Ausstellungen

Die Stadt ohne Juden Muslime Flüchtlinge Ausländer

Ausstellungsdauer:
2.3.2018 bis 30.12.2018

täglich 15:00–21:00

Ort: METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4, 1010 Wien

„Die Stadt ohne Juden“ nannte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Verfilmung durch Regisseur Hans Karl Breslauer war 1924 bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten erschossen. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten »Anschluss« 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Die Ausstellung DIE STADT OHNE begleitet die Veröffentlichung der neu restaurierten Version des Stummfilms, der heute weltweit als erstes filmkünstlerisches Statement gegen den Antisemitismus gilt. Dabei wird dieses einzigartige Zeitdokument nicht nur in der Geschichte der Ersten Republik verortet, sondern auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart. Ausgehend von einzelnen  Filmszenen interveniert die Ausstellung zwischen dem Damals und Heute: sie zeigt, wie Ausschlussmechanismen in der Gesellschaft funktionieren und zeichnet dabei die einzelnen Stufen des Ausgrenzungsprozesses von der Polarisierung der Gesellschaft bis zum endgültigen Ausschluss der geschaffenen »Sündenböcke« nach.

In den 1920er- und 1930er-Jahren haben die Antisemiten nach dem Ausschluss »der Juden« gerufen, heute wird wieder agitiert: gegen »die Ausländer«, Musliminnen und Muslime oder Flüchtlinge. DIE STADT OHNE stellt die Frage, ob und inwiefern die gesellschaftliche Spaltung während der Jahre des Aufstiegs des Nationalsozialismus mit jener unserer Gegenwart verglichen werden kann, soll oder sogar muss.

Im Film kehrten die Jüdinnen und Juden wieder nach Wien zurück, die historische Realität sollte aber anders aussehen. Von der Utopie Bettauers und des Films wendet sich die Ausstellung den tatsächlichen historischen Folgen des Ausschlusses der jüdischen Bevölkerung, der Schoa, zu. Mit ihrer Anbindung an die Gegenwart versteht sich DIE STADT OHNE nicht nur als historische Ausstellung, sondern als eine Intervention zum Republikjubiläum, die Fragen der kulturellen Identität Österreichs mit all ihren Brüchen und Verwerfungen kritisch beleuchtet. Als Projektionsfolie dazu dienen die nun wiederentdeckten Filmbilder von DIE STADT OHNE JUDEN.

Leonard Bernstein. Ein New Yorker in Wien

Ausstellungsdauer:
17.10.2018 bis 28.04.2019

Ort: Museum Judenplatz
www.jmw.at

Musikalisch sozialisiert in der Synagoge seiner Kindheit in Boston, ausgebildet in Harvard und beruflich in New York zu Hause, verband Leonard Bernstein eine lebenslange Beziehung mit Wien. Von 1966 bis zu seinem Tod 1990 kam er, vor allem für seine Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, immer wieder nach Wien. Bernstein hatte als Jude ein ambivalentes Verhältnis zu dieser Stadt. In einem Brief an seine Eltern schrieb er im März 1966, also 21 Jahre nach dem Ende der Schoa:

Ich genieße Wien unglaublich – so sehr man das als Jude überhaupt kann. Es ist hier voller trauriger Erinnerungen und man hat mit so vielen Ex-Nazis (und möglicherweise immer noch Nazis) zu tun; und nie kannst Du Dir sicher sein, ob nicht einer unter denen, die bravo schreien, Dich vor 25 Jahren einfach erschossen hätte. Aber es ist besser zu vergeben, und wenn möglich, überhaupt zu vergessen. […]
Euer Wiener Schnitzel
Lenny

Als, wie er sagte, „Therapie gegen deutschen Nationalismus“ trug er in Wien gerne eine Trachtenjacke, brachte den Wiener Philharmonikern – gegen anfängliche Widerstände – den verdrängten Gustav Mahler zurück und vermittelte sogar in der österreichischen Innenpolitik.

Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag des Stardirigenten und Komponisten, die das Verhältnis des New Yorkers Bernstein zur Musikstadt Wien in den Mittelpunkt stellt, sich mit den jüdischen Wurzeln des großen Künstlers befasst und ihn auch als politischen Menschen würdigt.

