aviv, ist eine international bedeutende Bildungsstätte, die die Gesamtheit der jüdischen Geschichte im Museum vor Ort, in Israel, im Internet und überall auf der Welt durch innovative Ausstellungen, modernste Technik und kreative Programme abbildet.

Veranstalter: IKG Kultur

Verfolgt – verlobt – verheiratet. Scheinehen ins Exil

Ausstellungsdauer: 

16 Mai bis 07 Oktober

Adresse:
Museum Judenplatz,
Judenplatz 8, 1010 Wien,
Sonntag bis Donnerstag,
10:00-18:00 Uhr,
Freitag, 10:00-17:00 Uhr.
Samstags geschlossen

Anschluss 1938

Ausstellungsdauer:

13. März bis 27. Juni 2018
Mittwoch 16.00 bis 18.30 Uhr,
Sonntag 10.00 bis 13.00 Uhr;

Ort:

Bezirksmuseum Leopoldstadt,
Karmelitergasse 9, 1020 Wien

Eröffnung durch die Bezirksvorsteherin Ursula Lichtenegger und Brigitte Bailer-Galanda

Als die Wehrmacht des nationalsozialistischen Deutschen Reiches in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 die österreichische Grenze überschritt, hatten regional schon die österreichischen Nationalsozialisten die Macht an sich gerissen. Noch in der Nacht des „Anschlusses“ begannen die siegestrunkenen Nationalsozialisten und deren Anhänger, Jüdinnen und Juden zu demütigen und zu misshandeln. Die zahlreiche jüdische Bevölkerung der Leopoldstadt war von diesen Grausamkeiten besonders betroffen. Als in den folgenden Tagen zehntausende politische Gegner des neuen Regimes verhaftet wurden – Sozialisten, Kommunisten ebenso wie deren Gegner der Jahre 1933-1938, die Vertreter des Austrofaschismus – befanden sich darunter auch zahlreiche Bewohner der Leopoldstadt. Wer sich in den folgenden Jahren dem Regime widersetzte, musste mit Gefängnis, Konzentrationslager oder auch Todesurteil rechnen.

Die Ereignisse des Jahres 1938 stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung. Daneben sind die Erste Republik, Verhaftung, Flucht und Vertreibung sowie Widerstand und politische Verfolgung Thema der Ausstellung.

Kuratorenführungen mit Brigitte Bailer-Galanda
11. April 2018, 17.30 Uhr | 16. Mai 2018, 17.00 Uhr | 13. Juni 2018, 17.00 Uhr

Eintritt frei!

SHOAH – WIE WAR ES MENSCHLICH MÖGLICH?

Ausstellungseröffnung:
10. April 2018, 18 Uhr
Ort: Universität Wien
1010 Wien, Universitätsring 1 (Bibliotheksgang)
Ausstellungsdauer: 
11. April – 30. Juni 2018

Die von Yad Vashem konzipierte Wanderausstellung erzählt die gesamte Geschichte der
Shoah. Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen fundierten Überblick über die
schrecklichen Ereignisse dieses dunklen Kapitels der Menschheit und über das Schicksal
der Jüdinnen und Juden in Europa zwischen 1933 und 1945. Sie zeigt persönliche
Geschichten und lässt auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen.

Es sprechen:
Hofrätin Mag.a Maria Seissl
Leiterin des Bibliotheks- und Archivwesen der Universität Wien
Hadass Wittenberg Silverstein
Botschaftsrätin des Staates Israel
Arik Rav On (angefragt)
Direktor für die deutschsprachigen Länder für Yad Vashem, Jerusalem
Oskar Deutsch
Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien/Österreich
Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb
Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien
ao.Univ.-Prof.in Dr.in Christa Schnabl
Vizerektorin für Studium und Lehre

Moderation:
Brigitte Krautgartner ORF Religion – Radio
Aliosha Biz – Geige
Brot und Wein (koscher)

Schicksalsjahr 1938 – NS-Herrschaft im Burgenland

Ausstellungsdauer: 

27. April bis 04. November 2018

Die Ausstellung findet an zwei Standorten,
im Österreichischen Jüdischen Museum in Eisenstadt
sowie im Landesmuseum Burgenland in Eisenstadt, statt.

