Friedhöfe und Massengräber

Friedhöfe in:
Burgenland
| Kärnten | Niederösterreich | Oberösterreich | Salzburg | Steiermark | Tirol | Vorarlberg | Wien

Massengräber




BURGENLAND


 

BAD SAUERBRUNN
Der Friedhof wurde 1908 von der Mattersdorfer Chewra Kadischa angelegt und diente vorwiegend der Bestattung von Kurgästen des Heilbades.
Er wird von der Marktgemeinde Bad Sauerbrunn gepflegt.


A 2 bis Wiener Neustadt Süd, abbiegen auf die S53 bis Ausfahrt Sauerbrunn. Auf der Eisenstädterstraße bis zum Ortsfriedhof

DEUTSCHKREUTZ
Der 22.000 m² große Friedhof diente seit 1842 der jüdischen Gemeinde von Deutschkreutz als Begräbnisstätte. In einem Massengrab wurden 400 vor Ort gefangen gehaltene und 1944/45 ums Leben gekommene ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter beerdigt.
1991 wurde der Friedhof unter Verwendung von Mitteln des Landes und des Verbandes ehemaliger burgenländischer Juden renoviert.
Die Stadtgemeinde Deutschkreutz pflegt den Friedhof nach Maßgabe ihrer Mittel aufgrund des vorbildlichen Einsatzes von Bürgermeister Kölly. Das im Ort befindliche Carl Goldmark Museum in der Hauptstrasse 54 wurde von der Gemeinde mit viel Engagement errichtet.


A 2 - A 3 - S 31 - B 62 im Ort rechts abbiegen, über Hauptplatz, 102 oder A 2 - A 3- Klingenbach (Grenze-Paß) - Sopron- Deutschkreutz.

EISENSTADT
Von 1679-1874 wurden auf dem neben dem Spital der Barmherzigen Brüder gelegenen alten Friedhof 1125 Tote bestattet. 278 Tote fanden auf dem jüngeren Friedhof ihre letzte Ruhe. Hielt Bernhard Wachstein in seinem 1922 erschienenen Buch die Grabinschriften des alten Friedhofs fest, ist es der Kurator des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt, Mag. Johannes Reiss, der 1995 sein Werk über die Inschriften des jüngeren Friedhofs veröffentlichte.
Gepflegt werden beide Friedhöfe von der Stadtgemeinde Eisenstadt.


A 2 - A 3

FRAUENKIRCHEN
Auf dem 2.900 m² großen Areal befinden sich 1.320 Gräber. 1994 setzte der Verein „Schalom“ mit einer großen Zahl freiwilliger Mitarbeiter den Friedhof wieder instand, sorgte für die Anbringung eines neuen Tores und übergab den solcherart renovierten Friedhof in die Obhut der Gemeinde Frauenkirchen.


A 4 bis Abfahrt Mönchhof -
B 51 bis Frauenkirchen.

GATTENDORF
Der 2.733 m² große Friedhof liegt auch heute noch weit abseits des verbauten Ortsgebiets. Er diente seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch der Bevölkerung der umliegenden Dörfer Nickelsdorf und Neudörfl als Begräbnisstätte.
Der Zustand des Friedhofes ist schlecht, Urgenzen bei der Gemeinde zeigten keinen Erfolg. Wegen „Gefahr im Verzug“ erfolgten 2009 Sanierungsmassnahmen seitens der IKG.


A 4 bis Parndorf - B 10 bis Gattendorf. Nach der Bahnunterführung (Ortsende) links abbiegen (wegweiser).

GÜSSING
Der Friedhof wurde in der NS-Zeit seiner Grabsteine beraubt. Um dem Areal seinen Friedhofscharakter zurückzugeben, veranlaßte der Verein „Schalom“ die Aufstellung symbolischer Grabsteine und eines Mahnmals.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Güssing.


A 2 bis Abfahrt Oberwart -
B 57 bis Güssing Ortseinfahrt (Feuerwehr) links abbiegen in Stremtalstraße, nach 300 m links
KITTSEE

Der in das 18. Jahrhundert zurückreichende 11.633 m² große Friedhof wird von der Stadtgemeinde Kittsee gepflegt.
Er ist der einzige jüdische Friedhof, der unter dem Schutz der Haager Konvention steht. Er ist sanierungsbedürftig und das Betreten nicht ungefährlich. Wegen „Gefahr im Verzug“ erfolgten 2009 Sanierungsmassnahmen seitens der IKG.


A 4 bis Abfahrt Parndorf -
B 10 bis Gattendorf - B 50 bis Kittsee Am Schanzl.

KOBERSDORF
Die jüdische Gemeinde von Kobersdorf hat diesen 5.690 m² großen Friedhof um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Wir zählen heute 1.200 Gräber.
Der Zustand dieses malerischen Waldfriedhofes ist besorgniserregend.
Ehemalige Kobersdorfer in den USA sind wegen einer Sanierung im Gespräch mit der Ortsgemeinde.


A 2 - A 3 - S 33 bis Abfahrt Kobersdorf, nach Hauptplatz links abbiegen in Waldgasse

LACKENBACH
Der älteste Grabstein auf dem 9.765 m² großen Friedhof stammt aus dem Jahre 1729. Es wurden hier bis 1938 1747 Tote beerdigt. 1994/95 wurde der Friedhof vom Verein „Schalom“ generalsaniert, wobei u.a. am nördlichen Ende des Areals eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz gebaut wurde.
Gepflegt wird der Friedhof mit finanzieller Unterstützung des Landes durch die Kultusgemeinde.