KuratorInnen: Werner Hanak, Adina Seeger

#BernsteinAt100

Foto (c) First/Look/picturedesk.com

Linz 1918/1938 – Jüdische Biographien

Ausstellungsdauer:

08.11.2018 bis 11.01.2019

Ort:
Wissensturm – Volkshochschule und Stadtbibliothek Linz
Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Erfahrungen von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde vornehmlich in den Jahren 1918 und 1938. Während sich die Schicksale von Jüdinnen und Juden im Umbruchsjahr 1918 nicht grundlegend von den Erlebnissen anderer Linzerinnen und Linzer unterschieden, war die jüdische Bevölkerung im Jahr 1938 Verfolgungen durch die Nationalsozialisten ausgesetzt. Die damals einsetzende Zerstörung des jüdischen Lebens in Linz ist bis in die heutige Zeit sichtbar.

LETZTE ORTE VOR DER DEPORTATION Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse

Ausstellungsdauer:
11.05.2018 bis 30.01.2019

Ausstellungsort:
Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt,
Karmelitergasse 9, 1. Stock, 1020 Wien

Öffnungszeiten:
MO, DO, MI, FR 7:30–15:30, DO 7:30–17:30
(ausgenommen Feiertage)

Die umkämpfte Republik. Österreich 1918 – 1938

Ausstellungsdauer:

Ausstellungsort:

Niederösterreichische Museum
Kulturbezirk 5
3100 St. Pölten

Die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte wird anlassbezogen immer wieder mit Wechsel-, und Sonderausstellungen ergänzt. Aus Anlass 100 Jahre Republik widmet sich die erste Schwerpunktausstellung der spannenden Geschichte Österreichs in der Zwischenkriegszeit, von der Republikgründung 1918 bis zum „Anschluss“ 1938.

Auf rund 550 m² Ausstellungsfläche erwartet die BesucherInnen eine spannend inszenierte Schau. Sie spannt den Bogen von der Innenpolitik über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse bis zur Außenpolitik.
Die massiven, ideologisch motivierten Gegensätze zwischen den politischen Lagern, die Unfähigkeit zu Kompromissen der politischen Eliten, die tiefe Spaltung der Bevölkerung, die hohe Arbeitslosigkeit und Verarmung breiter Schichten, führten zu einer Radikalisierung der Gesellschaft. Die Bereitschaft, politische Konflikte durch Gewalt zu lösen, war in allen drei politischen Lagern präsent. Heimwehren, Republikanischer Schutzbund und Staatsmacht standen sich in einem latenten Bürgerkrieg gegenüber. 1933 beseitigte Bundeskanzler Engelbert Dollfuß die Demokratie, der Bürgerkrieg im Februar 1934 entzweite das Land vollends, im Juli 1934 wurde Dollfuß von Nationalsozialisten ermordet. Die Errichtung des autoritären Ständestaates war das österreichische Modell einer Faschisierung Zentraleuropas (ausgenommen die Tschechoslowakei und die Schweiz).

Breiten Raum wird die Darstellung der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einnehmen. Anhand noch nie gezeigter Objekte aus den Landessammlungen und einer Sammelaktion werden Phänomene wie Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit in ihren politischen und sozialen Auswirkungen begreifbar. Die ökonomischen Katastrophen dieser Zeit, vom Zerfall des zentraleuropäischen Wirtschaftsraums der k.u.k.-Monarchie bis zur Weltwirtschaftskrise, aber auch die Jahre der wirtschaftlichen Erholung, werden mit Exponaten aus dem Alltag der Menschen eindrucksvoll illustriert.

Das dritte wichtige Themenfeld bildet die Außenpolitik Österreichs bzw. das Einwirken äußerer Faktoren auf den schwachen Kleinstaat im Zentrum Europas. Hier werden vor allem die Rolle des faschistischen Italien und der Druck Hitler-Deutschlands im Zentrum des Interesses stehen.
Nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung getragen, erwies sich das autoritäre System gegenüber NS-Deutschland und den illegalen Nationalsozialisten im eigenen Land als zu schwach. „Der Anschluss“ 1938 an das Deutsche Reich erfolgte ohne militärischen Widerstand unter enormen Druck von außen und von innen.

In Besucherforen wird zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt – über aktuelle Herausforderungen für die Demokratie genauso wie über die Werte einer demokratischen Gesellschaft.

Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung für das Dritte Reich mit Erweiterung um Zwangsarbeit auf österreichischem Gebiet

Ausstellungsdauer: 
10. Oktober 2018 bis 15. März 2019

Ort: Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universität Wien,
Spitalgasse 2-4, Campus der Universität Wien, Hof 1, Stiege 12

Als das Nürnberger Tribunal den Generalbevollmächtigten für Arbeitseinsatz
Fritz Sauckel als „größten und grausamsten Sklavenhalter seit den Pharaonen“ bezeichnete, handelte es sich nicht um eine dramatische Übertreibung.
Während des Nationalsozialismus wurde die Zwangsarbeit zum Massenphänomen, welches das Leben von Millionen von Menschen im besetzten Europa bestimmte.
Für die deutsche Kriegswirtschaft wurden sowohl zivile Arbeitskräfte, als auch
Kriegsgefangene und Gefangene der Judenghettos, der Internierungslager für
Roma, der Konzentrationslager und anderer Gefängnisanstalten nutzbringend
ausgenutzt. Die Behandlung der zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hing von zeitlichen und örtlichen Faktoren, aber auch von ihrer Stellung
in der unübersichtlichen Nazihierarchie von „Rassen“ und Völkern ab. Der härtesten Behandlung waren die Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Sowjetunion
(Ostarbeiter) und die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter
ausgesetzt; Arbeiterinnen und Arbeiter aus den westeuropäischen Staaten
hatten etwas erträglichere Arbeits- und Lebensbedingungen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden auch mehr als 400 000 Tschechinnen
und Tschechen im Ausland eingesetzt. Seit 1942 wurden ganze Jahrgänge jun-
ger Menschen aus dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren deportiert.
Der Zwangseinsatz wurde zur Erfahrung einer ganzen Generation, die bis heute
das kollektive Gedächtnis eines bedeutenden Teils der tschechischen Gesell-
schaft beeinflusst. Als Slawen teilten die tschechischen Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeiter das Schicksal der anderen „rassisch Minderwertigen“,
konnten sich jedoch als Angehörige des Protektorats „unter dem Schutz des
Reiches“ in mancherlei Hinsicht mit den westeuropäischen Arbeiterinnen und
Arbeitern vergleichen. Ihre Stellung und Behandlung war somit veränderlich.
Die Ausstellung widmet sich der Vielfalt der Schicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, dem Andenken derer, die nie wieder nach Hause
zurückkehrten, und dem langen Weg der Überlebenden zu moralischer und
finanzieller Genugtuung. Nach mehreren Präsentationen in Deutschland wird
die Ausstellung zum ersten Mal auch in Österreich gezeigt. Im Rahmen der
Wiener Präsentation wurde sie um eine Reihe von Dokumenten und Fotografien erweitert, die spezifisch Zwangsarbeit im heutigen Österreich betreffen.
Die Mehrzahl stammt aus dem persönlichen Besitz der damaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und wurde bisher nicht veröffentlicht.

Das Herz so schwer wie Blei. Kunst und Widerstand im Ghetto Theresienstadt

Ausstellungsdauer:   07.11.2018 –  16.12.2018
Ort: Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15–19, 1080 Wien
Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten, die in der Zeit von 1941 bis 1945 im Ghetto Theresienstadt entstanden sind. Viele der ausgestellten Grafiken und Malereien stammen von Verfolgten, die aus Österreich oder aus ihrem Zufluchtsort in der Tschechoslowakei verschleppt wurden. Es werden siebenundzwanzig Kunstschaffende dokumentiert, die zum Zeitpunkt ihrer Deportation zwischen zehn und vierundachtzig Jahre alt waren. Lediglich acht von ihnen haben die Shoah überlebt.

„Das Herz so schwer wie Blei“, nach einer Gedichtzeile der in Theresienstadt internierten und 1944 in Auschwitz ermordeten Schriftstellerin Ilse Weber benannt, versammelt in dieser Form erstmalig Werke tschechischer und größtenteils unbekannte Werke österreichischer Ghettoinsassen. Zu sehen sind Schilderungen der Gewalt und der verheerenden Bedingungen im Lager, aber auch offizielle Darstellungen eines „Muster-Ghettos“, wie sie auf Anweisung der SS hergestellt werden mussten. In diesem Spektrum finden sich künstlerische Arbeiten, die von fragilen Momenten des inneren Rückzugs berichten, von Erinnerungen und von Hoffnung. Die Erzählstränge der Ausstellung sind fragmentiert und entwickeln sich aus den individuellen Bildsprachen von Menschen, die sich im Ausnahmezustand zu orientieren versuchten.