Als NS-Landeshauptmann Dr. Tobias Portschy am 2. April 1938 forderte, im Burgenland neben der ›Agrarreform‹ und der ›Zigeunerfrage‹ auch die ›Judenfrage‹ mit nationalsozialistischer Konsequenz zu lösen, bedeutete dies das endgültige Aus einer dreihundertjährigen kontinuierlichen jüdischen Geschichte dieses jüngsten Bundeslandes Österreichs.
Die burgenländischen Jüdinnen und Juden waren 1938 die ersten in Österreich, die von den Ausweisungsbefehlen der Nazis betroffen waren. Schon wenige Tage nach dem „Anschluss“ im März 1938 begann die systematische Ausweisung aus ihren Gemeinden. Am 1. November 1938 meldete die Presse, dass

sämtliche Kultusgemeinden des Burgenlandes … nicht mehr existieren.

Programm der Eröffnung sowie mehr Informationen zur Ausstellung:

http://ojm.at/1938

Eröffnungsprogramm am 26. April, 18:00 Uhr (Landesmuseum Burgenland)

16:00 – 18:00 Uhr: Pre-Opening: Freie Besichtigung beider Ausstellungsorte

ab 18:00 Uhr:

Begrüßung Dr. Wolfgang Kuzmits, Geschäftsführer | KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH

Zur Sonderausstellung Mag. Dieter Szorger, Kurator

Im Gespräch
Claudia Prutscher, Vizepräsidentin | Israelitische Kultusgemeinde Wien

Mag. Hans Peter Doskozil, Kulturlandesrat

Ansprache Dr. Heinz Fischer, Vorsitzender des Beirats 100 Jahre Republik

Ansprache & Eröffnung Hans Niessl, Landeshauptmann

Moderation Walter Reiss

Filmausschnitt „Es waren schwere Zeiten“
von Walter Reiss | Gespräche mit burgenländischen ZeitzeugInnen

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Ausstellungseröffnung:

18. März 2018, 11:00-14:00 Uhr

Ausstellungsdauer:

18. März bis 7. Oktober 2018

Veranstaltungsort
Salomon Sulzer Saal
Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems
Tel. +43 (0)5576 73989
office@jm-hohenems.at 

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss.

„Gilead besetzte die nach Efraim führenden Übergänge des Jordan. Und wenn efraimitische Flüchtlinge (kamen und) sagten: Ich möchte hinüber!, fragten ihn die Männer aus Gilead: Bist du ein Efraimiter? Wenn er Nein sagte, forderten sie ihn auf: Sag doch einmal «Schibbolet». Sagte er dann «Sibbolet», weil er es nicht richtig aussprechen konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn dort an den Furten des Jordan nieder.“ (Buch Richter 12,5/6)

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Angehörigen des Stammes Gilead und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

KünstlerInnen
Lawrence Abu Hamdan (London/Berlin), Zach Blas (London), Sophie Calle (Paris), Arno Gisinger (Paris), Vincent Grunwald (Berlin), Ryan S. Jeffery/Quinn Slobodian (Los Angeles), Leon Kahane (Berlin/Tel Aviv), Mikael Levin (New York), Fiamma Montezemolo (San Francisco), Pīnar Öğrenci (Wien), Anton Ovidiu (Wien), Fazal Sheikh (Zürich)

Memory Gaps ::: Erinnerungslücken: Kinder bergen

Ausstellungseröffnung:

 01. – 30. April 2018

Ort: Galerie Kunstlabor

Paul-Sternberg-Weg 43, 1140 Wien

„Jedes Kind hat das Recht auf den heutigen Tag.“ (Janusz Korczak)

Henryk Goldszmit, bekannt unter seinem Künstlernamen Janusz Korczak (* 22. Jul. 1878 in Warschau; † nach dem 5. Aug. 1942 im Vernichtungslager Treblinka), war ein polnischer jüdischer Kinderarzt, Pädagoge, Schriftsteller und Leiter eines, 1912 nach seinen eigenen Plänen errichteten, jüdischen Waisenhauses, Dom Sierot. Janusz Korczak bestand im August 1942 darauf, die etwa 200 jüdischen Kinder seines Warschauer Waisenhauses, die von der SS abgeholt und in das NS-Vernichtungslager Treblinka deportiert wurden, zu begleiten. Obwohl er die Möglichkeit zur Flucht aus dem Warschauer Ghetto gehabt hätte, ließen er und seine Mitarbeiterin Stefania Wilczyńska die Kinder nicht im Stich. Wissend, dass dies auch für sie selbst den Tod bedeuten würde, begleiteten sie ihre Waisenkinder in die NS-Gaskammer von Treblinka.

Zu den grauenhaftesten aller Tatbestände der jüngeren Geschichte Europas zählt die infernalische Ermordung von mehr als 1,5 Millionen Kindern während des Holocaust. Wie bereits in den Monaten März bis Juni 2017, erinnert Memory Gaps an vier jüdische Kinder, die im Alter zwischen 4 und 13 Jahren im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurden.

