Radio / Fernsehen

kreuz und quer: Der Massenmörder und der Trillionär
ORF III, 13.08.2014, 20:15

Magazin 2013
Die Dokumentation beleuchtet das schicksalhafte Zusammentreffen des jüdischen Großindustriellen Sigmund Bosel mit dem NS-Massenmörder und Deportationsspezialisten Alois Brunner, deren Lebenswege sich im Jahr 1942 auf tragische Weise gekreuzt haben.

Auf das Leben! Ein Tag im Leben des Majer Szanckower
3sat, 15.08.2014, 12:00

Dokumentation, D 2013
Er wohnt auf dem alten Teil des Friedhofs. Sein Tag beginnt mit dem Aufschließen des Tors und endet mit dem Abschließen. Sein Büro liegt auf dem “aktiven”, etwas jüngeren Teil des Friedhofs mit Kontrollblick über den Eingangsbereich. Majer Szanckower ist ein jüdischer Friedhofsverwalter und ein kleiner, lebhafter Mann Mitte 60, der für seinen Friedhof brennt und hier durchaus mit strenger Hand regiert und damit ähnliche Aufgaben hat, wie seine Nachbarn auf dem Frankfurter Hauptfriedhof: Illegale Heckenschneider hindern, zu große Grabsteine zurückweisen, Füchse und Mäuse in Grenzen halten, Trauergespräche führen und mit Hilfe der “Heiligen Bruderschaft” eine Beerdigung durchführen. “Auf das Leben!” zeigt einen Tag im Leben des Major Szanckower.

Orientierung : Moschee wird Synagoge
ORF 2, 24.08.2014, 2:25

Magazin, A 2014
Moschee wird Synagoge: Eine jüdisch-muslimische Freundschaft in der Bronx / Des Kaisers Synagoge: Jüdisches Leben in Istanbul, – Stein des Anstoßes: Was wird aus der “Moschee-Kathedrale” von Cordoba? / “Also sprach Zarathustra…” – Pilgerreise der Zoroastrier im Iran / Neue Wege zu Gott: Trend zu “Pop-up churches” in Großbritannien

Menschen & Mächte: Sterben für Hitler
ORF 2, 31.08.2014, 22:50

Dokumentation, A 2009
“Uns wurde noch beigebracht: Es ist süß, für das Vaterland zu sterben!” Wie der Großteil seiner Klasse in einem Grazer Gymnasium meldet sich auch Dietrich Ascher 1940 freiwillig zur Wehrmacht, trotz seiner jüdischen Vorfahren: “Wir wollten einfach Helden werden!”. Mehr als drei Millionen deutsche Soldaten griffen am 22. Juni 1941 überraschend die Sowjetunion an. Dort, an der Ostfront, sah die nationalsozialistische Führung ihr eigentliches Kriegsziel: die Vernichtung des Bolschewismus als ideologische Konkurrenz und die Gewinnung von “Lebensraum” für die “arische Rasse” – durch die teilweise Vertreibung und Ermordung der Bevölkerung Osteuropas. Wieder sollte es ein “Blitzkrieg” werden mit einem triumphalen Sieg innerhalb weniger Monate. Aber es kam anders: Vier Jahre später war die Ostfront das Synonym für die furchtbarsten Schlachten, die höchsten Opferzahlen und die größten Verbrechen dieses Krieges. Nach den Landungen der Alliierten in Italien und Frankreich stand das “Dritte Reich” in einem völlig aussichtslosen Dreifrontenkrieg und verlangte von seinen Soldaten trotzdem immer noch den “erbitterten Kampf bis zum Endsieg”. Erst im Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa endlich zu Ende, die Wehrmacht geschlagen, die Überlebenden aus den Konzentrationslagern befreit. Der “Führer” entzog sich wie viele Mittäter durch Selbstmord der Verantwortung. Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentationsreihe “Der 2. Weltkrieg” widmet sich den Kriegsjahren 1941 bis 1945. 3sat setzt sein Programm zum Zweiten Weltkrieg am Dienstag, 2. September, um 20.15 Uhr mit dem Fernsehfilm “Rommel” fort.