Die mehr als 40 Leihgaben der Gedenkstätte Theresienstadt – Památník Terezín werden erweitert durch Leihgaben aus Privatsammlungen in Österreich und Israel. Ergänzt werden die Bilder und Objekte durch die Biografien der Künstlerinnen und Künstler, die zum Teil erstmals für die Ausstellung umfassend dokumentiert wurden. In digitaler Form sind Dokumente und Werke aus Archiven und Sammlungen in Deutschland, Israel, Österreich und Tschechien integriert.

Künstlerinnen und Künstler:
Alfred Bergel, Ferdinand Bloch, Charlotta Burešová, Friedl Dicker-Brandeis, Gertrude Eisinger, Zdenka Eismannová, Karel Fleischmann, Bedřich Fritta, Marianne Fröhlich, Leo Haas, Kurt Hacker, Eva Heller, Trude Hofmeister, Franz Peter Kien, Salomon Kohn,
Otto Kolb, Wilhelm Konrad, Bedřich Lederer, Oswald Pöck, Helga Pollak-Kinsky, Heinrich Rauchinger, Gisela Rottonara, Malva Schalek, Joseph Spier, Frederick Terna, Otto Ungar, Josefine Winter.

Projektleitung und Kuratierung: Rosemarie Burgstaller

Eine Ausstellung des Vereins The Moving Holocaust Museum (MHM) – Bildfeld Institut für Visuelle Studien im Volkskundemuseum Wien. In Kooperation mit der Gedenkstätte Theresienstadt – Terezín Memorial und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen – Mauthausen Memorial.
  

Zeitzeuginnengespräch
Do, 29.11.2018, 19.00 Uhr
Helga Pollak-Kinsky, 1930 in Wien geboren, wurde im Jänner 1943 in das Ghetto Theresienstadt und im Oktober 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Helga Pollak-Kinsky lebt heute in Wien.
Moderation: Christian Hanl
Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST
Eintritt frei

Lecture und Filmpräsentation
Di, 11.12.2018, 17.00 Uhr
Elena Makarova, Historikerin, spricht über Kunst in Theresienstadt. Anschließend Präsentation des Dokumentarfilms von Elena Makarova und Efim Kuchik „Ladies in the auto“, basierend auf einem Gespräch zwischen Edith Kramer und Hilde Angeliny-Cothny auf ihrem Weg zur Friedl Dicker-Brandeis-Ausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv – Museum für Gestaltung
im Jahr 2001. (14 Min)
Eintritt frei

Lesung
Di, 11.12.2018, 19.00 Uhr
Ilse Weber, „Wann wohl das Leid ein Ende hat. Briefe und Gedichte aus Theresienstadt“.
Lesung mit Kammerschauspielerin Andrea Eckert.
Eintritt frei

KULTURVERMITTLUNG

Öffentliche Führung
So, 25.11.2018, 15.00 Uhr
Kosten: Eintritt + € 4,- Führungstarif

Kuratorinnenführung
Do, 29.11.2018, 18.00 Uhr
So, 16.12.2018, 15.00 Uhr
Kosten: Eintritt + € 4,- Führungstarif

Workshop
Künstlerisches Leben im Ghetto Theresienstadt
Ab 15 Jahren
Leben und Alltag in dem von den Nationalsozialisten eingerichteten Ghetto Theresienstadt bilden den thematischen Rahmen des Workshops. Welche Strategien entwickelten die InsassInnen, um ihr individuelles Schicksal zu verarbeiten? In der Ausstellung werden künstlerische Arbeiten und Dokumentationen gezeigt, die im Workshop gemeinsam besprochen und analysiert werden. Wir setzen uns damit auseinander, welche Aussagen die Grafiken und Malereien über die Personen treffen und welche Wirkung diese Arbeiten auf uns heute haben.
Anmeldung erforderlich
Dauer: 90 Min
Kosten: € 4,50 pro Person

Anmeldung und Information
kulturvermittlung@volkskundemuseum.at
oder +43 (0) 1 406 89 05.26

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Ausstellungsdauer:

18.03.2018 bis 17.02.2019

Ort:
Salomon Sulzer Saal
Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems
Tel. +43 (0)5576 73989
office@jm-hohenems.at 

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München

Während man von Globalisierung und internationaler Gemeinschaft spricht, werden überall in der Welt neue Grenzzäune und Mauern errichtet: um Staaten, besetzte Territorien und exklusive Wohnsiedlungen, zwischen öffentlichem und privatem Raum, Erlaubtem und Unerlaubtem. Manche dieser Grenzen sind durchlässig und andere tödlich, manche sichtbar gezogen und andere durch kulturelle Codes, Sprachtests oder biometrische Verfahren bewehrt. Grenzen entscheiden über Leben und Tod, „Identität“ und „Fremdheit“, Zugehörigkeit und Ausschluss.