Bildtitel: “Schrei 12:28 Uhr”
Copyright: Konstanze Sailer, 2018

Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945

Die Zeit des Nationalsozialismus markiert den historischen Tiefpunkt in der Entwicklung der österreichischen Medizin. Aus Anlass des 80-jährigen Jahrestages des Endes der Eigenstaatlichkeit Österreichs und der nationalsozialistischen Macht übernahme mit ihren Folgen zeigt das Josephinum die Auswirkungen auf die Wiener Medizinische Fakultät.
Die Ausstellung behandelt die Vorgeschichte von Antisemitismus und Rassismus bereits vor der NS-Zeit, die direkten Auswirkungen des März 1938, die Vertreibung eines großen Teils der Fakultätsangehörigen und die dadurch ermöglichten
Karrieren von NS-Parteigängern. Die ideologische Durchdringung der Fakultät mit dem Gedankengut der NS-„Rassenhygiene“, die Forschungspraktiken bis hin zu verbrecherischen Menschenversuchen, Zwangssterilisationen und die Beteiligung an den „Euthanasie“-Aktionen gegen Patienten und Patientinnen der Psychiatrie werden ebenso behandelt wie die zunehmende Militarisierung von Studium und Forschung im Zuge des Krieges. Das Jahr 1945 als ambivalente Zäsur, die bisherigen Auseinandersetzungen mit der NS-Vergangenheit und nicht zuletzt die Position des Josephinums als Zentrum der Medizingeschichte in Österreich bilden weitere Schwerpunkte.
Informationen und Anmeldung:
sammlungen@meduniwien.ac.at
TERMINE & ÖFFNUNGSZEITEN:
nur nach vorheriger Vereinbarung Mo–Do, 9.00–17.00, in Ausnahmen auch während der regulären Öffnungszeiten Fr –Sa 10.00–18.00.
DAUER: 60–90 Minuten

»Wir wissen es, daß diese Beamtenschaft ihre Pflicht auch im neuen Wien tun wird« – Die Wiener Stadtverwaltung 1938

Ausstellungseröffnung:
Wienbibliothek im Rathaus: 22.02.2018,
19:00 Uhr, Lesesaal

Ausstellungsdauer:

23.02.- 21.09 2018

Ausstellungsort:
Wienbibliothek im Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien, Ausstellungskabinett, Gangbereich und Foyer
Öffnungszeiten:
Werktags Montag bis Donnerstag 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr
Freitag 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Die Wienbibliothek im Rathaus nimmt das Jahr 2018 zum Anlass, im Rahmen einer Ausstellung einen Blick auf die Wiener Stadtverwaltung nach dem „Anschluss“ im März 1938 zu werfen. 16 Stationen im Ausstellungskabinett vermitteln die rasante Gleichschaltung und Instrumentalisierung der Wiener Stadtverwaltung in den Jahren 1938/1939, dargestellt jeweils aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit und jenem der städtischen Bediensteten. Thematisch behandelt die Ausstellung – die fast ausschließlich aus Beständen der Wienbibliothek gespeist wird – temporäre Erscheinungen jener Zeit ebenso wie bis heute gültige Veränderungen im Magistrat.

Weitere Teile der Ausstellung fokussieren auf den Repräsentationsort Wiener Rathaus und dessen nationalsozialistische Topografie (Gang vor der Bibliothek) und behandeln Kontinuitäten wie Diskontinuitäten in der Arbeit der Bibliothek 1938/2018 (Foyer).

Hier geht es zur Ausstellung

Camaradas: ÖsterreicherInnen im Spanischen Bürgerkrieg

DÖW-Kooperation: Ausstellungseröffnung / Buchpräsentation am 6. Dezember 2017

Am 17. Juli 1936 putschten spanische Generäle gegen ihre demokratisch gewählte Regierung und traten damit den Spanischen Bürgerkrieg los. Drei Monate später wurden die Internationalen Brigaden gegründet, denen sich in den kommenden zwei Jahren an die 35.000 Männer und Frauen aus vielen Ländern anschlossen, unter ihnen 1400 ÖsterreicherInnen. Die Ausstellung möchte das Schicksal dieser österreichischen Interbrigadisten vor Augen führen und ihre Lebenswege nachzeichnen.