A 2 - A 3 - S 31 - B 62- Ortseinfahrt bei AGIP-Rasthaus - am Hauptplatz links abbiegen nach Ritzing.

MATTERSBURG
Der über 20.000 m² große Friedhof wurde in der NS-Zeit des größten Teils seiner Grabsteine beraubt. Aus den zerstreut herumliegenden Trümmern wurde in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts in der Mitte des Friedhofs ein Mahnmal geschaffen. Auf der brach liegenden Fläche wurden symbolische Grabsteine aufgestellt, um den Friedhofscharakter zu erhalten.
Die beim Friedhofseingang von der Stadtgemeinde dargestellte Geschichte der Juden blendet die NS-Zeit aus. Gepflegt wird der Friedhof durch die Stadtgemeinde, diese plant eine Sanierung beginnend Sommer 2009.


A 2 - Abfahrt Oberwart, Zufahrt über Ortsfriedhof
OBERWART
Dieser Friedhof ist ein Teil des örtlichen Kommunalfriedhofes. Er wurde erst in der Zwischenkriegszeit angelegt.
Die Stadtgemeinde übernahm seine Pflege.



A 2 bis Abfahrt Oberwart, Zufahrt über Ortsfriedhof
RECHNITZ
Der Friedhof wurde 1833 angelegt. Er wird von der Stadtgemeinde gepflegt. – Bei der Ruine des sogenannten „Kreuzstadels“ befindet sich das Mahnmal für die rund 200 im Herbst 1945 vor Ort ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter.


A 2 bis Abfahrt Oberwart- Groß Petersdorf - B 63 bis Schachendorf vor Landesgrenze links nach Rechnitz, am Hauptplatz links nach Markt Neuhodis, oder A 2 bis Abfahrt Kirchschlag- B 55 bis Lockenhaus - 56 über Gschriebenstein bis Rechnitz.
STADTSCHLAINING
Er ist der letzte der ursprünglich drei Friedhöfe von Stadtschlaining. Nur wenige Grabsteine zeugen vom Charakter des Ortes. – 1997/98 wurde vom Verein „Schalom“ aus Landesmitteln ein Mahnmal errichtet und der Friedhof eingezäunt.


A 2 bis Abfahrt Oberwart, im Ortszentrum abbiegen nach Stadtschlaining, 200 m nach der Ortseinfahrt Gegenüber der Autobushaltestelle in die Baumschulgasse




KÄRNTEN


KLAGENFURT
Der etwa 1.500 m² große, in unmittelbarer Nachbarschaft zum städtischen Friedhof gelegene Friedhof wird von der Stadt Klagenfurt betreut.

A 2 bis Klagenfurt Ost, Südring bis St. Ruprecht



NIEDERÖSTERREICH


BADEN
Auf mit rund 14.000 m² großen und damit größten jüdischen Friedhof Niederösterreichs wurden von 1873 bis heute rd. 2.200 Personen, vor allem Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Baden, aber auch Gäste aus allen Teilen der Donaumonarchie, die während eines Kuraufenthaltes in Baden verstarben, bestattet.
Gepflegt wird der Friedhof von der Chewra Kadischa Baden in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Baden bei Wien.

Mehr Informationen zu Baden: www.juedischegemeinde.at


Baden, Halsriegelstrasse 2
A 2 bis Abfahrt Baden - B 210 Richtung Helenental bis zur Abzweigung Friedhof. Über den Parkplatz bei der katholischen Einsegnungshalle in die Halsriegelstrasse links einbiegen.

Schlüssel sind im Sekretariat der Jüdischen Gemeinde Baden, +43 2252/252530-0, erhältlich.
Bürozeiten: Mo-Fr. jeweils von 09.00 bis 13.00 Uhr (office@juedischegemeinde.at)


BAD PIRAWARTH
Die 85 große israelitische Abteilung des Ortsfriedhofs (ummauerter Teil rechts vom Haupteingang) wurde spätestens 1879 angelegt. 1938 fand die letzte Beerdigung statt. Die Verstorbenen waren Angehörige der in Bad Pirawath ansässigen jüdischen Familien.
Gepflegt wird der Friedhof von der Gemeinde Bad Pirawath.


B 7 (Brünnerstraße) bis Abzweigung in Kollnbrunn nach Pirawarth - auf dem Berg zum Parkplatz der Ortskirche zum Friedhofseingang

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

  BRUCK / LEITHA
2003 wurden im Stadtarchiv lange Jahre ignorierte Totenscheine von 155 ungarischen jüdischen Zwangsarbeitern wiederentdeckt die durch unmenschliche Arbeitsbedingungen und Misshandlungen umgekommen waren. Am 29.3.2009 wurde eine neugestaltete Grab- und Gedenkstätte von der Stadtgemeinde mit einem Namensliste enthüllt.



 
 

DEUTSCH WAGRAM
Der 1.838 m2 große Friedhof wurde von den Nationalsozialisten enteignet und der Deutschen Reichsbahn als Betriebsgelände überlassen. Es sind keine Grabsteine erhalten. Nur ein Gedenkstein auf einem kleinen Hügel beim Eingang (Gittertor) erinnert an die hier bestatteten Toten.
Das Gelände ist trotz Urgenzen bei der Gemeinde Deutsch-Wagram seit Jahren ungepflegt.