„Gilead besetzte die nach Efraim führenden Übergänge des Jordan. Und wenn efraimitische Flüchtlinge (kamen und) sagten: Ich möchte hinüber!, fragten ihn die Männer aus Gilead: Bist du ein Efraimiter? Wenn er Nein sagte, forderten sie ihn auf: Sag doch einmal «Schibbolet». Sagte er dann «Sibbolet», weil er es nicht richtig aussprechen konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn dort an den Furten des Jordan nieder.“ (Buch Richter 12,5/6)

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Angehörigen des Stammes Gilead und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

KünstlerInnen
Lawrence Abu Hamdan (London/Berlin), Zach Blas (London), Sophie Calle (Paris), Arno Gisinger (Paris), Vincent Grunwald (Berlin), Ryan S. Jeffery/Quinn Slobodian (Los Angeles), Leon Kahane (Berlin/Tel Aviv), Mikael Levin (New York), Fiamma Montezemolo (San Francisco), Pīnar Öğrenci (Wien), Anton Ovidiu (Wien), Fazal Sheikh (Zürich)

Kabbalah

Ausstellungungsdauer: 
31.10.2018 bis 03.03.2019
Ort:
Museum Dorotheergasse
www.jmw.at

Die gemeinsam geplante Ausstellung des Jüdischen Museums Wien und des Joods Historisch Museum Amsterdam versteht Kabbalah im weitesten Sinne des Wortes. Sie umfasst ihre historischen Entwicklungen, einschließlich der klassischen Kabbalah, der frühen jüdischen Mystik, der praktischen Kabbalah und Magie, ebenso, wie ihre modernen Ausprägungen in Kunst und Populärkultur. Die Ausstellung folgt den Spuren, die die Kabbalah in den unterschiedlichsten Formen moderner Kunst hinterließ: der Malerei, der Bildhauerei, dem Design, der Literatur, dem Film und der Musik (klassisch, wie populär). Durch diesen Zugang werden den Besucherinnen und Besuchern Einsichten in das, „was Kabbalah wirklich ist“ gegeben und erstaunliche Einblicke in eine oft als verborgen bezeichnete Welt eröffnet.

Kuratoren: Domagoj Akrap und Klaus Davidowicz in Kooperation mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam.

Ausstellungsgestaltung: Conny Cossa, Maximilian-Paul Hertz

Bild (c) Steve Schapiro / Corbis Premium Historical / Getty Images

Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn

Ausstellungungsdauer:
05.12. 2018 bis 19.05.2019

Ort:
Museum Dorotheergasse
www.jmw.at

Sein Neffe Victor Klagsbrunn betreut seither den Nachlass mit mehr als 250 000 Negativen. 2017 schenkte er dem Jüdischen Museum Wien einen Teilnachlass mit Briefen, Notizen, Fotos und anderen Erinnerungen an das Leben der Familie Klagsbrunn in Floridsdorf und ihrer Flucht nach Rio. Die Ausstellung Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn präsentiert diese Schenkung sowie eine Auswahl seiner Werke aus dem brasilianischen Exil.

Kuratorin: Andrea Winklbauer
Ausstellungsgestaltung: Schuberth und Schuberth

Foto (c) Victor Hugo Klagsbrunn

TATIANA LECOMTE: Anschluss

Ausstellungsdauer:
19. Oktober 2018 bis 6. Jänner 2019
Ausstellungsort:
Kunstmuseum Lentos,
 Di-So 10 bis 18 Uhr,
Do 10 bis 21 Uhr,
Mo geschlossen
www.lentos.at

In Tatiana Lecomtes Film Ein mörderischer Lärm berichtet ein Zeitzeuge über seine Zwangsarbeit im Konzentrationslager Gusen. Der Film steht am Anfang einer Ausstellung, die sich mit der medialen Darstellung geschichtlicher Ereignisse rund um das folgenschwere Jahr 1938 beschäftigt. Dafür forschte die Künstlerin in Linzer Fotoarchiven. Lecomtes Interesse liegt in ihrem künstlerischen Schaffen bei analogem Bildmaterial, das üblicherweise verwendet wird, um die kollektive Erinnerung an die Vergangenheit aufrecht zu erhalten. Die Künstlerin nähert sich dem Archivmaterial mit der Absicht, überlieferte Festschreibungen von Bedeutungen zu hinterfragen.