Das gleichnamige Buch unternimmt den Versuch, eine Leerstelle im sozialen Gedächtnis Österreichs zu füllen und aus einer interdisziplinären Perspektive über die Teilnahme der rund 1400 ÖsterreicherInnen nachzudenken. Neue Erkenntnisse in der internationalen Aufarbeitung des Themenbereichs, die Öffnung russischer Archive und die jüngsten Forschungsergebnisse zur österreichischen Geschichte der dreißiger und vierziger Jahre erlauben es, einen neuen Blick auf das Thema zu werfen

Einleitende Worte:

Oliver RATHKOLB (Universität Wien)
Miguel ALONSO BERRIO (Spanische Botschaft)
Gerhard BAUMGARTNER (DÖW)
Eva FRIEDLER (Vereinigung österreichischer Freiwilliger)
Eugen GROSS (prenninger gespräche)

Zur Ausstellung und Buchpräsentation: Georg PICHLER (Universidad de Alcalá, Madrid)

Eine Veranstaltung der Universität Wien (Institut für Zeitgeschichte, Universitätsbibliothek Wien), dem Verein „prenninger gespräche“, CLIO, DÖW u. a.

Frauen und Krieg. Der Fall Elżbieta Zawacka Zo

Vortrag und Ausstellungseröffnung:
17. April 2018, 18 Uhr 30

Ausstellungsdauer:
18.o4 – 25.05.2018

Ort: Jan III Sobieski – Saal
Polnische Akademie der Wissenschaften-
Wissenschaftliches Zentrum in Wien
Boerhaavegasse 25, 1030 Wien

Still und unsichtbar. Die Wiederstandskämpferin und Wissenschaftlerin Generalin Elżbieta Zawacka „Zo“.

Die Polin Elżbieta Zawacka „Zo“ (1909 – 2009) war Mathematikerin, Pädagogin, Widerstandskämpferin sowie Kurierin und Abgesandte des Oberbefehlshabers der Heimatarmee während des Zweiten Weltkriegs. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte sie den „Cichociemni“ an, den „Stillen und Unsichtbaren“. Mit diesem Kryptonym wurden jene polnische Soldaten bezeichnet, die von 1941 bis 1944 nachts von England in das besetzte Polen geflogen wurden und mittels Fallschirmsprung in Polen landeten. Eine von ihnen – die einzige Frau – war Elżbieta Zawacka. Während des Zweiten Weltkriegs richtete Zawacka als Kurierin und Emissärin Kurierrouten zwischen Polen und Großbritannien ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie ihre pädagogische Arbeit wieder auf. Ihr Spezialgebiet war die Andragogik (Erwachsenenbildung). Zu einer Zeit, als die ersten Computer noch ganze Räume einnahmen, propagierte sie bereits das E-Learning. Als Andragogin arbeitete sie an der Pädagogischen Hochschule in Gdańsk und an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń. Nach ihrer Pensionierung widmete sich historischen Forschungen und sozialen Aktivitäten. Auf diese Weise trug sie wesentlich dazu bei, das Schicksal der Soldaten der Heimatarmee zu erforschen und ihrer ehrend zu gedenken. Sie war Mitbegründerin des Weltverbandes der Heimatarmee sowie Gründerin der Stiftung „Pommersches Archiv der Heimatarmee“ in Toruń. Für ihre Verdienste im Widerstand wurde sie 2006 zum Brigadegeneral befördert. Zawacka verstarb am 10. Jänner 2009 in Toruń, wo sie mit militärischen Ehren, wie sie Verstorbenen im Range eines Generals zustehen, bestattet wurde.
Katarzyna Minczykowska, Dr. phil, wurde im dritten Jahr ihres Geschichtsstudiums an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń von Prof. Elżbieta Zawacka in dem von dieser geleiteten Pommerschen Archiv der Heimatarmee in Toruń angestellt, in dem sie als Referentin, Archivleiterin, Sekretärin und Vizepräsidentin des Vorstands beschäftigt war bzw. ist. Sie ist Kuratorin zahlreicher Ausstellungen und Publikationen über den Militärdienst von Frauen, leitende Redakteurin des „Biuletyn Fundacji Generał Elżbiety Zawackiej“ sowie Leiterin und Koordinatorin zahlreicher, von der General-Elżbieta-Zawacka-Stiftung organisierter Projekte.