A 23 bis Ende - B 8 bis Deutsch-Wagram, abzweigen (Ampel) nach Bockfließ, über Bahnüberquerung, dann links 2. Straße (Viktor-Kaplan Str.) bis Ende, dann links in die Fabrikstraße.

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

DÜRNKRUT
Der 1.661 m² große Friedhof, wurde 1904 von der Chewra Dadischa Dürnkrut angekauft und grenzt an den Ortsfriedhof an. Zugang über den Weg zum Waldbad (Eingangstüre an der nördlichen Mauerseite).
Der Friedhof sollte von der Gemeinde Dürnkrut gepflegt werden (angebliche mündliche Pflegevereinbarung). Der Friedhof macht aber trotz Urgenzen einen verwahrlosten Eindruck.
Das Mähen des Grases wurde in der Vergangenheit durch Eigeninitiative eines Dorfbewohners veranlasst und finanziert.


A 23 bis Ende - B 8 bis Angern - B 49 bis Ortsanfang Dürnkrut, links abbiegen zum Ortsfriedhof und Waldbad.

GÄNSERNDORF
Der 1.485 m² große Friedhof, der 120 Gräbern umfaßt, wurde 1884 angelegt . Die letzte Beerdigung fand im Juni 1938 statt. die hier beigesetzen Toten lebten im Kultusbezirk der Israelitischen Kultusgemeinde Gänserndorf.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Gänserndorf und dem Verein „Helikon“. Der Zustand ist vorbildlich.

Führung mit Besichtigung: Mai bis Oktober, an jedem ersten Sonntag im Monat um 14.30 Uhr.


A 23 bis Ende - B 8 über Straßhof/ Silberwald bis km 29, Ortsrand von Gänserndorf, rechts an der Bundesstraße (Hinweistafel)

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

GÖTTSBACH
Der 2.791 m² große Friedhof wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Auf ihm wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Ybbs, sowie Verstorbene aus dem südlichen und westlichen Waldviertel beerdigt. Die 1945 aufgefundenen Grabsteine wurden mangels genauer Kenntnis ihres früheren Aufstellungsortes in einer Doppelreihe im Zentrum des Friedhofes wieder aufgestellt.
Der Friedhof wird von einem Friedhofswärter, der am Gelände wohnt, gepflegt.



A 1 bis Abfahrt Ybbs, in Ybbs abzweigen nach Göttsbach

GROSS-ENZERSDORF
Der 1.180 m² große Friedhof wurde 1889 angelegt. Die letzte Beisetzung fand 1938 statt. Das von Vandalen bis zuletzt heimgesuchte Gräberfeld weist 86 Grabstellen auf.
Der Friedhof macht einen ungepflegten Eindruck.




A 23 bis Abfahrt Stadlau- Aspern-Eßling - Groß Enzersdorf, Donau-Oderkanal abzweigen nach Neuoberhausen, 500 m links.

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HOHENAU
Bis zur Errichtung des Friedhofs 1879 wurden die Toten der kleinen jüdischen Gemeinde in ihrer Heimatgemeinde bestattet bzw. überführt nach St. Johann an der March (Slowakei). Auf dem 1.811 m² großen ummauerten Areal befinden sich ca. 110 Grabsteine. Die letzte Beerdigung fand im Dezember 1937 statt. Gepflegt wird der Friedhof von der Marktgemeinde Hohenau.




A 23 bis Ende- B 8 bis Angern - B 49 bis Hohenau, ab Rathausplatz (Hinweistafel) über Bahnübergang, dann links (Wachtelgasse, Sackgasse)

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HOLLABRUNN
Der Friedhof liegt weit außerhalb der Stadt. Das letzte Begräbnis fand 1978 statt.
Mit der Stadtgemeinde besteht eine Pflegevereinbarung, der allgemeine Zustand des Friedhofes ist gut.




A 22 bis Stockerau - B 303 bis Hollabrunn

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

HORN
Die jüdische Gemeinde von Horn errichtete den 1.219 m² großen Friedhof im Jahre 1873. In 107 Gräbern wurden bis 1938 177 Verstorbene beerdigt.
Es besteht Sanierungsbedarf, der Zustand hat sich zuletzt verschlechtert.


A 2 bis Stockerau - B 4 bis Horn.

KLOSTERNEUBURG
Der Friedhof wurde 1873 von der Klosterneuburger Chewra Kadischa angelegt. Er wurde zuletzt von der Wiener Chewra Kadischa der IKG übertragen. Auf dem 3.294 m² großen Areal,  befinden sich 652 Grabstellen.
Der Verein „Komitee zur Erhaltung des jüdischen Friedhofs Klosterneuburg“ bemüht sich um Pflege und Sanierung.


B 14 Richtung Kritzendorf bis Holzgasse

Kontakt:
Frau Stadtrat Martina Enzmann
Tel. 0664/3400 017
Frau Mag. Barbara Eckstein, Rathaus
Tel. 02243/444 307
KORNEUBURG
Seit 1915 besteht eine israelitische Abteilung auf dem Stadtfriedhof, gärtnerisch abgegrenzt, rechts vom Haupteingang (in der Ecke) an der Stockerauer Straße. Auf dem Friedhof, der von der örtlichen Friedhofsverwaltung gepflegt wird, befinden sich 9 Grabsteine sowie 12 von der Chewra Kadischa gestiftete Grabtafeln.
Der Pflegezustand ist ausgezeichnet. Am neuen Teil des Friedhofs konnten vom Verein bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden.



