Am 3. September findet im Burgenland der Europäische Tag der Jüdischen Kultur statt.

Jüdische Kultur und historisches Erbe entdecken: Kittsee, Frauenkirchen, Eisenstadt, Mattersburg, Deutschkreutz, Kobersdorf, Rechnitz, Stadtschlaining, Oberwart.

Zum achtzehnten Mal wird heuer der Europäische Tag der jüdischen Kultur in über 30 Ländern Europas begangen, und das Burgenland ist auch 2017 wieder dabei. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Thema „Diasporas“. Diesem Thema entsprechend werden Veranstaltungen in Orten mit ehemaligen jüdischen Gemeinden organisiert.

Erstmals bieten wir heuer einen Bustransfer von Wien nach Deutschkreutz und weiter nach Kobersdorf an. Die Sopranistin Lisa Rombach präsentiert in Deutschkreutz Lieder von Komponisten jüdischer Herkunft. Begleitet wird sie von Alejandro Picó-Leonís am Klavier. Zu hören sind bei der Matinee unter anderem Werke des Deutschkreutzer Komponisten Carl Goldmark, sowie von Alexander v. Zemlinsky, Viktor Ullmann, Erich Zeisl und anderen. Mit geschichtlicher Einführung von Michael Schreiber. In Kobersdorf wird am Europäischen Tag der jüdischen Kultur das „Mahnmal für die im Jahr 1938 vertriebenen jüdischen Bewohner von Kobersdorf“ unter der Mitwirkung von Nationalratspräsidentin Doris Bures (angefragt) und Landesrat Mag. Norbert Darabos in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl, feierlich eröffnet. Abfahrt: 1010 Wien, Bellariastraße, 9:45 Uhr pünktlich. Anmeldungen bis 25. August 2017 unter 02682 / 66886 bzw. unter office@forschungsgesellschaft.at (Kostenbeitrag 8 €, kleiner Imbiss im Anschluss an die Matinee).

Unter dem Titel „Diaspora – Fremde und Heimat“ beleuchtet in Kittsee ein Vortrag die jüdische Diaspora und das jüdische Leben dieses Ortes. Anschließend führt ein Rundgang durch das ehemalige jüdische Kittsee. In Frauenkirchen besteht ebenfalls die Möglichkeit an einer Führung durch die jüdische Geschichte des Ortes teilzunehmen. In der Wolf‘schen Privatsyangoge im Wertheimerhaus in Eisenstadt wird ein Vortrag über die zentrale Bedeutung der Tora Schriftrollen in Synagogen angeboten. Und in Mattersburg findet dieses Jahr der Rundgang durch das ehemalige jüdische Mattersburg seinen Abschluss im „70er Haus der Geschichte“, wo der „Berczeller Ausstellungsraum“ zu Ehren des bekannten jüdischen Mattersburger Arztes vorgestellt wird.

Im Süden des Burgenlandes werden auch dieses Jahr wieder Vorträge und Rundgänge in Rechnitz und Stadtschlaining angeboten. Im Offenen Haus Oberwart wird zeitversetzt am 23. September die Premiere des Theaterstückes „Ein einziges Leben“ der Regisseurin Katrin Hammerl aufgeführt. Das Stück basiert auf lebensgeschichtlichen Erinnerungen jüdischer BurgenländerInnen, die von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft 2004 im Buch „Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen“ veröffentlicht wurden. Ebenfalls im OHO wird die Ausstellung „Sehnsuchtsort Heimat“ am 8. Oktobber eröffnet. Internationale KünstlerInnen und künstlerische AktivistInnen aus den Volksgruppen wurden eingeladen den Begriff „Heimat“ so wie den „Erfahrungshorizont verlorene Heimat“ mit künstlerischen Mitteln zu hinterfragen und zu interpretieren.

Eisenstadt 10:00 Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6. Tora Total – Was die Schriftrolle zum Mittelpunkt der Synagoge macht. Vortrag.

Kittsee 14:30 Gasthaus „Zum Edelhof“, Hauptplatz 20. Diaspora – Fremde und Heimat. Vortrag und Führung von OSR. Irmgard Jurkovich.

Frauenkirchen 15:00 Gedenkstätte „Garten der Erinnerung“, Tempelplatz. Die jüdische Bevölkerung Frauenkirchens in der Diaspora nach 1945. Rundgang untre der Leitung von Dr. Herbert Brettl (erinnern.at).

