Radio / Fernsehen

24h Jerusalem. Der Vormittag
ARTE, 12.04.2014, 09:00

Dokumentation, D/F 2014
Jerusalem am Vormittag. Die deutschen Pilger haben gut gefrühstückt und wappnen sich für den anstrengenden Marsch durch eine Stadt der Treppen, Mauern und Hügel. Die Geschichte atmet hier auf jedem Meter, auch in Yad Vashem. Eine junge Israelin muss einen Stapel Papiere archivieren. Papiere mit Namen von Menschen, deren Leben ausgelöscht wurde. In der Altstadt von Jerusalem sorgen Polizisten für gefühlte Sicherheit: Sie sollen die Gefahr sehen, bevor sie kommt. Nord-östlich der Altstadt liegt ein Ort, den nie ein Reisender zu Gesicht bekommt: das Flüchtlingscamp Shuafat. Auch das ist Jerusalem.

24h Jerusalem. Der Mittag
ARTE, 12.04.2014, 12:00

Dokumentation, D/F 2014
Zwölf Uhr mittags. Zeit für Gebete in Ost- und Westjerusalem und Zeit für Hummus, die Nationalspeise. In Jerusalem liegt immer ein Grund zum Streiten in der Luft. Politische und religiöse Konflikte, alltägliche Grenzfragen – es ist nie leicht die richtige Antwort zu finden. So manche Auseinandersetzung endet mit Verletzten, dann schickt die UN ihre neutralen Beobachter. Politischer Zündstoff, jahrtausendealte Traditionen und der beschwerliche, unplanbare Alltag: Auf dem Ölberg streitet eine jüdische Siedlerin mit einem Palästinenser, an der Klagemauer feiert ein 13-Jähriger seine Bar Mizwa und ein amerikanischer Fotograf jagt in der Altstadt einem chinesischen Filmstar hinterher.

24h Jerusalem. Der frühe Abend
ARTE, 12.04.2014, 18:00

Dokumentation, D/F 2014
Jerusalem am frühen Abend, gleich geht die Sonne unter, einige fahren mit ihren Harleys auf den Ölberg, um das Schauspiel zu genießen, andere tauchen in den Feierabend ein oder lassen noch ihr Kind taufen. Jerusalem bedeutet weltlich und religiös, fortschrittlich und altmodisch. Rituale und Traditionen spielen eine wichtige Rolle und bestimmen auch das moderne Leben. Gläubige Jüdinnen verlassen sich bei der Suche nach dem Mann fürs Leben nicht auf das Schicksal, sondern die Heiratsvermittlerin. Weniger Gläubige vertrauen statt auf Gott lieber der Fitnesstrainerin. Und in Ost-Jerusalem teilen die Frauen ihre Träume und Geheimnisse mit dem Frisör – wie überall auf der Welt.

Himmlische Lust und koscherer Sex oder: Was Sie schon immer über Liebe und Ehe bei den Juden wissen wollten
3sat, 13.04.2014, 06:45, WH: 12.04.2014, 18:00

Religion, A 2008
Im Judentum ist ein erfülltes Liebesleben ein Gebot – allerdings nur innerhalb der Ehe. Sex dient nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch der Lust, dem Vergnügen. Die Frau hat, ebenso wie der Mann, ein verbrieftes Recht darauf. Das hat natürlich Auswirkungen auf die gesamte jüdische Kultur, auch auf die säkularisierte. Jüdische Frauen sind der Mittelpunkt ihrer Familien und haben ein prononciertes Selbstwertgefühl. Die Dokumentation “Himmlische Lust und koscherer Sex” von Helene Maimann aus der Reihe “Kreuz & Quer” beschäftigt sich mit diesen und anderen grundlegenden Haltungen der Juden zu Liebe und Sex: mit der Rolle der Sexualität in der Thora, mit den den Sex betreffenden Verboten und Geboten, mit der Funktion sexueller Abstinenz während der Menstruation sowie den Bräuchen rund um Eheschließung und Hochzeit.

Berlin ’36
SWR Fernsehen, 13.04.2014, 23:30

Drama, D 2009
Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten sein. Aus diesem Grund wird die Jüdin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth), die überragende Hochspringerin dieser Zeit, in das deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt gegen Gretel die bis dahin unbekannte “Konkurrentin” Marie Ketteler (Sebastian Urzendowsky) ins Rennen um die Olympia-Qualifikation – sie soll Gretel übertreffen. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden. Am Ende muss sich zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Intrige der Nazis ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt … “Berlin ’36″ basiert auf der wahren Geschichte der jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann, die bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin als Favoritin für die Goldmedaille galt. Um einen möglichen Sieg Bergmanns jedoch zu verhindern, schickten die Nationalsozialisten Marie Ketteler, in Wahrheit ein Mann, als Konkurrentin gegen sie ins Rennen.

