Antisemitische Angriffe in Graz: Solidarität mit Präsident Rosen, Sicherheitsmaßnahmen in ganz Österreich verstärkt

Präsident Oskar Deutsch: „Die Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich lassen sich nicht einschüchtern!“

Graz (OTS) – „Es war Shabbat, ein Tag der Ruhe, der Gebete und der Freude, als Elie Rosen vor der Synagoge Graz attackiert wurde. Dem gingen zwei Sachbeschädigungen der Synagoge in den Tagen zuvor voraus“, fasst Oskar Deutsch die Geschehnisse der vergangenen Tage in Graz zusammen.

Nach einer Telefonkonferenz mit Vertretern aller vier Israelitischen Kultusgemeinden in Österreich versichert Deutsch in seiner Funktion als Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich (IRG): „Nicht nur ich persönlich sondern alle jüdischen Gemeinden in Österreich stehen zu 100 Prozent hinter Elie Rosen und den steirischen Jüdinnen und Juden. Ein Angriff auf ein Mitglied unserer Gemeinden ist ein Angriff auf ganz Österreich.“

Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz und Mitglied des Kultusvorstands der IKG Wien, werde nun ebenso tatkräftig unterstützt wie die Behörden bei der Fahndung. Außerdem würden die Sicherheitsmaßnahmen der Jüdischen Gemeinden in ganz Österreich vorsichtshalber verstärkt. Auch dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Innenministerium und Verfassungsschutz.

Die vielen Solidaritäsbekundungen aus allen Teilen des Landes seien nicht nur erfreulich sondern auch hilfreich, allerdings brauche es nun endlich mehr als nur Worte. Dabei sei nicht nur die Politik, sondern jeder Mensch in Österreich gefragt. Deutsch: „Die beste Antwort auf Antisemitismus ist das Zelebrieren jüdischen Lebens und jüdischer Kultur. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Nie wieder!“