Radio / Fernsehen
Die Welt der Oliven: Der Olivenbaum im Heiligen Land – SWR Fernsehen, 22.05.2013, 11:20
Dokumentation, D/F 2012
Der letzte Teil der Reihe führt ins Heilige Land. Bei den Menschen dieser an Konflikten reichen Region, seien sie Juden, Muslime oder Christen, gilt der Zweig des Olivenbaums als Symbol des Friedens. Die Reise beginnt an der Klagemauer, führt zum Felsendom und dem Garten Gethsemane. Weiter geht es ins nur acht Kilometer entfernte al-Walaja.
1948 – jüdischer Traum, arabisches Trauma: Wie Israel entstand – ORF III, 22.05.2013, 17:35
Dokumentation, ISR 2010
14. Mai 1948. Ein schicksalhafter Tag für Juden und Araber. Ein Tag, dessen Auswirkungen bis heute die Weltpolitik bestimmen. Für die Juden geht an diesem Tag das 2.000-jährige Exil zu Ende – der Staat Israel wird ausgerufen. Für die Palästinenser steht dieses Datum als Symbol für die Nakba – die massenhafte Flucht und Vertreibung aus ihren Dörfern und Siedlungen. Der Film beleuchtet die historischen Ereignisse anhand persönlicher Schicksale jüdischer und palästinensischer Protagonisten. Sie erzählen ihre Geschichte eindringlich und fern von ideologischen Schilderungen.
Nicht alle waren Mörder – SWR Fernsehen, 22.05.2013, 22:00
Berlin, 1943: Die Jüdin Anna (Nadja Uhl) und ihr Sohn (Aaron Altaras) entkommen der Deportation. Ein angsterfülltes Leben im Untergrund beginnt. – Ergreifendes Plädoyer für Zivilcourage, nach der Autobiografie des Schauspielers Michael Degen
Als ihre Nachbarn von der SS zur Deportation abgeholt werden, entschließt sich die Jüdin Anna Degen, mit ihrem elfjährigen Sohn Michael in Berlin unterzutauchen. Zwei Jahre verbringen sie im Untergrund, bei Menschen, die sie kaum kennen und die ihnen aus unterschiedlichen Motiven helfen. Immer auf der Flucht vor Verrat, Entdeckung und dem sicheren Tod. Immer wieder unterstützt von Freunden und gänzlich Fremden. Im Untergrund erleben Mutter und Sohn Hunger und Bombennächte, aber auch Menschlichkeit und Freundschaft.
Der Kampf um Jerusalem: Mai 1948 – ORF III, 23.05.2013, 17:10
Dokumentation, ISR 2010
Palästina im Mai 1948: Ein Krieg, zehn Tage, drei Geschichten: Jerusalems Altstadt am Vorabend eines neuen Nahen Ostens. Für die Juden ist es die Geburt ihrer Nation. Für die Palästinenser eine Katastrophe. Die Dokumentation beschreibt die Ereignisse von damals aus drei unterschiedlichen Perspektiven. John Phillips, einer der ersten Fotojournalisten, wurde vom “Life Magazine” beauftragt, über den ersten israelisch-arabischen Krieg, den sogenannten Unabhängigkeitskrieg, aus Jerusalem zu berichten. Er schloss sich der jordanischen Armee an, seine Bilder werden aber von der jüdischen Perspektive bestimmt. Er machte leidenschaftliche und emotionale Bilder von der Evakuierung der Juden aus der Altstadt Jerusalems. Jack Padwa ist der Produzent des ersten israelischen Spielfilmes. Er stammt aus einer politisch rechtsstehenden britisch-jüdischen Familie und produzierte 1955 den Film “Geburt einer Nation” in dem die Geschichte der Juden aus der Altstadt Jerusalems erzählt wird. Der Film bekam bei seiner Erstaufführung auf dem Cannes Film Festival viel Beifall, war aber ein kommerzieller Flop, der jedoch zum Mythos des israelischen Unabhängigkeitskrieges wurde. Ali Zaarour war der einzige palästinensische Fotograf, der die palästinensische Seite der Geschichte dokumentiert hat. Der Film zeigt zum ersten Mal seine Bilder, welche über die Tragödie der palästinensischen Naqba des 1948er Krieges kommentieren. Die Zaarour-Familie betreibt bis heute ein Fotolabor in der Altstadt Jerusalems.
Utopie mit Milch und Zucker. Das Café Tamar in Tel Aviv – 3sat, 02.06.2013, 09:15
Dokumentation, A 2009
Keine andere Straße in Tel Aviv symbolisiert den Traum von einem linken, europäisch geprägten jüdischen Staat besser als die Sheinkin-Straße. Besonders das Café Tamar steht seit seiner Gründung vor sechs Jahrzehnten für diese Utopie. Dort spiegelt sich die Geschichte des ganzen Landes wider. Die Dokumentation “Utopie mit Milch und Zucker” stellt das Café Tamar in Tel Aviv vor.