Panorama: Von freiwilligen Vagabunden
3sat, 15.04.2014, 01:10

Dokumentation, A 2013
Hans Breuer hätte sich in einem bürgerlichen Leben nie zu Hause gefühlt. Der Wanderschäfer mit jüdischen Wurzeln ist das ganze Jahr über in Bewegung. Immer auf der Suche nach Futter für seine 900 Schafe. Und er hat ein ganz besonderes Hobby: Er singt vergessene, jiddische Lieder. Über Hans Breuer wurde vor ein paar Jahren sogar ein Buch geschrieben. Der New Yorker Journalist Sam Apple begleitete ihn und seine Schafe. Das Buch, das dabei entstand, heißt “Schlepping durch die Alpen” und hat sich international gut verkauft. Heute ist der Wanderschäfer mit einer kleineren Herde unterwegs.

Rosenstraße
ATV II, 18.04.2014, 22:05

Drama, D/NL 2003
Um mehr über das Schicksal ihrer Mutter Ruth im nationalsozialistischen Deutschland zu erfahren, reist die junge Amerikanerin Hannah nach Berlin. Dort trifft sie auf die mittlerweile 90-jährige Lena Fischer, die von der ersten Begegnung zwischen ihr und der damals noch kleinen Ruth erzählt: Gemeinsam mit hunderten anderen Frauen protestierten die beiden 1943 in der Rosenstraße gegen den Abtransport ihrer jüdischen Verwandten. Ruth war auf der Suche nach ihrer Mutter, Lena auf der Suche nach ihrem Mann. Als kurz darauf das Unglaubliche geschah und die Inhaftierten tatsächlich wieder freigelassen wurden, blieb Ruths Mutter jedoch verschwunden und das kleine Mädchen war plötzlich auf sich selbst gestellt….

Der große Diktator
3sat, 19.04.2014,20:15

USA 1940
Der Diktator Hynkel – eine Karikatur Hitlers – wird nach dem Einmarsch seiner Truppen in das Land Austerlich mit seinem Doppelgänger, einem aus dem KZ entflohenen jüdischen Barbier, verwechselt. Der verstörte kleine Mann wagt es, statt der erwarteten Staatsrede einen flammenden Appell für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden abzugeben. “Der große Diktator”, Charles Chaplins erster Dialog-Film, ist ein persönliches und politisches Bekenntnis. Eine traurige Farce, eine hellsichtige Slapstick-Satire mit tief bewegenden Zügen.

Sein Kampf – Katholischer Widerstand
ORF III, 19.04.2014,22:05

Dokumentation, A 2013
Irene Harand und Cyrill Fischer – Zwei Katholiken im Kampf gegen den Nationalsozialismus Rückblickend stellt sich heute oft die Frage, warum so wenige Menschen rechtzeitig vor den Gefahren des Nationalsozialismus warnten. Zumindest zwei Österreicher erkannten die Zeichen der Zeit schon früh: Irene Harand, eine junge Wienerin aus bürgerlichem Haus und überzeugte Christin, durchschaute das Verbrecherische des Nationalsozialismus schon früh.1935 verfasste sie in ihrem Buch “Sein Kampf” eine entschiedene Antwort auf Hitler. Der Franziskanerpater Cyrill Fischer kämpfte ebenfalls im Wien der 30-er Jahre gegen den Nationalsozialismus und für eine Verständigung zwischen Juden und Christen, auch gegen den christlich motivierten Antisemitismus mancher seiner Priesterkollegen. Beide Mahner überlebten den März 1938 nur, weil sie sich rechtzeitig ins Ausland absetzen konnten. Andreas Gruber porträtiert die beiden, in Österreich praktisch vergessenen frühen Widerstandskämpfer.

Die Porzellangassenbuben – Ari Rath und Eric Pleskow im Gespräch
ORF III, 26.04.2014, 22:15

Dokumentation, A
Anlässlich des 90. Geburtstages von Eric Pleskow zeigt ORFIII die Dokumentation “Die Porzellangassenbuben”. Eric Pleskow, legendärer Hollywood Produzent und vielfacher Oscargewinner, trifft in Wien auf Ari Rath, den ehemaligen Herausgeber der Jerusalem Post und Publizisten von Weltrang. Eine Begegnung zweier außergewöhnlicher Persönlichkeiten, die erst im hohen Alter entdecken, dass ihre Biographien einen gemeinsamen Schnittpunkt haben: die Porzellangasse im 9. Wiener Gemeindebezirk. Beide sind in derselben Straße geboren, beide mussten 1938 vor den Nazis flüchten. Wir begleiten die beiden “Porzellangassen Boys”, wie sich die beiden Herren selbst bezeichnen, bei einem ihrer Treffen in Wien und dokumentieren ein Gespräch, das zu einer gemeinsamen Reise in die Welt des jeweils anderen wird. Wenn Ari Rath und Eric Pleskow miteinander reden, zuhören, nachfragen und lachen; wenn sie sich empören, echauffieren und politisieren, dann erhalten wir kostbare Einblicke in das Leben und Wirken zweier ungewöhnlicher Männer, die bei allem Aberwitz ihrer Geschichte, niemals ihren Humor und Zuversicht verloren haben. Ein Film über historische Momente zwischen Hollywood und Tempelberg, über Schwarzenegger, Israel und Wiener Schnitzel und das Leben zwischen Emigration und Wiederkehr.