Anmeldung:  talik@viennapan.org

Verwischte Grenzen. Jüdische Verortungen nach 1918

Ausstellungsdauer:

18. Mai – 6. Oktober 2018
Dienstag – Sonntag, 13:00-19:00 Uhr

Ausstellung in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten
anlässlich des 30jährigen Bestehens unseres Instituts

„Das Jahr 1918 markierte keineswegs das Ende der Vielvölkerreiche, im Gegenteil, sie vermehrten sich.“ (Pieter Judson)

Anhand von zum großen Teil erstmals in Niederösterreich präsentierten Synagogalobjekten, Dokumenten, Fotos und Interviews zeigt die Ausstellung, wie sich nach dem Zerfall der Monarchie Juden und Jüdinnen in den Nachfolgestaaten politisch, sprachlich und auch in der Religionspraxis neu und kreativ orientierten. In 12 Stationen werden exemplarisch Haltungen, Bewegungen sowie politische und religiöse Entwürfe in den jüdischen Gemeinden und Gesellschaften dieser Staaten dargestellt: Österreich, Ungarn, Tschechoslowakische Republik, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Rumänien, Polen; davon Territorien mit starkem jüdischem Bevölkerungsanteil: Burgenland/Westungarn, Böhmen, Mähren, Slowakei, Bukowina, Galizien. Die einzelnen Regionen sind einerseits von ethnischer, sprachlicher, religiöser und kultureller Vielfalt und Austausch gekennzeichnet, andererseits führte die politische und materielle Unsicherheit verbunden mit Fragen der Identität und Zugehörigkeit zu Aggression, Exklusion und antisemitischer Gewalt.

Teddy Kollek. Der Wiener Bürgermeister von Jerusalem

Namensgebung und Ausstellungseröffnung:
10.04.2018 um 12:30 Uhr

Symposium:
11. April 2018 um 14:00 Uhr

Ausstellungsdauer:
11. April bis 25. November 2018

Teddy Kollek (1911–2007) war von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem. Er verwandelte die Stadt in eine Metropole und setzte sich  nachhaltig für ein friedliches Zusammenleben ihrer multireligiösen  Bewohner ein. Als kulturelles und kommunalpolitisches Vorbild galt ihm das Wien der Zwischenkriegszeit, in dem er aufgewachsen war. Früh bekannte er sich zum Zionismus und wanderte bereits 1935 nach Palästina aus, wo seine steile politische Karriere begann. Zu seinen  größten Leistungen zählt die Begründung des Israel Museums und der  Jerusalem Foundation. Auf Einladung des Wiener Bürgermeisters

Helmut Zilk eröffnete Teddy Kollek am 18. November 1993 das  Jüdische Museum Wien. Ihre Freundschaft ermöglichte nach den  schwierigen Waldheim-Jahren einen Neubeginn der diplomatischen  Beziehungen Österreichs zu Israel.

Kuratoren Elke-Vera Kotowski und Marcus G. Patka

Ort Jüdisches Museum Wien

Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Öffnungszeiten Sonntag bis Freitag, 10:00 -18:00 Uhr

Samstag geschlossen

Namensgebung und Ausstellungseröffnung. Dienstag, 10. April 2018
Programm
12.30 Uhr Feierliche Namensgebung des Teddy Kollek Hauses mit Enthüllung des Teddy Kollek Porträts von Osnat Kollek (ab 12.00 Uhr Flying Buffet im Foyer)
Begrüßung: Julius H. Schoeps
Ort: Teddy Kollek Haus
Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße 15, 1100 Wien

19.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung
„Teddy Kollek. Der Wiener Bürgermeister von Jerusalem“ und Verleihung der Moses Mendelssohn Medaille an Amos und Osnat Kollek in Anwesenheit von Dr. Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien Dr. Michael Häupl, Bürgermeister der Stadt Wien
I.E. Talya Lador-Fresher, Botschafterin des Staates Israel Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Vorstand der Moses Mendelssohn Stiftung
Ort: Jüdisches Museum Wien
Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Symposium Mittwoch, 11. April 2018
Programm:
14.00 Uhr Grußworte: Reinhard Pühringer, Raiffeisen Bank, Danielle Spera, Jüdisches Museum Wien, Kurt Scholz, Zukunftsfonds der Republik Österreich
14.15 Uhr Das Idol und der Namensgeber.
Theodor Herzl und die zionistische Idee – Julius H. Schoeps (Berlin)
15.00 Uhr Teddy Kollek zwischen Wien und Jerusalem – Renata Schmidtkunz (Wien)
15.45 Uhr Kaffeepause
16.15 Uhr Zwei Löwen aus Wien in Jerusalem: Teddy Kollek und Ari Rath, Stefanie Oswalt (Berlin)
17.00 Uhr Teddy Kollek. Gründer der Jerusalem Foundation – Irène Pollak-Rein (Jerusalem)
18.00 Uhr Filmvorführung und Podiumsdiskussion
anschließend Empfang
Ort:  Looshaus, Michaelerplatz 3, 1010 Wien