Tatiana Lecomte wurde 1971 in Bordeaux geboren. Sie studierte an der Académie des Beaux-Arts in Lyon, an der Universität für angewandte Kunst in Wien sowie an der Gerrit Rietveld Academie, Amsterdam. Die Künstlerin arbeitet neben der Fotografie auch mit Film und Interventionen im öffentlichen Raum.

Kuratorin: Brigitte Reutner

Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern

Ausstellungsdauer:
09.11.2018- 29.11.2018

Ort:
Unipark Nonntal, 1. Etage, Raum 1.003, Erzabt-Klotz-Str.1, Salzburg

Die Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ erzählt die Geschichte von 15 jüdischen Kindern, die in den Jahren von 1939 bis 1942 geboren wurden. Dank der grenzenlosen Elternliebe und des Mutes von Menschen, die sie zur Vertuschung der Herkunft als ihre eigenen Töchter und Söhne angenommen haben, wurden sie vor dem sicheren Tod bewahrt. Jene Polinnen und Polen, die sich um die geretteten Kinder kümmerten, wurden später oft zu deren Adoptiveltern.

Als Erwachsene mussten sich die Geretteten mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, sie mussten sich eine neue Identität schaffen, durch die sie ihre verlorene Familie mit der neuerworbenen verbinden konnten. Jahrelang haben manche nach den Spuren ihrer jüdischen Verwandten, nach Namen und Geburtsdaten gesucht. Diejenigen, die bei ihrer Spurensuche kein Glück hatten, hoffen zumeist immer noch. Diese Kinder, die die Shoah überlebt hatten, wuchsen heran und mit ihnen auch neue Generationen. Heute zählen ihre Familien insgesamt 106 Mitglieder. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr – als Zeichen der Hoffnung und des Lebens und dass es den Nationalsozialisten nicht gelungen ist, alle Juden zu vernichten. Nach der Präsentation der Ausstellung in Wien und Linz wird sie nun an der Universität Salzburg gezeigt.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: 01/533 89 61

#StolenMemory

Ausstellungsdauer:

02.10.2018 bis 30.12.2018

Ort: Archäologisches Museum im Erdgeschoss/Atrium-Zentrum für Alte Kulturen, Zentrum für Alte Kulturen, Universität Innsbruck, Langer Weg 11, 6020 Innsbruck

Eine Ausstellung des International Tracing Service (ITS) in Kooperation mit der Universität Innsbruck. Die Ausstellung zeigt rund 200 persönliche Gegenstände von KZ-Häftlingen im archäologischen Museum der Universität Innsbruck.

Poster mit den Namen von Menschen und Fotos von den Gegenständen, die sie bei ihrer Verhaftung durch die Nationalsozialisten bei sich trugen, sind ab dem 2. Oktober 2018 in Innsbruck zu sehen. Taschen- und Armbanduhren, Ringe, Brieftaschen, Familienfotos, auch Alltägliches wie Kämme öffnen ein kleines Fenster in ihr Leben vor der Verfolgung. Die Plakate geben einen Überblick über die Schicksale der Menschen – auf der Basis der im ITS-Archiv vorliegenden Dokumente. Der Großteil der Gegenstände gehörte inhaftierten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, überwiegend aus Polen, der Ukraine und Russland. Sie stammen aus dem Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg sowie aus Dachau und einige wenige Gegenstände aus Bergen-Belsen.