Mattersburg 14:00 Hauptplatz 2 Rundgang durch das jüdische Mattersburg. Mit Johann Gallis und Anna Benedek vom Verein „Wir erinnern“.

Deutschkreutz 11:00 Carl Goldmark Musikschule, Hauptstraße 66. Liedermatinee. Lisa Rombach (Sopran) und Alejandro Picó-Leonís (Klavier) interpretieren Lieder von Carl Goldmark, Alexander v. Zemlinsky, Viktor Ullmann, Erich Zeisl und anderen. Moderation und geschichtliche Einführung: Michael Schreiber.

Kobersdorf 14:00 Schlossgasse beim Mahnmal. Eröffnung des „Mahnmals für die im Jahr 1938 vertriebenen jüdischen Bewohner von Kobersdorf“. Mit Eröffnungsreden von Nationalratspräsidentin Doris Bures (angefragt) und Landesrat Mag. Norbert Darabos in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl.

Stadtschlaining 16:00 ehemalige Synagoge / Friedensbibliothek des ÖSFK, Hauptplatz 3. Jüdisches Leben einst und jetzt in Südostösterreich. Vortrag von Mag.a Kathrin Ruth Lauppert-Scholz.

Rechnitz 18:30 Hauptplatz. Jüdisches Leben in Rechnitz – Erinnerungsweg. Rundgang mit Mag.a Eva Schwarzmayer und Dr.in Christine Teuschler.

Aufgenommen in das Programm wurden auch zwei das Thema „Diasporas“ behandelnde Produktionen im September und Oktober:

Sonntag, 23. September 2017 Oberwart 20:00 OHO, Lisztgasse 12. Theaterpremiere: Ein einziges Leben. Das von Katrin Hammerl inszenierte und entwickelte semi-dokumentarische Theaterstück basiert auf Interviews welche die Burgenländische Forschungsgesellschaft mit Jüdinnen und Juden seit 2001 durchführte. Weitere Vorstellungen: 28. / 29. / 30 . September jeweils 20:00, Sonntag 1. Oktober 11:00 Matinee. Anfragen und Kartenvorverkauf: Offenes Haus Oberwart | Tel 03352 38555 | info@oho.at. Vorverkauf € 16.-, Abendkassa € 18.- Eine Produktion der Theaterinitiative Burgenland in Kooperation mit dem Offenen Haus Oberwart.

Sonntag, 8. Oktober 2017 Oberwart 17:00 OHO, Lisztgasse 12. Ausstellungseröffnung: Sehnsuchtsort Heimat. Ein interdisziplinäres, interkulturelles, künstlerisches Forschungsprojekt. Internationale KünstlerInnen und künstlerische AktivistInnen aus den Volksgruppen wurden eingeladen den Begriff „Heimat“ bzw. den „Erfahrungshorizont verlorene Heimat“ mit künstlerischen Mitteln zu hinterfragen und zu interpretieren. Kuratiert von Andreas Lehner. Öffnungszeiten: Mo-Fr von 9:00-14:00, während Veranstaltungen und nach Vereinbarung.

Das genaue Programm finden Sie hier als Download (PDF) oder auf unserer Homepage Alle Veranstaltungen mit Ausnahme der Theaterveranstaltungen sind bei freiem Eintritt zugänglich.

Um Anmeldung wird gebeten: Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland A-7000 Eisenstadt, Domplatz 21 Telefon: +43 (0)2682 66 88613 oder 0699 110 724 28 E-Mail: gert.tschoegl@forschungsgesellschaft.at

Die Veranstaltungen im Rahmen des Europäischen Tages der jüdischen Kultur sind ein Kooperationsprojekt von: Burgenländische Forschungsgesellschaft, Österreichisches Jüdisches Museum, Burgenländische Volkshochschulen, Landesmuseum Burgenland.

Lokale Kooperationspartner: Verein KUKUK – Verein zur Förderung von KUnst KUltur Kommunikation „Offener Tisch“ Kittsee Regionalverband Leithaauen Neusiedler See erinnern.at Initiative Erinnern Frauenkirchen wir erinnern (Mattersburg) Verein Gedenken an die im Jahr 1938 vertriebenen jüdischen Einwohner von Kobersdorf – Mahnmal Carl Goldmark Musikschule Deutschkreutz Verein RE.F.U.G.I.U.S. (Rechnitz) gedenkweg.at Friedensbibliothek des ÖSFK CONCENTRUM Offenes Haus Oberwart