A 22 bis Korneuburg Ost, links abbiegen, durch Korneuburg in Richtung Stockereau, links an der Stockerauer Straße

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

KREMS
Auf dem 1860 errichteten, 20.980 m² großen Friedhof befinden sich 500 Gräber, darunter die Gräber jener Verstorbenen, die ursprünglich in einem, noch vor dem Jahr 1938 aufgelassenen Friedhof beerdigt waren. 1995 wurde auf Initiative des „Vereins zur Erhaltung des jüdischen Friedhofs in Krems“ ein Mahnmal für jene Kremser Juden errichtet, die der Schoah zum Opfer gefallen waren.
Gepflegt wird der Friedhof von Strafgefangenen der Justizvollzugsanstalt Stein mit Unterstützung der Kultusgemeinde Wien. Eine Initiative von Dr.Robert Streibel bemüht sich um eine Sanierung des Friedhofes (siehe auch www.streibel.at und www.judeninkrems.at)


A 1 bis S 33 bis Abfahrt Krems, oder A 22-B 3 bis Krems. Friedhof befindet sich im Kleeblatt der Abfahrt

MARCHEGG
Seit spätestens 1887 bestand eine israelitische Abteilung auf dem Stadtfriedhof. 1938 wurde das 203 m² große Beerdingungsfeld planiert, die Steine gestohlen, der letzte Grabstein 1958 entfernt. Seit 2004 erinnert an dieser Stelle ein Gedenkstein (außerhalb der Mauer beim unteren Ausgang).

 


A 23 bis Ende - B8 über Gänserdorf, Weikendorf nach Marchegg, von der Hauptstraße links abbiegen (Tafel Friedhof) in die Rohrwassergasse bis Ende.

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

MICHELNDORF
Der nur 344 m² große Friedhof wurde 1888 angelegt und liegt, schwer auffindbar, abseits der Bundesstraße mitten im Wald. Erhalten sind nur mehr 5 Grabsteine aus Sandstein. Die übrigen Grabmäler wurden von einem Steinmetz aus Tulln 1938 gestohlen und zweckentfremdet weiterverwendet. Dieser hatte auch das kleine Totenhaus durch Brandlegung zerstört.
Das Gelände des Waldfriedhofes wurde nach vielen Jahren der Vernachlässigung durch die Ortsgemeinde erstmals 2009 gesäubert. Eine Bürgerinitiative bemüht sich um eine Verbesserung. Für 2009/10 ist die Komplettrestaurierung der verbliebenen Grabsteine vorgesehen.


B 1 bis 2 km nach Mitterndorf (1km vor Michelndorf), links abbiegen zum Bauernhof Burchhart, Waldkloster, etwa 200m zu Fuß durch den Wald.

Kontakt:
Mag. Ingrid Oberndorfer
0660/5577804

MISTELBACH
Auf dem 1898 angelegten Friedhof befinden sich 112 Gräber. Die erste Beerdigung fand 1900, die letzte im Jahre 1938 statt.
Gepflegt wird der Friedhof durch die Stadtgemeinde Mistelbach.

 

 

 


B 7 (Brünnerstraße) bis Abzweigung Schrick- L 46 bis und durch Mistelbach (Oberhofer Straße), rechts über die Brücke und links in die Waldstraße 104.

Kontakt:
Christa Jakob
02572-4554 oder 0676-7414985,
Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

MÖDLING
Das erste Begräbnis auf dem 3.203 m² großen Friedhof fand 1876 statt. 373 Juden aus Mödling und den umliegenden Gemeinden wurden bis 1938 hier bestattet.
Vom Verein „Schalom“ 1995 renoviert, wird er heute von der Stadtgemeinde Mödling vorbildlich gepflegt.


A 2 bis Wiener Neudorf - B 17 bis Abzweigung rechts nach Mödling.

NEULENGBACH
Der 683 m² große Friedhof wurde 1871 vom örtlichen Minjan-Verein angelegt. Er weist heute 71 Gräber auf. 15 Grabsteine wurden während des Kriegs von der Stadtgemeinde beschlagnahmt und verkauft.
Gepflegt wird der Friedhof von der Stadtgemeinde Neulengbach. Sein Zustand ist unbefriedigend.


A 1 bis Altlengbach, L 19 bis Neulengbach, Almersbergstraße.

NEUNKIRCHEN
Bis zur Errichtung dieses Friedhofs Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Toten der Gemeinde im damaligen Westungarn, also in Kobersdorf oder Lackenbach, bestattet. Der Friedhof ist 2.830 m² groß und mit 150 Gräbern belegt.


A 2 bis bis Wiener Neustadt Süd - B 17 bis Neunkirchen.

OBERSTOCKSTALL
Dieser Friedhof besteht seit 1887 und diente der jüdischen Gemeinde von Kirchberg am Wagram und den umliegenden Dörfern als Begräbnisstätte. Er ist mit 43 Gräbern belegt.
Gepflegt wird er von der Gemeinde Kirchberg.
Sein Zustand ist unbefriedigend.


A 22 bis Stockerau - B 3 bis Kirchberg/Wagram, Landes-straße bis Oberstockstall, 1.5 km in Richtung Ruppersthal oder B 1 bis Ried/Riederberg - Tulln-B 3 w.o.