Die Ausstellung #StolenMemory ist Teil einer Kampagne, die der ITS gestartet hat, um Angehörigen die persönlichen Gegenstände aushändigen zu können. „Einige der Plakate erzählen, was es den Menschen bedeutet, die Erinnerungsstücke in den Händen zu halten“, erklärt ITS-Direktorin Floriane Azoulay. „Der andere Teil zeigt Gegenstände, zu denen wir noch nach Angehörigen suchen. Wir können sie umso schneller zurückgeben, je mehr Menschen uns bei der Suche unterstützen.“

Gegenstände von KZ-Häftlingen aus Österreich

In den vergangenen Monaten hat der ITS, unterstützt durch das Österreichische Rote Kreuz, intensiv nach den Familien von knapp 20 KZ-Häftlingen aus Österreich gesucht und auch einige gefunden. Die meisten waren als „Berufsverbrecher“ oder „Asoziale“ in Konzentrationslager deportiert worden. Verurteilungen wegen kleiner Delikte oder Arbeitslosigkeit reichten aus, um in sogenannte Schutzhaft genommen zu werden. Auch konnte die Zuordnung in eine Häftlingskategorie willkürlich sein, um eine Person besonders zu demütigen. Die Stigmatisierung ist für Angehörige bis heute oft schmerzhaft und mit Scham behaftet. Deshalb gibt es diese Häftlingsgruppen kaum in der Ausstellung – die meisten Familien möchten damit nicht an die Öffentlichkeit treten.

In einem Fall konnte der ITS dem Sohn eines als „Kommunist“ inhaftierten Mannes dessen persönliche Gegenstände zurückgeben. Auch er wollte nicht, dass davon berichtet wird: Die Familie habe aufgrund der KZ-Inhaftierung des Vaters viele Jahre unter Ausgrenzung gelitten. Diese spät verheilten Wunden wolle er im aktuellen politischen Klima in Österreich nicht wieder aufreißen.

#StolenMemory – Returning Memories Stolen from Nazi Victims  Ausstellung und Kampagne: – Link

Lager Liebenau – Ein Ort verdichteter Geschichte

Ausstellungsdauer:

15. November 2018 bis 8. April 2019

geöffnet Mi-Mo von 10 bis 17 Uhr

Ort:

GrazMuseum, Gotische Halle, Sackstraße 18, 8010 Graz

Das GrazMuseum zeigt ab 15. November 2018 die erste wissenschaftliche Ausstellung zum Lager Graz-Liebenau, das seit Jahren im Fokus der Erinnerungskultur steht. Im April 1945 diente dieses größte NS-Zwangsarbeiterlager im Grazer Stadtgebiet als Zwischenstation auf den Evakuierungsmärschen ungarischen Juden vom „Südostwall“ Richtung KZ Mauthausen.Die vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung unter der Leitung von Barbara Stelzl-Marx konzipierte Ausstellung widmet sich der Zwangsarbeit in Graz, dem Lager Liebenau während der NS-Zeit, den Kriegsverbrechen im April 1945, dem Prozess vor einem britischen Militärgericht und dem aktuellen Umgang mit diesem Ort verdichteter Geschichte.

Eröffnung:

14. November 2018, 18 Uhr, im GrazMuseum

Nähere Informationen sind dem Rahmenprogramm (PDF) zu entnehmen.

Der Eintritt ist frei.

Alle Informationen für den Besuch und Führungen finden Sie auf der Webseite des GrazMuseums.

Begleitband zur Ausstellung:

Barbara Stelzl-Marx (Hg.). Lager Liebenau. Ein Ort verdichteter Geschichte. Graz – Wien 2018, ISBN 978-3-7011-0388-1, ca. 240 Seiten, 30 Kurzbeiträge, zahlreiche Abbildungen, € 20,00.

Nähere Informationen zum Buch können dem Eintrag auf unserer Website und der Kurzinformation (PDF) entnommen werden.

Geplündert, verbrannt, geräumt, demoliert. Verschwundene Zentren jüdischen Lebens in Wien

Ausstellungsdauer:

3.09.2018. bis 22.02.2019

Von 3. September 2018 bis 22. Februar 2019 werden anlässlich des Gedenkjahres in einer Ausstellung im Wiener Stadt- und Landesarchiv die Schicksale einiger verschwundener Zentren jüdischen Lebens in Wien präsentiert.

Links: Ansicht der ehemaligen Synagoge in der Hubergasse im 16. Bezirk (1944). Rechts: Ansicht des heutigen Gebäudes.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestanden in Wien, der drittgrößten jüdischen Gemeinde Europas, circa 600 jüdische Vereine und über 300 Stiftungen. Die Stadt zählte über 20 prachtvolle Synagogen und um die 70 kleinere Bethäuser.

Ziel der Ausstellung ist es, die Geschichte einiger dieser Institutionen von ihrer Entstehung über den „Anschluss“ 1938 bis zum Kriegsende 1945 und deren allmähliches Verschwinden aus dem Stadtbild Wiens zu zeigen.

