20 Jahre Gedenkfahrt nach Engerau, 30.3.2020

Wien (OTS) – Ende November/Anfang Dezember 1944 wurde in Engerau (Petržalka, Bratislava) ein Arbeitslager für ungarische Juden eingerichtet. Circa 2000 Zwangsarbeiter mussten beim Bau des sogenannten Südostwalles Sklavenarbeit leisten. Viele starben an den Folgen von Hunger, Kälte und Misshandlungen oder wurden von Wiener SA-Männern oder Politischen Leitern ermordet. Mehr als 100 Männer kamen Ende März 1945 im Zuge des „Todesmarsches“ von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg ums Leben.

Seit dem Jahr 2000 führt die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW jedes Jahr Ende März rund um den Jahrestag der Räumung des Lagers Engerau (am 29. März 1945) und der darauffolgenden Massaker eine „Gedenkfahrt“ zu den Gedächtnisorten in Bra­tislava-Petržalka, Wolfsthal, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg durch. Erstmals werden heuer länderübergreifend Schulklassen an der Gedenkfahrt teilnehmen und sich interaktiv an der Gestal­tung der Veranstaltungen an den verschiedenen Gedächtnisorten beteiligen: aus Bratislava-Petržalka eine Klasse der Obchodná akadémia Imricha Karvaša sowie aus Wien SchülerInnen des History Clubs der Sir-Karl-Popper-Schule und SchülerInnen der HTL Wien 10 Ettenreichgasse.

Unkostenbeitrag: EUR 20,-

30. März 2020 Busexkursion
Abfahrt 8:00 Uhr
Treffpunkt: 1020 Wien, Praterstern 1, vor dem Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung (U 1, Aufgang Heine Straße)
Rückkehr: ca. 18 Uhr

Programm: http://www.zeit-geschichte.com/wpckh/2020/02/03/gedenkfahrt-2020/

Rückfragen & Kontakt:

Anmeldung bis 25. März 2020 unter:
Mail: claudia.kuretsidis@doew.at
Telefon: (01) 22 89 469 / 315