ST. PÖLTEN
Der Friedhof in der heutigen Landeshauptstadt wurde 1895 von der St. Pöltener Chewra Kadischa angelegt. Er grenzt an den städtischen Friedhof, ist 6.205 m² groß und mit 181 Gräbern belegt.
1996 wurde er mit finanzieller Unterstützung des Landes generalsaniert und wird seither von der Stadt St. Pölten gepflegt.


A 1 bis St. Pölten Süd, durch die Stadt Richtung Krems, nach Bahnunterführung 1. Ampel links (Parkplatz Kommunal-friedhof). Zu Fuß zum Friedhof oder - mit Friedhofsschlüssel - in die Karlstettenerstraße abbiegen bis zum Friedhofstor.
 

ST. PÖLTEN ALT
Es sind keine Grabsteine mehr erhalten. In Mitten einer Grünfläche befindet sich ein Gedenkstein. Es sind Bemühungen im Gang auf einem Gedenkstein eine Namensliste der Begrabenen zu veröffentlichen.
Das Gelände wird von der Stadtgemeinde gepflegt.


Kontakt:
Dr. Christoph Lind
Institut für Erinnerungskultur und historische Intervention
+43 (0) 676 729 12 72
mail: c.lind@utanet.at

STOCKERAU
Das 1.823 m² große, mit 136 Gräbern belegte Areal wurde 1874 vom örtlichen Minjan-Verein zum Zweck der Errichtung eines Friedhofs angekauft.
Nach Schändung des Friedhofs im Jahre 1995 renoviert, wird er heute von der Stadt Stockerau gepflegt.


A 22 bis Stockerau West.

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931

TULLN
Auf dem kleinen Friedhof befinden sich nur mehr wenige Grabsteine. Um den Friedhofscharakter zu wahren, wurden symbolische Grabsteine aufgestellt. Ein Mahnmal kündet vom Schicksal der jüdischen Bewohner der Stadt und des Friedhofs.

 


B 1 bis Ried/Riederberg- L 213, 34 km oder A 22 bis Stockerau - B 4 - B 19, Frauentorstraße-Paracelsusstraße.

WAIDHOFEN/THAYA
Der 1.203 m² große Friedhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Er weist 171 Gräber auf.
Die Pflege liegt in den Händen der Stadtgemeinde Waidhofen.


A 22 bis Stockerau - B 4 bis Horn - B 303 - B 5 bis Waidhofen

WIENER NEUSTADT
Das erste Begräbnis fand im Jahre 1889 statt, das letzte 1938. Insgesamt befinden sich 250 Gräber auf dem Friedhof, der von der Stadt Wiener Neustadt gepflegt wird. Fünf mittelalterliche restaurierte Grabsteine wurden im Sommer 2009 aufgestellt.
Eine umfangreiche Sanierung wurde von der Initiative „Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt“  2009 in Angriff genommen.


A 2 bis Abfahrt Wöllersdorf - B 21 bis Friedhof

Kontakt: werner_sulzgruber@hotmail.com

ZWETTL
Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Friedhof am Hang des Galgenberges als Teil des späteren Syrnauer Friedhofes angelegt. Erhalten geblieben sind bloß 14 Grabsteine.
Der Friedhof wird von der Stadtgemeinde Zwettl gepflegt.


 

A 22 bis Stockerau - B 4 bis Horn - B 38 bis Zwettl, 125 km, oder A 1 bis St. Pölten -
S 33 bis Krems - B 37 über Gföhl bis Zwettl, Zufahrt über Schillerstraße nach Syrnau
 

OBERÖSTERREICH

GMUNDEN

Rund 30 Steine werden von der Stadtgemeinde Gmunden gepflegt.


 

Kontakt: IKG-Linz

LINZ
Es sind 116 Namen von Grabstätten bekannt. Einige Steine sind umgestürzt.
Laut IKG Linz ist der Gesamtzustand gut.




Kontakt: IKG-Linz

STEYR
Auf dem Friedhof befinden sich 144 Steine und 2 Massengräber.



Kontakt: IKG-Linz und Mauthausen Aktiv Steyr Mag.Ramsmayer Tel 02752-48765

BAD AUSSEE
10 Grabsteine, der Friedhof ist im Besitz der Pfarre St.Leonhard und wird von ihr gepflegt.


 

 

SALZBURG

SALZBURG STADT
Es gibt 450 Gräber, 150 Steine wurden in der NS-Zeit entwendet.
Der Zustand ist sehr gut.




Kontakt: IKG Salzburg




STEIERMARK


GRAZ
Auf dem 1865 angelegten ca. 18.000 m² großen Friedhof befinden sich 1.453 Gräber. Er dient heute noch der IKG Graz als Begräbnisstätte, 1997/98 wurde er vom Verein „Schalom“, Freiwilligen des 5. Jägerregiments aus Straß, sowie Schülern eines Grazer Bundesrealgymnasiums instandgesetzt.
Seine Pflege obliegt der Kultusgemeinde Graz.


A 2 bis Graz West, Kärntnerstraße bis Don Bosco-Alte Poststraße

HETZENDORF/JUDENBURG
Der Friedhof wurde um die Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. 1997 wurde mit Hilfe des Landes vom Verein „Schalom“ eine Zufahrtsstraße mit Parkplatz errichtet.


A 2 - S 6 - B 306 - S 6 St. Michael - S 36 bis Judenburg Ost, 200 m Richtung Judenburg links
KNITTELFELD

Der Friedhof diente der kleinen jüdischen Gemeinde von Knittelfeld als Begräbnisstätte.
Er wird durch die Stadtgemeinde Knittelfeld gepflegt.