Wer nutzte die Gebäude bis 1945 und wer lebt und arbeitet heute an den Standorten von ehemaligen Synagogen, jüdischen Waisenhäusern und sozialen Einrichtungen? Diese und weitere Fragen werden in der Ausstellung behandelt.

Küche der Erinnerung. Essen und Exil

Ausstellungsdauer:
1.10.2018 bis 10.01.2019

Ort: Literaturhaus Wien, 1070, Zieglergasse 26 A

Die Kuratorinnen Veronika Zwerger und Ursula Seeber sprechen zur Ausstellung und präsentieren das gleichnamige Begleitbuch.
Lesung & Gespräch: Ehrengast Lore Segal liest „Bread and Butter“

Die 1928 in Wien geborene und 1938 mit einem Kindertransport geflohene Schriftstellerin Lore Segal,
die 2018 mit dem Theodor Kramer Preis ausgezeichnet wird, liest einen Erinnerungstext über die Küche
ihrer Großmutter und spricht mit ihrer Tochter Beatrice über das Weiterleben österreichischer
Kochtraditionen in ihrer New Yorker Familie. Moderation: Thomas Ballhausen. (Lesung und Gespräch in
englischer Sprache)

Ausstellung: „Küche der Erinnerung. Essen und Exil“
In dieser Ausstellung geht es nicht um Gastrosophie und Kulinarik. Vielmehr steht die private,
gesellschaftliche und symbolische Essenz des Essens im historischen Kontext von 1938–1945 im
Zentrum. Die „Küche der Erinnerung“ ist eine politische, bereitet von Menschen, die gewaltsam aus der
Mitte ihres Lebens gerissen, existenziell bedroht und in die Emigration getrieben wurden.
In vielen Werken des Exils werden Kochen und Essen als identitätsstiftende und stabilisierende
Momente gestaltet. Sie symbolisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe – politisch, religiös,
sozial, geografisch, familiär. Speisen und ihre Zubereitung können Emotionen und (kollektive)
Erinnerungen an eine Vergangenheit vor der Vertreibung wachrufen. Nahrungsaufnahme gleicht einem
„Einverleiben“ der verlorenen Heimat, Speisen werden zu „Gedächtnisspeichern“. Und im Gegenzug:
Das Annehmen von kulinarischen Traditionen des Zufluchtslandes kann ein Beitrag zur Akkulturation
sein.

Die meisten Objekte der Ausstellung kommen aus den Beständen der Österreichischen Exilbibliothek:
Lebensdokumente und Erinnerungsliteratur, Briefe, Manuskripte, Notenblätter, Rezeptsammlungen und
Kochbücher, Fotos und Grafiken.

Publikation: „Küche der Erinnerung. Essen und Exil“
Das gleichnamige Begleitbuch erscheint im Wiener Verlag new academic press. Erinnerungen, Briefe,
Interviews, Essays, Erzählungen, Gedichte, Kabarettszenen und Songs werden ergänzt und
kommentiert mit Notenblättern, Rezeptsammlungen und Kochbüchern, Speisekarten und
Reklamematerial, Dokumenten, Fotos, Karikaturen, Grafiken, Buchcovers und Film Stills. Die meisten
dieser Texte – von Jimmy Berg, Alice Herdan-Zuckmayer, Joseph Roth, Egon Schwarz, Lore Segal, Fred
Wander oder Hermynia Zur Mühlen – sind an entlegener Stelle erschienen oder werden hier erstmals
publiziert; mit wissenschaftlichen Beiträgen zu den unterschiedlichsten Aspekten – von der Länderstudie,
über Zeitschriftenanalyse bis zur Re-Lektüre von Exilwerken – von u. a.: Sylvia Asmus, Helga Embacher,
Hannes Etzelsdorfer, Patrick Farges, Heike Klapdor, Anne-Rose Meyer, Swen Steinberg.
„Küche der Erinnerung. Essen und Exil.“ Hg. v. Veronika Zwerger und Ursula Seeber. Wien: new academic press,
2018. ca. 340 S., mit ca. 200 Abbildungen, brosch, ISBN 978-3-7003-2081-4, 32,00 EUR | erscheint im Sept. 2018
Rückfragen, Rezensionsexemplare und honorarfreies Bildmaterial in druckfähiger Auflösung unter:
Veronika Zwerger: exilbibliothek@literaturhaus.at