Heil Hitler – Die Russen kommen – ORF 2, 02.06.2013, 23:05
Dokumentation, A 2010
Im Osten Österreichs erlebte die Zivilbevölkerung den “Endkampf” derart hautnah am eigenen Leib wie sonst nirgendwo im Land: In 13 Kapiteln von “Heil Hitler” über “Wir Kindersoldaten”, “Vergewaltigt” bis “die Russen kommen”, erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre individuell erlebte Geschichte, authentisch und einprägsam. Die persönlichen Erlebnisse zwischen 1938 bis 1945 und der Zeit danach eröffnen die freie Sicht auf eine ungeahnte Gewaltdimension – die immer noch spürbar ist. Dieser Dokumentarfilm erlaubt es, ein weitgehend tabuisiertes Thema anzugehen. Die Erzähler und Erzählerinnen treten dabei über das Individuelle hinaus und werden Teil der Zeitgeschichte.
Gott bewahre! – Die Welt der ultraorthodoxen Juden in Israel – SWR Fernsehen, 03.06.2013, 23:30
Dokumentation, ISR 2010
Me’a Sche’arim ist eine abgeschottete Siedlung der ultraorthodoxen Juden in Jerusalem. “Haredim” nennen sie sich – rund eine halbe Million Juden in Israel gehören dieser religiösen Gemeinschaft an. Wer sich als Tourist nach Me’a Sche’arim und in die anderen orthodoxen Viertel verirrt, sieht sich mit merkwürdigen Schildern konfrontiert: Frauen wird dringendst geraten, nicht mit Hosen dort herumzulaufen, Fotografieren ist strikt verboten. Die Haredim versuchen, ihr religiöses Erbe und ihre traditionellen Lebensformen zu schützen – gegen die Einflüsse der modernen Welt. Das heißt auch und vor allem gegen den Staat Israel. Die Haredim sehen den jüdischen Glauben durch den säkularen Staat Israel und seine Institutionen verraten. Deshalb verweigern sie jegliche Kooperation; sie arbeiten nicht, sie leisten keinen Militärdienst. Doch nicht alle sind der Meinung, dass eine vollständige Abschottung von der modernen Welt das Richtige ist. Manche fürchten, dass extremer Separatismus eigene Gefolgsleute abschrecken und vertreiben könnte. Mit diesem Dilemma lebt Shmuel-Haim Pappenheim. Er organisiert Massendemonstrationen gegen den jüdisch-zionistischen Staat. Von seinem Büro in Me’a Sche’arim aus schlägt er seine Schlachten und gibt die Wochenzeitung des radikalen ultraorthodoxen Lagers heraus, welches Israel nicht anerkennt. Er lehnt auch die Teilnahme an Wahlen ab. Im Gegensatz dazu ist Rabbi Avraham Ravitz nicht nur Anführer einer ultraorthodoxen politischen Partei, sondern war auch Knesset-Abgeordneter und Minister der israelischen Regierung. Während Ravitz gespannt die hochgerechneten Sitze seiner Partei zählt, geht Pappenheim auf die Straße und versucht, die haredische Gesellschaft von einem Wahlboykott zu überzeugen. Für Pappenheim ist Ravitz, der sich als haredischer Führer an der Regierung beteiligt, ein schlimmerer Sünder als jeder nichtreligiöse Jude. Adina Bar-Shalom ist die älteste Tochter von Rabbi Ovadiah Yossef, dem unangefochtenen Anführer hunderttausender Haredim mit großem Einfluss auf die politische Landschaft in Israel.
Mein Himmel ist voller Musik. Die israelische Komponistin Ella Milch-Sheriff – SWR Fernsehen, 08.06.2013, 07:15
Ella Milch-Sheriff wuchs in Israel mit dem Schweigen ihres Vaters auf. Erst als sie sein Tagebuch liest, erfährt sie von seinem grausamen Geheimnis. “Der Himmel ist leer” hatte der verzweifelte Baruch Milch in sein Tagebuch gekritzelt, 1942, nachdem die Deutschen seine junge Frau und seinen kleinen Sohn ermordet hatten. In Israel gründete er eine neue Familie. Aber er sprach nicht über das, was geschehen war. Seine Tochter Ella wuchs mit diesem Schweigen und der vermeintlichen Kälte der Eltern auf, die sie nicht verstand – bis Dr. Milch seiner 13-jährigen Tochter sein Tagebuch in die Hand drückte. Mit der Oper “Baruchs Schweigen” hat Ella Milch-Sheriff seine Geschichte und ihre Kindheit verwoben und in Musik übersetzt.