A 2 - Semmering - Bruck/M.-
St. Michael – Knittelfeld

LEOBEN
Vom jüdischen Friedhof im östlichen Teil des Kommunalfriedhofes sind keine Grabsteine erhalten. Ein Mahnmal erinnert an die Bestimmung des Ortes.


A 2 -Semmering - Bruck/M.- Leoben Ost.

TRAUTMANNSDORF
Auf dem Friedhof fanden Mitglieder der kleinen jüdischen Gemeinde von Bad Gleichenberg und Kurgäste, die während ihres Kuraufenthaltes verstarben, ihre letzte Ruhestätte.
Gepflegt wird der Friedhof von der Gemeinde Bad Gleichenberg.


A 2 bis Abfahrt Ilz- B 69 bis Feldbach Bad Gleichenberg. Ortsmitte rechts abbiegen nach Trautmannsdorf
 

TIROL

  INNSBRUCK NEU
Es gibt 129 Gräber.
Der Zustand ist gut.




Kontakt: IKG Innsbruck

INNSBRUCK ALT
In Innsbruck wurde 2009 die neue Gedenkstätte am Alten Jüdischen Friedhof der Tiroler Landeshauptstadt eröffnet. Der sogenannte Judenbühel mit dem Friedhof liegt etwas unterhalb der Innsbrucker Hungerburg. Im Mittelalter angelegt, ist er in den vergangenen Jahrzehnten fast völlig in Vergessenheit geraten.
Auf Initiative des Tiroler Altbischofs Reinhold Stecher und des Rechtsanwalts Paul Ladurner wurde der Friedhof in den vergangenen Jahren als Gedenkstätte revitalisiert. Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol sowie der Landesgedächtnisstiftung und dem Innsbrucker Verschönerungsverein. Der Judenbühel ist nun wieder sichtbares Zeichen für die frühen Wurzeln des Judentums in Tirol.


 

VORARLBERG


 
HOHENEMS
Der jüdische Friedhof in Hohenems geht auf das Jahr 1617 zurück. Er liegt an einem bewaldeten Abhang des „Schwefelberges“. Von den über 500 Gräbern sind heute nur mehr 370 aufgrund der erhalten gebliebenen Grabsteine zu lokalisieren.
Datenbankabfragen im Verzeichnis der Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof Hohenems

 

WIEN

ZENTRALFRIEDHOF I. TOR
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße

Im Zuge der Stadterweiterung im 19. Jahrhundert wurde im Jahre 1877 der jüdischen Gemeinde 260.000 m² als Begräbnisstätte überlassen. Bis 1916 wurden hier rd. 80.000 Verstorbene beerdigt. Von den 60.000 Gräbern wurden 1945 fast 3.000 durch fehlgeleitete Fliegerbomben zerstört.
Der Friedhof wird von Mitarbeitern der IKG - soweit es die beschränkten finanziellen Mittel ermöglichen - betreut.
Von der MA 7 ist derzeit die Sanierung von 36 Ehrengräber in Vorbereitung.


Tel: +43-1/ 767 62 52

ZENTRALFRIEDHOF IV. TOR
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 244

Dieser 250.000 m² große Friedhof wird ab 1916 belegt, nachdem die jüdische Abteilung am 1. Tor zu klein geworden war. Bis heute fanden hier 60.000 Gemeindemitglieder ihre letzte Ruhestätte, weiters die im Zuge der Umbettung vom Döblinger Friedhof in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts Enterdigten, sowie in den Jahren 1938-1945 die sg. „nichtarischen“ Christen.
Der Friedhof wird von Mitarbeitern der IKG betreut und ist Sitz der Friedhofsverwaltung.
Von der MA 7 wurden 21 Ehrengräber 2008/09 saniert.


Tel: +43-1/ 767 62 52
Fax: +43-1/ 768 15 22

1. April - 30. September:
So, Mo, Mi: 7 – 17 Uhr (Einlass bis 16:30)
Do: 7 – 19 Uhr (Einlass bis 18:30)
Fr und Erew Jom Tov: 7 – 15 Uhr (Einlass bis 14:30)

1. Oktober - 31. März:
So – Do: 8 - 16 Uhr (Einlass bis 15:30)
Fr : 8- 14 Uhr (Einlass bis 13:30)
An Schabbatot und jüdischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen.

FRIEDHOF IN DER "ROSSAU"
1090 Wien, Seegasse 9/Eingang Pensionistenheim

Dieser Friedhof reicht auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück und ist damit der älteste erhaltene jüdische Friedhof Wiens, ja der älteste Friedhofs Wiens überhaupt. Er stand bis 1783 in Verwendung. Erwähnung verdient der Umstand, daß die Grabsteine immer wieder von der Hochwasser führenden Donau weggeschwemmt wurden und nach Zurückweichen der Flut nur annähernd auf ihren ursprünglichen Platz wieder aufgestellt werden konnten. Erst die Donauregulierung schuf Abhilfe. Um die nach Schändung des Areals noch verbliebenen Grabsteine vor der Zerstörung zu bewahren, wurden diese im Jahre 1943 auf den Zentralfriedhof, 4. Tor, gebracht und dort vergraben. Erst 1984 wurden sie zurückgebracht und aufgestellt.
Der Friedhof wird heute vom Pensionistenheim des Kuratoriums umschlossen und vom Stadtgartenamt gepflegt. Trotz einer rechtsgültigen historischen Vereinbarung zwischen den vertriebenen Wiener Juden und dem kaiserlichen Magistrat Wien geht die Restaurierung nur schleppend voran und bedarf jährlicher Subventionsansuchen.


Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr

WÄHRINGER FRIEDHOF
1180 Wien, Semperstraße 64A/ Schrottenberggasse

1784 von der stark gewachsenen jüdischen Gemeinde angekauft und ständig erweitert, diente der Friedhof bis 1879 als zentrale Begräbnisstätte der Gemeinde. Insgesamt wurden auf den 21.209 m² großen Friedhof 8.593 Tote zur letzten Ruhe bestattet.
Zur Zeit sind Bemühungen im Gange, das Friedhofswärterhaus und den Friedhof einer Renovierung zuzuführen. Der Friedhof ist derzeit ohne regelmässige Pflege und eine Restaurierung historisch wertvoller Grabsteine ausständig. Auf Initiative von Nationalratspräsidentin Mag. Prammer wurde die Erstellung einer Vorstudie zur Erhebung der Sanierungskosten beschlossen.


Derzeit aus Sicherheitsgründen leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.


FRIEDHOF FLORIDSDORF
1210 Wien, Ruthnergasse 28

Der ursprünglich von der IKG Floridsdorf errichtete 5.566 m² große Friedhof fiel nach der Eingemeindung des Vororts durch Wien an die Wiener Kultusgemeinde. Von 1873 bis heute fanden 1.391 Beerdigungen statt. Gepflegt wird der Friedhof mit Unterstützung der Bezirksvorstehung, der Chewra Kadischa und der Kultusgemeinde von privater Seite.

Für BesucherInnen:
Anmeldung in der IKG
Tel. +43/1/
53 104
Kontakt: Herr Sinai (erreichbar über IKG)

 

Massengräber
In diese sicherlich unvollständige Liste wurden nur solche Orte aufgenommen, wo es sich bei den Ermordeten oder an Krankheiten Verstorbenen um Juden handelte.

 
 
  Bad Deutschaltenburg (Niederösterreich)

Anfang 1945 Sammelplatz für jüdische ungarische Zwangsarbeiter, die von den Schanzarbeiten auf Kähnen nach Mauthausen gebracht werden sollten. Etwa 2000 wurde so nach Mauthausen transportiert. Schwächere noch vorort in die Donau gestoßen. Hinter dem Karner befindet sich ein Grab für 11 unbekannte Opfer.




 
Bezirk Bruck a.d.Leitha

DEUTSCH SCHÜTZEN - Eisenberg (Burgenland)
Am 29.3.1945 wurden etwa 80 Juden auf einer Waldlichtung südwestlich der alten Kirche von HJ,Feldgendarmen und Angehörigen der SS-Division Wiking erschossen. Eine Grabstätte mit Mahnmal befindet sich an der Martinskirche.


Bezirk Oberwart
A 2 bis Abfahrt Oberwart B 63 bis Großpetersdorf - L 311 Burg-Eisenberg, in Ortsmitte Deutsch Schützen abzweigen - nach rechts zur Martinskirche mit Gedenktafel.
  Donnerskirchen (Burgenland)

Zwangsarbeitslager ungarischer Juden, zahlreiche Tote durch Flecktyphus sind am Friedhof Richtung Purbach begraben.





Bezirk Eisenstadt Umgebung
  Eggenfeld (Steiermark)

20 ungarischen Juden gelang es vorerst auf einem Todesmarsch zu entkommen. Angehörige der SS-Division Wiking entdeckten sie am Eggenfelderkogel wo sie erschossen wurden.




Bezirk Graz/Umgebung
  Enns (Oberösterreich)

Um den 18.4.1945 wurden 97 ungarische Juden in den Strassen von Enns auf einem Todesmarsch erschossen. Sie wurden in einem Massengrab beerdigt und später nach Mauthausen umgebettet.



 
 
  Ennsdorf (Niederösterreich)

Während der Todesmärsche gab es im Ortsbereich ca. 50 Tote. Ein Denkmal befindet sich an der Strasse nach Mauthausen, ca. 200 m von der B 1 entfernt.



 
Bezirk Amstetten

FELIXDORF (Niederösterreich)
Im Massengrab wurden 1.751 in den Jahren 1944/45 im Lager Felixdorf umgekommene ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter beerdigt. Der Gedenkstein wurde von der Kultusgemeinde Wien im Jahre 1945 errichtet.


A 2 bis Ausfahrt Traiskirchen - B 17 bis Ortsende Sollenau-Kreuzung. Kreuzung Eggendorferstraße rechts abbiegen in Schulstraße

GÖSTLING (Niederösterreich)
Auf dem Kommunalfriedhof von Göstling befindet sich ein Mahnmal und das Grab für die auf dem Marsch nach Mauthausen vor Erschöpfung verstorbenen oder ermordeten 76 ungarischen Zwangsarbeiter.
Die Begräbnisstätte wird von der Ortsgemeinde gepflegt.


A 1 bis Abfahrt Ybbs - B 25 Scheibbs-Lunz/See - Göstling, Ortsfriedhof
  Großraming (Oberösterreich)

Am 13.4.1945 traf aus der Steiermark eine Gruppe ungarischer Juden auf einem Todesmarsch ein. Nicht Gehfähige wurden erschossen und in die Enns geworfen. Am Kraftwerk befindet sich eine Gedenktafel.




Bezirk Steyr-Land
  Hofamt Priel (Niederösterreich)

Anfang Mai 1945 wurden von der SS 214 ungarische Juden erschossen. Die Grabesstelle ist unbekannt.



Bezirk Melk
  Klöch (Steiermark)

Anfang April 1945 wurden typhuskranke Juden von der SS erschossen.



Bezirk Radkersburg
  Lichtenwörth (Niederösterreich)

187 tote ungarische Juden sind namentlich erfasst, etwa 80 sind unbekannte Tote.




Bezirk Wiener Neustadt
  Loretto (Burgenland)

Ende März 1945 wurden im Ort mehrere ungarische Juden durch SS-Angehörige erschlagen.



Bezirk Eisenstadt Umgebung
  Losenstein (Oberösterreich)

Mindestens 10 ungarische Juden wurden hier getötet. Sie wurden in ein Gemeinschaftsgrab auf den Stadtfriedhof Steyr überführt.



Bezirk Steyr-Land
  Nestelbach – Laßnitzhöhe (Steiermark)

18 kranke Juden wurden von der SS erschossen und später exhumiert.




Bezirk Graz-Umgebung
  Paldau (Steiermark)

Während der Todesmärsche wurden zumindest 10 Juden erschossen und nach dem Krieg am Ortsfriedhof beigesetzt.



Bezirk Feldbach
  Präbichl (Steiermark)

Am 7.4.1945 wurden zumindest 200 Juden erschossen. Sie wurden vom Volkssturm in 5 Gruben in der Seeau begraben.



Bezirk Leoben
  Randegg (Niederösterreich)

Am 15.4.1945 wurden etwa 100 Juden von SS und HJ erschossen und verbrannt. Überreste wurden von der HJ aus Reinsberg vergraben.
Ein Erinnerungsdenkmal befindet sich im Schliefau Graben.



Bezirk Scheibbs
  Rantenberg (Niederösterreich)

Im April 1945 wurden 6 ungarische Juden von SS-Männern erschossen, nachdem sie sich ihr Grab schaufeln mussten.



Bezirk Melk
  Rechnitz (Burgenland)

Am 24.3.1945 wurden etwa 180 ungarische kranke Juden von den Teilnehmern eines Abschiedstreffens (die Rote Armee war bereits in der Nähe) im Schloss Bathiany beim Kreuzstadel ermordet. Der genaue Ort des Massengrabes ist unbekannt. Zwei Zeugen wurden nach 1945 ermordet um sie an Ausagen vor einem Volksgerichtsprozess zu hindern.



Bezirk Oberwart
  St. Margareten (Burgenland)

Hier wurden im Früjahr 1945 18 unbekannte jüdische Zwangsarbeiter durch Steinschlag ermordet. 6 weitere wurden erschossen.
Im Ort befindet sich ein Gedenkstein.



Bezirk Eisenstadt
  Schachendorf (Burgenland)

Eine unbekannte Anzahl von an Typhus gestorbenen ungarischen Zwangsarbeitern wurde im Bereich des späteren Niemandlandes des Eisernen Vorhanges begraben.



Bezirk Oberwart
SCHATTENDORF (Burgenland)
Grabanlage für 27 in der Zeit von Oktober 1944 bis April 1945 im Lager Schattendorf ums Leben gekommene ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter.





A 2-A 3-B 16 bis Kreisverkehr Siegendorf-Zagersdorf-Draßburg. Schattendorf bis Ortsfriedhof. Etwa 300 m zu Fuß der Staatsgrenze entlang, am Bundesheerwachturm vorbei bis zur Grabstätte
  Siegendorf (Burgenland)

43 namentlich bekannte jüdische Zwangsarbeiter starben hier während der Todesmärsche. Am Fuße des Hügels „Mittlerer Berg“ befindet sich ein Gedenkstein an der Stelle eines aufgelassenen Massengrabes.



Bezirk Eisenstadt Umgebung
  Sulzbach (Niederösterreich)

Im April 1945 erschossen SS-Angehörige im Steinbruch 42 ungarische Juden.



Bezirk Baden
  Termberg (Oberösterreich)

Während der Todesmärsche 1945 wurden etwa 30 ungarische Juden im Ortsbereich ermordet und im Strassengraben verscharrt.



Bezirk Steyr
  Thenneberg (Niederösterreich)

Im April 1945 ermordete SS im Ortsbereich 12 ungarische Juden.



Bezirk Baden
  Wandau (Steiermark)

Beim Todeszug der ungarischen Juden nach Mauthausen stießen die Bewacher dutzende schwache Gefangene beim Passieren der Wandauer Brücke in die Enns.



Bezirk Leoben

ZISTERSDORF (Niederösterreich)
Bis 1938 bestand eine israelitische Abteilung auf dem Stadtfriedhof. Während des Naz-regimes wurden die Trennungsmauer und Grabzsteine enfernt, die ca. 200 große Beerdigungsfläche in den Friedhof einbezogen und mit christlichen Verstorbenen belegt. Seit 2003 erinnert an dieser Stelle eine Gedenktafel (an der Mauer links beim hinteren Ausgang)


A 23 bis Ende - B8 bis Angern- B 49 bis Dürnkrut, links abbiegen bis Zistersdorf

Kontakt: Ida Olga Höfler
02282-2115 oder 0676-7287931